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Aus für Magath in der asiatischen Champions League

AFC Asia Cup

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16/09/2016
 

Felix Magath muss als Trainer weiterhin auf den Gewinn eines kontinentalen Titels warten. Im Viertelfinale der asiatischen Champions League scheiterte Magath mit seinem neuen chinesischen Arbeitgeber Shandong Luneng am FC Seoul aus Korea. Nach einem 1:3 im Hinspiel vor drei Wochen hätten die Ostchinesen einen Sieg mit mindestens zwei Toren Vorsprung benötigt, kamen vor eigenem Publikum aber nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Magath hatte im Juni den Trainerposten in Shandong übernommen.

 

Der siegreiche FC Seoul dagegen trifft in der Vorschlussrunde in einem rein koreanischen Duell auf Jeonbuk Hyundai Motors FC, der seinerseits das Starensemble von Shanghai SIPG um den früheren englischen Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson mit 5:0 (0:0) abfertigte. Das zweite Halbfinale bestreiten Al Ain aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und El Jaish SC aus Katar. Al Ain siegte bei Lokomotiv Tashkent BK in Usbekistan mit 1:0 (0:0). El Jaish SC gewann bei Al Nasr in den Vereinigten Arabischen Emiraten ebenfalls 1:0 (1:0).

Felix Magath ist seit Juni 2016 Trainer beim chinesischen Erstligisten Shandong Luneng. Mit seinem Team schied er im Viertelfinale der AFC Champions League gegen den FC Seoul aus. (Foto: Imago)

 

Ex-Schalker Hao Junmin vergab große Chance für das Magath-Team

Der Traum eines großen internationalen Trainererfolges bleibt für Felix Magath nach der Pleite von Shandong Luneng gegen den FC Seoul zumindest mittelfristig unerfüllt. Der Klub spielt in der Chinese Super League seit der Amtsübernahme des Europameisters von 1980 zwar deutlich verbessert, kann sich aber nicht mehr für die Champions League qualifizieren. Magath war als Trainer einst auch mit Bayern München vorzeitig aus der europäischen Königsklasse ausgeschieden und später bei Schalke 04 entlassen worden, ehe der Klub 2011 das Halbfinale erreichte. Als Spieler gewann Magath 1983 mit dem Hamburger SV den Europapokal der Landesmeister.

Hua Junmin (links) im Duell mit Kim Chinwoo vom FC Seoul. Der Ex-Schalker vergab eine große Tormöglichkeit für Shandong zum 2:0. (Foto: Imago)

 

Die heimischen Fans von Shandong Luneng durften allerdings bis zur 83. Minute auf das Weiterkommen hoffen. Durch einen Kopfball des Argentiniers Walter Montillo (59.) waren die Gastgeber in Führung gegangen. Der Ex-Schalker Hao Junmin schlug zunächst die Flanke zum Tor und hatte wenig später selbst das 2:0 auf dem Fuß. Doch sein wuchtiger Schuss aus 14 Metern strich über die Latte. Auch der italienische Nationalspieler Graziano Pelle, der im Juli vom FC Southampton losgeeist wurde und in Shandong zu einem der bestbezahlten Fußballer der Welt aufgestiegen ist, vergab mehrmals aussichtsreich. Sieben Minuten vor dem Ende beendete der Ausgleichstreffer des FC Seoul alle Spekulationen.

Graziano Pelle, der italienische Stürmer der EM 2016, konnte beim 1:1 im Viertelfinale das Scheitern von Shandong gegen den FC Seoul nicht verhindern. (Foto: Imago)

 

Ebenso strich der Schwede Sven-Göran Eriksson mit Shanghai SIPG bereits im Viertelfinale die Segel. Beim koreanischen Meister Jeonbuk Hyundai Motors FC setzte es im Rückspiel eine derbe 0:5-Pleite, nachdem das Hinspiel in China torlos ausgegangen war. Der ehemalige brasilianische U20-Nationalspieler Leonardo schoss Jeonbuk nach 52 Minuten auf die Siegerstraße. Ein Eigentor kurz darauf zum 2:0 sorgte für die Vorentscheidung. Shanghai rannte an, aber brach in den Schlussminuten völlig auseinander und kassierte drei Treffer binnen 360 Sekunden.

 

Für Eriksson bedeutet die Niederlage, dass es eng werden könnte für ihn. Sein Klub hatte zunächst seine Wunschspieler Dario Conca und Elkeson verpflichtet, die 2013 mit Guangzhou Evergrande die Champions League gewannen. Vor wenigen Monaten legte das Management nach und finanzierte den Rekordtransfer des brasilianischen Nationalstürmers Hulk. Doch Verletzungen plagen das Team. Hulk fehlte beim Hinspiel gegen die Koreaner, Elkeson im Rückspiel und Conca in beiden Spielen. Auch der Zug in der nationalen Meisterschaft ist lange abgefahren für SIPG. Die notorische Ungeduld im chinesischen Fußball könnte Eriksson zum Verhängnis werden.

Der brasilianische Topstürmer Hulk erlitt mit Shanghai SIPG eine 0:5-Niederlage bei Jeonbuk Hyundai Motors FC und schied aus der asiatischen Champions League aus. (Foto: Imago)

 

Die Halbfinal-Paarungen: Ein Südkorea-Duell plus Katar gegen VAR

Für Jeonbuk Hyundai Motors FC indes kommt es jetzt zum rein koreanischen Semifinale gegen den FC Seoul. Jeonbuk gelang es im Jahr 2006, als erster Nicht-Meister den Wettbewerb zu gewinnen. Jetzt hat der Verein die Chance, sich auch als amtierender Landesmeister die asiatische Krone aufzusetzen.

 

Al Ain aus den Vereinigten Arabischen Emiraten darf ebenso auf den Gewinn eines zweiten Kontinentaltitels nach 2003 hoffen. Der Klub brachte mit seinem 1:0-Auswärtserfolg bei Lokomotiv Tashkent BK in Usbekistan zum zweiten Mal in Folge das Kunststück fertig, trotz einem Unentschieden vor eigenem Publikum im Hinspiel noch die nächste Runde zu erreichen. Der brasilianische Neuzugang Caio stellte mit seinem Tor in der 38. Minute die Weichen auf Sieg. Schon im Achtelfinale war Al Ain nur dank einem Auswärtssieg weiter gekommen.

 

In der Runde der letzten Vier bekommt es Al Ain mit El Jaish SC aus Katar zu tun. Die Katari stehen nach einem 1:0 bei Al Nasr aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zum ersten Mal im Halbfinale der Champions League. El Jaish war mit einem Drei-Tore-Polster in die Emirate gereist. Neun Minuten nach dem Anpfiff zog der Brasilianer Romarinho dem Gegner mit seinem Führungstreffer endgültig den Zahn.