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Presse

Continental TireNews | Weltweit einzigartige Einrichtung ist gestartet: das High Performance Technology Center in Korbach

04/07/2016
  • Mit Industrie 4.0 auf direktem Weg zum UHP-Premium-Reifen der Zukunft
  • Forschung und Hochtechnologie-Produktion unter einem Dach
  • Verfahrensentwicklung und Prozessoptimierung für den globalen Roll-out

Nach rund 22 monatiger Bauphase ist Continental mit dem neuen High Performance Technology Center (HPTC) in Korbach auch in der Reifenherstellung ins digitale Zeitalter gestartet. In dem 12.000 Quadratmeter großen eigenständigen Gebäudekomplex auf dem Werksgelände in Korbach ist etwas Einzigartiges entstanden, das es in dieser Form bislang noch nicht gab. Die Verantwortlichen bei Continental bezeichnen das HPTC deshalb auch gern als eine „Forschungsabteilung bzw. Fabrik in der Fabrik“. Hier werden ab sofort auf dem Reifen-Werksgelände und nur "einen Steinwurf zur Forschung und Entwicklung in Hannover-Stöcken" entfernt die für die Herstellung von UHP-Reifen benötigten Bauteile auf speziell dafür entwickelten Maschinen mit einer bislang nicht gekannten Präzision gefertigt. Profitieren sollen davon langfristig alle Continental-Reifenwerke weltweit.

Start

Dank Industrie 4.0 auf dem Weg in die Zukunft der UHP-Premium-Reifen

Neben der Herstellung von Höchstleistungsreifen für besonders leistungs-starke, technologisch anspruchsvolle Fahrzeuge wird ab jetzt vor allem der Versuchsreifenbau zur Entwicklung und Erprobung neuer Fertigungsverfahren in Korbach stattfinden. Dazu werden modernste Verfahren angewendet, um die Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zunächst sehr präzise zu dokumentieren, die effizientesten Fertigungsprozesse zu identifizieren und dann im Anschluss die gewonnenen Innovationen auch in den anderen Reifenwerken von Continental einzuführen. Im HPTC setzt Continental erstmals auf die vollständige Vernetzung aller Maschinen untereinander mittels modernster Sensorik und Software. Dieses unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ bekannte, wirklich alle Prozesse abbildende Verfahren erlaubt die lückenlose Dokumentation sowohl aller Produktionsschritte als auch des Verhaltens der eingesetzten Materialien während ihrer Verarbeitung zu.

Damit können die Fachleute aus dem Reifenbau, die beteiligten Chemiker und Physiker jetzt gemeinsam noch effizientere Verfahren konzipieren und ihre Tauglichkeit für die Serienproduktion von Reifen erstmals von Beginn an detailgetreu nachverfolgen. Dadurch sind die Experten von Continental ab sofort in der Lage, auch Kleinstserien-Versuche auf im Konzern in der Reifenherstellung üblichen Maschinen durchzuführen. Kleinste Änderungen der Materialien und Produktionsschritten sowie unterschiedliche Heiztemperaturen und -Zeiten können bereits während der Vulkanisation simuliert und später am fertigen Reifen im Fahrversuch evaluiert werden.

Deutliche Steigerung von Flexibilität und Effizienz in der Produktion

Doch nicht nur die Produktionsprozesse und -Präzision sollen eine bislang unerreichte Qualität erhalten. Auch die Produktions-Flexibilität soll im Sinne des Industrie-4.0-Gedankens weiter optimiert werden. Während die herkömmliche Automatisierung von Produktionsprozessen für die Massenfertigung nach einem fest vorgegebenen Schema erfolgt, eröffnet der Ansatz Industrie 4.0 mit der Vernetzung von  Maschinen, Roboter und Sensoren eine komplett neue Welt. Sie tauschen permanent Daten aus, berechnen optimale Abläufe, fragen den Zustand von Bauteilen ab, planen sogar Maschinenbelegungen – kurz: sie kommunizieren selbstständig. In dieser neuen Welt müssen die Produkte nicht mehr massenhaft hergestellt und auf Vorrat gelagert werden, sondern sie können flexibel auf konkrete Kundennachfragen angepasst sowie daraufhin gezielt gefertigt und ausgeliefert werden.

Nennenswerte Änderungen im Produktionsablauf können künftig auf Knopfdruck umgesetzt werden, ohne dass die Maschinen über einen längeren Zeitraum stillstehen müssen, um neu eingerichtet zu werden. Maßanzug statt Massenanfertigung lautet die neue Erfolgsformel. Hinzu kommt noch die Einbeziehung von Gebäudearchitektur, Infrastruktur und Energieversorgung, wodurch alle Parameter der Wertschöpfungskette aufeinander abgestimmt sind und im ständigen Austausch miteinander stehen.

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Würdiges Premieren-Produkt: Continental SportContact 6

Das erste Produkt, dass Continental im neuen High Performance Technology Center gefertigt hat, war der neue Supersportreifen SportContact 6. Das neue Flaggschiff unter Continental-Pkw-Reifen für extrem sportliche und hochmotorisierte Fahrzeuge im High-End-Segment beeindruckt mit maximalem Grip und maximaler Präzision sowie größtmöglicher Sicherheit auch bei serienmäßigen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 350 km/h. Bis zum Jahresende 2016 ist ein Produktionsvolumen von rund 80.000 Reifen geplant. Danach wird diese Zahl rasch auf bis zu 360.000 ansteigen. In der jetzt angelaufenen Startphase wird zunächst nur der Continental SportContact 6 gefertigt. Danach werden in der neuen Hightech-Manufaktur zahleiche verschiedene Produkte hergestellt und im Anschluss weltweit ausgeliefert.

