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Tuning & Performance

Kein Stress mit Formularen!

Ein Beispiel zeigt, wie’s geht!

Ein Audi A3 2.0 TDI bekommt neue Reifen: von 16 Zoll geht’s rauf auf 18 oder 19 Zoll.

Serienbereifung: 205/55R16 91W

Umrüstwunsch:

  • 225/40R18 XL 92W (Load 92 = 630 Kg) oder
  • 235/35ZR19 XL (max.Load = 615 Kg)

Was ist zu beachten?

Basisreifen in der Zulassungsbescheinigung Teil 1: 205/55R16 91W. Im alten Fahrzeugschein ist auch 225/45R17 91W möglich. Die Umrüstwünsche sind nicht in den Fahrzeugdokumenten eingetragen.

Die Dimension ist abweichend von der Serie, folgende Parameter sind zu prüfen:

Loadindex & Speedindex okay?

Load-Index

Die Umrüstreifen sind im Loadindex identisch (235/35ZR19 XL max. Load 615 Kg) mit der Serienbereifung oder höherwertiger (225/40R18 XL 92W => 630 Kg), also beide in Ordnung.

Speed-Index

  • 235/35ZR19 XL -> bei reinen ZR-Reifen ist es sinnvoll, eine technische Bescheinigung beim Reifenhersteller einzuholen, bei Geschwindigkeiten über 240 km/h ist es erforderlich (Geschwindigkeitseignung)

Abrollumfang okay?

Der Abrollumfang der Umrüstdimension sollte der Serienbereifung entsprechen (Empfehlung: Abweichung von +1%/-1,5% funktionieren in der Regel problemlos).

  • die Serienbereifung hat einen Norm-Abrollumfang von 1.930 mm
  • der 1.Umrüstwunsch 225/40R18 XL 92W hat einen Norm-Abrollumfang von 1.945 mm und liegt mit +0,8% in der zulässigen Toleranz von +1%, ist also okay
  • der 2.Umrüstwunsch 235/35ZR19 XL hat einen Norm-Abrollumfang von 1.975 mm und liegt mit +2,1% außerhalb der Empfehlung. Sollte diese Bereifung weiterhin in die engere Wahl fallen ist es sinnvoll

- den Istabrollumfang zu ermitteln

- eine Bestätigung vom Fahrzeug-Hersteller zur tatsächlichen Tachoabweichung einzuholen oder vorher mit dem Sachverständigen abzustimmen, der den Eintrag vornimmt.

Die Entscheidung fällt wegen des Abrollumfangs auf Umrüstung 1.

Bei unterschiedlichen Dimensionen auf der Vorder- und Hinterachse sind zusätzlich die Abrollumfänge zu beachten (Empfehlung: Abweichung der Abrollumfänge untereinander nicht mehr als 1%). Größere Differenzen sind mit dem Fahrzeughersteller abzustimmen. Als Grund kommen mögliche Einflüsse bei ABS, ESP, ASR, Navigationssysteme usw. in Betracht.

Die Ausnahme bilden Fahrzeuge, deren Reifenkombinationen von Haus aus eine höhere Differenz der Abrollumfänge aufweisen, z.B. Porsche 987/997, Nissan Z350: Hier gilt die Regel nicht. Bitte hier die Umrüstmöglichkeiten vorher abklären.

Rad okay?

Der Fahrzeugtyp und die Reifendimension sind in der ABE oder im Gutachten des ausgewählten Rades aufgeführt.

Hier ist entscheidend, dass bei der Wahl des Rades

  • der Fahrzeugtyp und Schlüssel-Nr. 1 (zu 2+3) im Gutachten/ABE eingetragen sind,
  • die Felgenbreite den zulässigen Normbreiten der Reifen entspricht.

225/40R18 (Normbreite von 7,5 - 9 Zoll, laut Angaben im technischen Ratgeber der Continental AG), Felge = 7,5 Zoll x 18, ist also in Ordnung!

Auflagen der ABE/Gutachten erfüllen!

Wichtig: Durch Aktualisierung der Reifenprofile ist es möglich, dass vom Reifenhersteller nicht mehr alle aktuellen Profile der in der ABE oder im Gutachten angegebenen Dimensionen freigegeben sind. Deshalb ist ggf. vor der Montage der Reifen eine Unbedenklichkeitsbescheinigung beim Reifenhersteller einholen!

Bezüglich der Verwendung von Stahl- oder Gummiventilen ist der Hinweis in der ABE bzw. im Gutachten zu beachten. Die Abnahme durch einen Sachverständigen ist in diesem Beispiel erforderlich, da die Reifendimension nicht im Fahrzeugschein eingetragen ist.

Abnahme nach § 19 Abs.3 StVZO mit dem Hinweis "Anbaubestätigung mitführen". Korrektur der Fahrzeugpapiere bei der nächsten Befassung der Zulassungsbehörde mit dem Fahrzeug erforderlich.