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Lauf um dein Leben

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10/11/2016
 

Teil 2 der neuen GripWorld-Serie "Verrückte Läufe": Beim Zombie Run geht es nicht um Bestzeiten oder gar eine Goldmedaille. Nein, was zählt ist allein das Überleben – denn hinter jedem Hindernis kann ein Untoter warten. Ein Riesenspaß für Läufer, die sonst schon alles erlebt haben…


Da ein Polizeiwagen, der auf dem Dach liegt. Dort ein ausgebranntes Wohnmobil. Ampeln, die an verwaisten Kreuzungen von Rot auf Grün springen, ohne dass je ein Auto vorbeikommen würde. Häuserruinen, deren leere Fensterhöhlen auf eine apokalyptische Landschaft starren. Und dann das Grauen, das hinter jeder Ecke wartet: Zombies, Untote, Monster… Ja, man kann durchaus sagen, dass die Veranstalter dieses Laufevents einiges auf die Beine gestellt haben. Beim „Zombie Run“ gibt es weitaus mehr auf dem rund fünf Kilometer langen Parcours als nur Streckenposten mit Bananen und Wasserflaschen. Bei diesem Lauf geht es ums nackte Überleben… Beziehungsweise, natürlich nicht wirklich: Es geht darum, gelbe Bänder am Hosenbund zu behalten. Wer diese an einen der herumlaufenden "Zombies" verliert, der hat sein weiteres Mitwirken verwirkt.

Wer sich alle drei orangenen Fähnchen von Zombie-Läufern klauen lässt, scheidet aus dem Rennen aus. Foto: www.zombierun.com

 

Geboren wurde die Idee des vielleicht verrücktesten Laufevents der Welt in Amerika. Hier sind Zombie-Läufe schon lange Kult, in Deutschland verbreitet der Untoten-Wettkampf seit 2014 Angst und Schrecken. Während in den USA 28 Veranstaltungen dieser Art im Jahr rund 12.000 Besucher pro Event locken, gibt es ähnliche Endzeit-Läufe auch in Deutschland in Hamburg, Berlin und München. Überwunden werden muss ein meist rund fünf Kilometer langer Parcours. Mindestens fünfzehn Hindernisse, Kletterwände oder Schlammlöcher zum Beispiel, erschweren das Laufen. Doch vor allem tun das die Zombies – Freiwillige, die sich vorab als schrecklich schöne Untote haben schminken lassen und nun Jagd auf die normalen Läufer machen. Jeder Läufer bekommt drei Fähnchen umgebunden, und wer am Ende noch mindestens eine vorweisen kann, erhält die sogenannte „Survivor“-Medaille. Verliert man während des Rennens alle drei Fähnchen, winkt die „Infected“-Auszeichnung, man scheidet aus. Die größte Herausforderung besteht darin, den schaurig echt aussehenden Zombies zu entkommen. Ob aus dem Unterholz oder aus Schlammlöchern – der Schrecken lauert an jeder Ecke. Die authentische Kulisse einer verlassenen Geisterstadt mit Autowracks und vor allem auch passenden Sound- und Spezialeffekten lassen die Teilnehmer schnell vergessen, was real und was Fiktion ist. Bestzeiten und Gewinner gibt es keine. Entweder man überlebt – oder man ist infiziert und damit selbst Zombie.


Die Läufe treffen einen Nerv der Zeit. Zombie-Filme, vor allem aber die Kultserie „The Walking Dead“, locken weltweit Millionen vor die Fernseher. Die Serie beispielsweise, in der eine Gruppe Überlebender versucht, den mit einem Virus Infizierten zu entkommen, ist dieses Jahr bereits mit der siebten Staffel am Start. Ein Ende ist nicht in Sicht, zu hoch sind die Einschaltquoten. Daher erfreuen sich auch die Zombie-Läufe großer Beliebtheit: Endlich darf man selbst vom Sofa aufstehen und draußen in eine quasi-authentische Apokalypse eintauchen. Hinter der Ziellinie gibt es natürlich ein Happy End: Auf der postapokalyptische Aftershowparty treffen sich dann die Jäger und Gejagte – auf Schaudern folgt Plaudern.