Nikolai Setzer, Mitglied des Continental-Vorstands und Leiter der Reifen-Division

Das HPTC ist Teil der „Vision 2025“

Für die Division Reifen von Continental ist das 45 Millionen Euro teure High Performance Technology Center in Korbach ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Wachstumsstrategie „Vision 2025“. Dahinter verbirgt sich ein milliardenschweres Investitionsprogramm für neue Reifenwerke, die kontinuierliche Erweiterung der konzerneigenen Testgelände - beispielsweise mit der weltweit einzigartigen Indoor-Bremstestanlage Automatic Indoor Braking Analyser (AIBA) oder mit der ebenfalls weltweit einzigartigen ContiLifeCycle Plant in Hannover-Stöcken, wo das Recycling von Altreifen mit der Runderneuerung von Lkw-Reifen kombiniert und prozesstechnisch auf effizienteste Weise umgesetzt wurden.

„Das HPTC verdeutlicht eindrucksvoll die intensive technologische Ausrichtung sowie konsequente Weiterentwicklung von Continental“, sagte Nikolai Setzer, der im Vorstand der Continental AG für die Reifen-Division verantwortlich ist. „Mit diesem nächsten substantiellen technologischen Meilenstein vollziehen wir einen weiteren großen Schritt der Umsetzung unserer Vision 2025, innerhalb derer wir unsere Kapazitäten zur Reifen-Fertigung weltweit kontinuierlich ausbauen – hier in Deutschland und Europa sowie in den Regionen The Americas und APAC. Dazu haben wir seit 2011 weit über zwei Mrd. Euro weltweit in Produktion, in Forschung und Entwicklung sowie in Arbeitsplätze und neue Produkte investiert.“

Damit das HPTC dem äußerst ehrgeizigen Anspruch gerecht werden kann, einerseits ein elementarer Bestandteil der Forschung & Entwicklung sowie andererseits eine echte Hightech-Manufaktur für Hochleistungsreifen für besonders leistungsstarke, technologisch anspruchsvolle Pkw in Größen von 19 bis 24 Zoll zu sein, bedurfte es der Schaffung besonderer Voraussetzungen, welche die Forschungs- und Fertigungsanlage von allen anderen Reifen-Produktionsanlagen weltweit unterscheiden. Das betrifft nicht nur die Maschinen, sondern auch die Mitarbeiter. Letztere sind im HPTC unverzichtbarer Bestandteil eines höchst innovativen Projekts, in dem sie den gesamten Arbeitsprozess noch besser kennen müssen, als in herkömmlichen Werken. Die angestrebte Job-Rotation erfordert weitreichende Kenntnisse und ein hohes Maß an Flexibilität. Um dem Innovationsanspruch des HPTC gerecht zu werden, sind alle Mitarbeiter aufgerufen, die Prozesse mit ihrer eigenen Kreativität zu begleiten. Offenheit für neue Ideen wird dabei ebenso erwartet wie die Bereitschaft zur persönlichen Weiterentwicklung.

Bei der Besetzung der Stellen konnten die Personalverantwortlichen quasi aus dem Vollen schöpfen. Schließlich sind Kautschukverarbeitung und Reifenproduktion bereits seit 1907 angesiedelt und dem entsprechend ist das Werk mit gewachsenen Strukturen und Erfahrungen ausgestattet. Mitarbeiter, die im Laufe ihres Erwerbslebens auf eine 50-jährige Betriebszugehörigkeit zurückblicken, sind hier ebenso häufig anzutreffen wie Familien, deren Mitglieder seit mehreren Generationen im Werk Korbach arbeiten.

Die Reifenwelt schaut nach Korbach

Wie kaum ein anderer Ort in Deutschland steht die Stadt Korbach in Hessen für die Verarbeitung von Gummi. Kein Wunder, denn in diesem Werk von Continental werden nicht nur täglich 30.000 Pkw-, SUV- und Van-Reifen gefertigt. Hinzu kommen auch Industrie-Reifen sowie  Motorrad- und Fahrradreifen.

Die Geschichte des traditionsreichen Standortes reicht zurück bis ins Jahr 1907, als ein gewisser Louis Peter den Grundstein für das Gummi- und Reifenwerk in Korbach legte und am 15. Mai 1908 mit 180 Beschäftigten die ersten Fahrradreifen, Massivreifen und technischen Gummiartikel fertigte. 1929 nahm Continental in Korbach das Steuer in die Hand und hält das Werk seitdem auf Erfolgskurs. Heute leben in Korbach rund 24.000 Einwohner – das sind fast neunmal so viele wie zur Zeit der Werksgründung. Das Werk ist der wichtigste Arbeitgeber der Region und mit aktuell rund 146 Auszubildenden auch einer der größten Ausbildungsbetriebe. Und das wird wohl auch noch lange Zeit so bleiben. Denn Continental hat die Investitionen in den Standort zuletzt noch deutlich erhöht. Mit der Inbetriebnahme des HPTC begann eine neue Zeitrechnung für das Werk. Kein Wunder, dass die Reifenwelt von nun an noch gespannter nach Hessen schauen wird.

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Alexander Bahlmann
Alexander Bahlmann

Leiter Kommunikation / Öffentlichkeitsarbeit Pkw-Reifen

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