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Reifenwissen

Reifendruck

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Reifengrundlagen-Reifen-Fülldruck

Was sind die Konsequenzen eines falschen Reifendrucks?

Der Reifenluftdruck beeinflusst das Fahrverhalten Ihres Autos massiv. Durch zu wenig Reifendruck verlängert sich der Bremsweg und Aquaplaning kann früher einsetzen. Außerdem können sogar Ihre Reifen beschädigt werden, da sie sich erwärmen, stärker verformen und somit anfälliger für äußere Schäden sind.

Durch einen geringeren Reifenluftdruck wird der Rollwiderstand erhöht, sodass zudem der Spritverbrauch steigt. Allerdings sollten Sie den Luftdruck nicht zu stark erhöhen, um Benzinkosten zu sparen. Dies sollten Sie nur tun, wenn Sie Ihr Auto zum Beispiel für einen Urlaubstrip schwerer beladen. Ansonsten hat dies negative Auswirkungen auf unter anderem den Fahrkomfort, die Fahrstabilität und die gleichmäßige Reifenabnutzung. 

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Wo können Sie den richtigen Reifendruck ablesen?

Die empfohlenen Reifendrücke für Ihre Fahrzeug- oder Reifenkombination sind in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs und zum Beispiel in der Tankklappe oder am Türholm vermerkt. Dort finden Sie zudem eine Information, wie viel bar Sie bei einer stärkeren Beladung benötigen.

Wir empfehlen Ihnen, im Winter 0,2 bar mehr einzufüllen, um die kälteren Außentemperaturen zu kompensieren. Außerdem gibt es eine Luftdrucktabelle, mit der Sie den passenden Reifendruck selbst berechnen können. 

Wie können Sie den Reifendruck messen?

Sie können den Reifendruck an jeder Tankstelle mithilfe von Reifenfüllmessgeräten messen. Hierbei ist zu beachten, dass der Druck überprüft wird, wenn der Reifen kalt ist. Das bedeutet, dass Sie maximal zehn Kilometer innerorts gefahren sind.

Der Reifendruck, auch der des Reserverades, muss regelmäßig alle 14 Tage sorgfältig geprüft werden. Besonders vor einer längeren Fahrt oder Urlaubsreise empfehlen wir Ihnen, den Reifendruck zu überprüfen und bei größerer Last entsprechend einzustellen.

Seit dem 1. November 2014 müssen in Europa alle neu zugelassenen Fahrzeuge (Kategorie M1) mit einem Reifendruckkontrollsystem (TPMS) ausgestattet sein. Reifendruckkontrollsysteme können auf verschiedenen Konzepten und Sensoren beruhen. Es gibt im Wesentlichen zwei Typen von TPMS-Systemen:

Direkt messende Systeme - Drucksensoren sind mit dem Ventil verbunden oder an der Felge oder an der Innenseite des Reifens befestigt.

Indirekt messende Systeme - kein Drucksensor am Reifen bzw. an der Felge befestigt. Druckdifferenzen werden „indirekt“ z. B. über Veränderungen des Reifenabrollumfangs gemessen.

Die Fahrzeughersteller können sich entweder für ein direktes oder ein indirektes System entscheiden. Die Anpassung und Wartung der TPMS-Systeme sollte einem Reifenfachmann überlassen werden.

Auch Continental stellt TPMS-Systeme her. Wenn Sie an Einzelheiten dazu interessiert sind, klicken Sie hier.

Stickstoff wird manchmal als Alternative zu Luft als Füllgas für Reifen angeboten.  

Stickstoff ist ein inertes (nicht entflammbares) Gas – prinzipiell nichts anderes als getrocknete Luft ohne Sauerstoffbestandteile.

Unsere Umgebungsluft enthält etwa 78 % Stickstoff. Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei Stickstoff um ein inertes Gas handelt, wird es oft im Rahmen hochspezieller Reifenanwendungen bzw. besonderer Umgebungsanforderungen eingesetzt, wie z. B. in der Luftfahrt oder im Bergbau. Stickstoff wird auch häufig im Rennsport eingesetzt.

Für normale alltägliche Anwendungen ist eine Stickstoffbefüllung von Reifen nicht erforderlich. Allerdings schädigt eine derartige Befüllung den Reifen nicht und kann aufgrund des anderen Diffusionsverhaltens zu einem geringfügig niedrigerem Druckverlust über die Zeit beitragen. Dennoch bewahrt eine Stickstoffbefüllung einen Reifen nicht vor Druckverlust durch z. B. Nageleinstiche, Undichtigkeiten zwischen Wulst und Felge, undichte Ventile, undichte Felgen oder andere mechanisch bedingte Leckagen.

Unabhängig davon, ob der Reifen mit Luft oder Stickstoff befüllt wird, bleibt eine regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks unerlässlich. Der Einsatz von Stickstoff bildet somit keinen Ersatz für eine regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks.