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Achtung, Wasserbomben!

ContiGripWorld

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30/11/2016
 

Läufer, aufgepasst! Beim Hannoveraner Hindernislauf Steelman müssen die Teilnehmer nicht nur durch Schlammlöcher waten und über Reifenstapel klettern, sie werden auch von Footballspielern und Kindern mit Wasserbomben bedrängt. Mittendrin beim diesjährigen Event: das neue Continental GripTeam.

 

Lässig werfen sich die Football-Spieler der Arminia Spartans unter der ungewöhnlich freundlichen Novembersonne den Football zu. Nur ein Aufwärmprogramm. Doch bereits kurze Zeit später geht es zur Sache. 1500 Steelman-Teilnehmer rennen auf sie zu und versuchen, an den Defense-Hünen des Hannoveraner Regionalligisten vorbeizukommen. In martialischer Football-Montur erwartet das Team die Gegner. Doch wer diesen Lauf in der niedersächsischen Hauptstadt Hannover erfolgreich beenden will, der muss auch dieses muskelbepackte Hindernis bewältigen.

 

Der Steelman ist einer der anspruchsvollsten Hindernisparcours Deutschlands. Gelaufen wird eine Runde von neun Kilometern oder die Distanz über zwei Runden, also achtzehn Kilometer. Rund zwei Dutzend Hindernisse sind zu meistern, vom Schlammloch übers Schleppen von schweren Fässern bis zur meterhohen Wand aus Autoreifen – was passend ist, auch Reifenhersteller Continental gehört zu den Unterstützern des Wettbewerbs. Das Unternehmen wirbt allerdings nicht nur im Umfeld des Steelmans, es nimmt auch daran teil. Der Hindernisrun ist der erste Lauf von vielen, bei denen das neu gegründete Continental GripTeam an den Start geht. Im Juli 2016 hatte Continental dazu aufgerufen, sich mit einem Video für ein einzigartiges Lauf-Team zu bewerben. Neun Läufer wurden gesucht, die mit Continental-Technik an den Füßen das Laufjahr ihres Lebens erleben wollen, mit vielen spannenden Wettbewerben, zu dem der Steelman in Hannover den Auftakt bildet. Denn: Continental entwickelt nicht nur vielfach prämierte Hightech-Reifen, sondern in Kooperation mit Adidas auch Sohlen für Laufschuhe. Schuhe, mit denen zum Beispiel die weltbesten Ultra- und Marathonläufer bereits manch Welt- oder Streckenrekord gelaufen sind. Und nun gehen damit auch die Mitglieder des Continental GripTeams an den Start.

 

Kurz vor 11 Uhr, der Start des Steelmans auf der Pferderennbahn Neue Bult in Langenhagen bei Hannover steht unmittelbar bevor. Ein wunderschöner, eiskalter Herbsttag, es herrscht Wettkampfstimmung. Die Läufer dehnen sich im Gegenlicht, Besucher wärmen ihre Hände an Kaffee- und Glühweinbechern. Moderator Franky vom niedersächsischen Radio FFN heizt der Menge ein. "Can't Stop" von den Red Hot Chili Peppers läuft. Dann der Startschuss. In Fünf-Minuten-Abständen laufen die 1500 Teilnehmer grüppchenweise los – damit an den ersten Hindernissen keine Rushhour entsteht. Mittendrin das Continental GripTeam, das sich erst einen Tag zuvor zusammengefunden hat.

 

Rückblick: Samstagnachmittag im Crowne Plaza Hotel in Hannover. Das neue Continental GripTeam trifft sich zum ersten Mal. Die Spannung ist groß, noch wissen die neuen Markenbotschafter des Reifenspezialisten nicht, was sie erwartet. Doch schon in den ersten Minuten ist klar: Hier wächst zusammen, was zusammen gehört. Großes Hallo, Begrüßungen, man tauscht bereits Namen und Lauferfahrungen aus. Dann geht es zum weiteren Kennenlernen in die vorweihnachtliche Innenstadt von Hannover. Die Vorfreude in den leuchtenden Augen der Teilnehmer ist groß – die Vorfreude auf den morgigen Steelman, nicht auf den ersten Advent… Drei Frauen und sechs Männer bilden das neue Continental GripTeam, im Alter von 19 bis 52 Jahren – und jeder Teilnehmer hat seine ganz persönliche Geschichte zu erzählen. „Vor einigen Jahren saß ich nach einem Autounfall noch im Rollstuhl", erzählt zum Beispiel Andrea Schnell aus Osterode im Harz. "Ich musste das Laufen völlig neu erlernen.“ Die 52-Jährige ist gewissermaßen die Senior-Läuferin im Team, sie erntet sofort Bewunderung von ihren Team-Mitgliedern. „Aus Schicksalsschlägen kann man neue Kraft gewinnen", erzählt sie. "Jetzt bin ich fast süchtig nach Laufen, kann dabei meine Seele baumeln lassen und perfekt entspannen.“ Den Start am nächsten Vormittag kann sie kaum erwarten – selbst die drei Schrauben, die sie seit dem Unfall in der Hüfte trägt, hindern sie dank regelmäßigem Training nicht am Laufen.


