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Der neue IceContact 2 mit innovativer Spiketechnologie

09/10/2015
IceContact™ 2
  • Neuartige Spikes werden für höhere Haltbarkeit im Reifen verklebt
  • Deutlich gesteigerte Fahreigenschaften auf trockener Straße und vereisten Strecken

Beim neuen IceContact 2 von Continental, der gerade in Skandinavien, den baltischen Ländern und Russland in den Handel kommt, haben die Entwickler die guten Eigenschaften des Vorgängermodells weiter anheben können. So konnte im Vergleich mit dem Vorgänger das Handling auf trockener Straße um neun Prozent, das Fahrverhalten auf Eis um zwei Prozent und auch das Fahrverhalten auf Schnee angehoben werden. Vor allem die Fahreigenschaften auf Eis wie Bremsen und Traktion stiegen um acht Prozent. Bei den anderen sicherheitsrelevanten Eigenschaften liegt der neue Winterspezialist mit seiner innovativen Spiketechnologie auf demselben hohen Niveau wie sein beliebter Vorgänger. Er verfügt über ein neu gestaltetes, asymmetrisches Profil, dessen Außenseite für die sichere Verzahnung beim Handling, die Innenseite für gute Traktion beim Bremsen und Anfahren konzipiert ist. Das Lieferprogramm umfasst 69 Dimensionen passend für Pkw und SUV, ein weiterer Ausbau ist für 2016 geplant.

Die Verwendung von Spikes in Reifen ist in Skandinavien seit nun eineinhalb Jahren neu geregelt. Mehrere Granitplatten müssen 400 Mal vom bespikten Reifen mit 100 km/h überrollt werden. Dabei werden die Reifen in drei Klassen, je nach Lastindex, eingeteilt. Vor und nach den Überfahrten wird die Platte gewogen und so der Abrieb ermittelt. Liegen die Werte in den vorgeschriebenen Grenzen, erhält der Reifen seine Zulassung. Die Gesetzgeber wollen so verhindern, dass Spikes einen hohen Abnutzungseffekt auf die Straßen haben.

Continental hat dazu gemeinsam mit der Universität Karlsruhe (KIT) eine neue Methode in einem Trommelprüfstand entwickelt und Spikeversuche durchgeführt. Bei diesen Tests stellten die Wissenschaftler fest, dass kleinere und leichtere Spikes deutlich weniger Abrieb verursachen als Modelle mit größerem Gewicht. Daher hat Continental nun eine neuartige, besonders leichte Spikeversion für den neuen IceContact 2 entwickelt. Die neuartigen Spikes sind um 25 Prozent leichter als die des Vorgängermodells. Damit können abhängig von der Reifengröße nun rund 50 Prozent mehr Spikes an einem Reifen angebracht werden und damit die Eisperformance im Vergleich zum Vorgänger nochmals angehoben werden, ohne dass sich der Abrieb der Straßenoberfläche verschlechtert – ein positiver Gewinn für die sichere Haftung auf den typischen, vereisten Straßen im hohen Norden. Ein angenehmer weiterer Effekt der leichteren und kleineren Spikes ist das hierdurch absinkende Abrollgeräusch der Reifen.

Zusätzlich sind die Spikes so im Reifen angebracht, dass sie versetzt auf das Eis aufkommen. Der Vorteil liegt darin, dass sie jeweils in frisches Eis eindringen, das nicht schon vorher durch einen der vorhergehenden Spikes zerstoßen wurde – das erhöht die Haftwirkung deutlich. Um das Entstehen der so genannten „Eislinsen“ rund um den Spike zu verhindern, entwickelten die Ingenieure von Continental so genannten Eistaschen – kleine, geschlossene Reservoirs rund um die Spikes, in denen sich das zerstoßene Eis sammeln kann, bevor es durch die Zentrifugalkräfte wieder weggeschleudert wird. Dies führt vor allem beim Bremsen zu einem deutlichen Sicherheitsgewinn.

Um den Verlust von Spikes während der Fahrt deutlich zu verringern, hat Continental als erster Hersteller weltweit eine Technologie entwickelt, mit der die Spikes deutlich fester im Reifen verankert werden können. Dazu werden durch einen speziellen Roboter die Spikes in den Reifen eingebracht. Die Spikes tragen dabei einen kleinen „Fuß“ aus Klebemittel. Im nächsten Produktionsschritt werden sie unter einer bestimmten Temperatur mit dem Reifen verklebt und erhalten so rund 400 Prozent mehr Haftkraft als dies bei den herkömmlichen Verfahren möglich ist – je Spike können 500 N (50 kg) Zugkraft angebracht werden, ohne dass der Spike aus dem Reifen gezogen wird.