Auch Alexander Koerfer aus Düsseldorf ist ein richtiger Lauf-Junkie. Vor rund zwei Wochen nahm der 27-Jährige noch beim traditionellen Marathon in Athen teil. „Ich laufe jedes Jahr bei rund zwanzig nationalen und internationalen Wettbewerben mit“, erzählt er. „Meine Lieblingsdisziplin ist natürlich der Marathon.“ 33 hat er mittlerweile absolviert, unter anderem in Rom, Amsterdam und Seoul. Hochgerechnet ergibt das eine Laufstrecke von rund 1.392 Kilometer – die Ultraläufe und Triathlons, bei denen Koerfer auch antritt, nicht mitgerechnet. Die Mischung der verschiedenen Sportlerbiografien, sie zeichnet das neue ContiGripTeam aus, von den verschiedenen Erfahrungen der einzelnen Teilnehmer können alle profitieren. So wie Finnja Kietzke. Die 19-jährige Wirtschaftsingenieur-Studentin aus Hamburg ist das jüngste Teammitglied. Sie hat gerade erst ihren ersten Wettkampf absolviert, den Triathlon in Hamburg, bald soll der erste Halb-Marathon folgen. Doch zunächst steht der Steelman auf dem Programm, ihr erster Hindernislauf.



Bild 3 nach Absatz 5
 

Bevor es aber ans Laufen geht, werden die Continental-Teilnehmer eingekleidet. Das Team bekommt Sporttaschen und schwarzorangene Teamkleidung mit dem Continental GripTeam-Logo. Dann dürfen sich alle Läufer ein Paar Adidas-Schuhe mit Continental-Sohle aussuchen. „Die Schuhe sind ein Traum“, berichtet Nachwuchs-Läuferin Finnja Kietzke nach ein paar ersten Proberunden im Sportgeschäft. „Der Grip ist wirklich einmalig.“ Auch alle anderen sind hellauf begeistert. Die Kleidung passt, Grip ist installiert – der Steelman kann kommen.

 

Beim Frühstück am nächsten Morgen steigt die Anspannung. Jeder Läufer hat ein eigenes Ritual, eine eigene Taktik. Der eine schwört auf Obst, Joghurt und Saft, andere schöpfen Kraft aus Rührei, belegten Brötchen und Kaffee. Dann geht es los in Richtung Pferderennbahn dem Wettkampf-Areal. „Ein wenig nervös bin ich schon“, sagt Kietzke. „Ich habe so etwas noch nie gemacht und weiß nicht, was mich erwartet.“ Auch Senior-Läuferin Andrea Schnell plagen Sorgen, die Ferse zwickt. „Es tut ein bisschen weh, aber da muss ich jetzt durch. Ich will unbedingt mit dem Team den ersten Wettkampf laufen.“ Beide Läuferinnen haben sich für die Neun-Kilometer-Disziplin angemeldet und sind in der ersten Startgruppe um 11 Uhr. In der Achtzehn-Kilometer Gruppe ist Alexander Koerfer gemeldet. Für den Erfahrenen ist es der erste Hindernislauf. „Ich habe richtig Bock“, sagt er kurz vor dem Start. „Wir werden im Team laufen, die Hindernisse gemeinsam überwinden und wollen vor allem viel Spaß zusammen haben.“

Bild 5 nach Absatz 7
 

Gerade erst kennen gelernt, hat sich im GripTeam schon ein richtiger Teamgeist entwickelt. Auf der Neun-Kilometer-Distanz sind fünf von ihnen gemeldet, und sie laufen die ganze Zeit zusammen. „Wir haben alles gegeben und uns die ganze Zeit gegenseitig angefeuert“, berichtet Kietzke hinterher strahlend. Andrea Schnell hat zwar Schmerzen, kommt aber wacker kämpfend ins Ziel. „Ich bin humpelnd losgelaufen, aber ich bin stolz, dass ich das hingekriegt habe“, sagt sie nach dem Lauf, sichtlich erschöpft. „Die Hindernisse waren grandios.“ Nach einer warmen Dusche und einer kleinen Erfrischung sitzt das Neun-Kilometer-Team bei einer heißen Suppe zusammen und wartet auf die Laufgemeinschaft rund um Alexander Koerfer auf der Achtzehn-Kilometer-Strecke. „Es war einfach geil, endlich habe ich mal einen Hindernislauf absolviert“, wird er verdreckt und freudestrahlend berichten. Die Steelman-Macher haben dabei für einige Überraschungen gesorgt. So gehörten zu den Hindernissen nicht nur die Footballer, sondern auch eine Schar Kinder, die die Läufer mit Wasserbomben bewarfen. Und dann kommt noch eine Überraschung: "Leute, ihr müsst zur Siegerehrung“, ruft Michael Kramer vom Steelman-Organisator Eichels Events. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer im GripTeam. Ist das wirklich wahr? Gestern erst die Teamgründung – und heute schon auf dem Treppchen? Wenige Minuten später ist es offiziell. „Und auf dem ersten Platz in der Teamwertung: Das Continental GripTeam“, verkündet Moderator Franky. Was für ein Einstand – das hatte keiner erwartet. So kann es weitergehen im kommenden Jahr.

 

Wie es genau weiter geht, darüber hält das GripTeam die Öffentlichkeit auf dem Laufenden. Auf Blogs und Vlogs erzählen die Läufer in Texten und Videos von ihren Erfahrungen mit den neuen Schuhen, vom Training zwischen den Wettkämpfen und den Läufen selbst. Auch der nächste Team-Lauf ist schon geplant: der Hannover Marathon am 9. April 2017. Die Vorfreude ist jetzt schon riesig. Für einige wird es der erste Marathon überhaupt sein – aber sicher nicht der letzte. Denn zum Abschied an diesem ersten GripTeam-Wochenende gibt es noch eine große Überraschung: Continental hat für zehn der in Laufkreisen äußerst begehrten Startplätze beim Berlin Marathon 2017 gesorgt.