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Fünf Teams in den MLS-Playoffs

MLS

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01/10/2012

Julian de Guzman (früher Hannover) vom FC Dallas erkämpft beim 3:3 den Ball vor Rafael Baca (rechts) von den San Jose Earthquakes. (Photo: Getty Images)

In der Major League Soccer (MLS) haben sich am letzten September-Wochenende mit dem Beginn der entscheidenden Phase insgesamt schon fünf von zehn Mannschaften für die Playoffs qualifiziert. In der Ost-Konferenz führt Sporting Kansas nun souverän und steht für die Teilnahme an den entscheidenden Partien um den Meistertitel im nordamerikanischen Profi-Fußball fest

Am Freitag (28. September) baute Kansas mit einem 2:0 im Spitzenspiel gegen Chicago Fire im heimischen Livestrong Sporting Park den Vorsprung in der Tabelle des Ost-Bereiches der MLS aus. Matchwinner bei den Gastgebern war vor 21.010 Zuschauern der US-amerikanische Mittelfeldspieler Graham Zusi mit zwei Treffern.

Im Westen stehen bereits vier von fünf Mannschaften an den Playoffs fest, die im November bis zum Finale am 1. Dezember ausgetragen werden. Die sind der souveräne Spitzenreiter des „Western Conference“ San Jose Earthquakes (61 Punkte aus 31 Spielen), Real Salt Lake (52/31), Los Angeles Galaxy (59/31) und Seattle Sounders (49/30). San Jose führt auch die Wertung aller 19 Teams im Kampf um den „Supporter‘s Shield“ an.

Arne Friedrich (links) beim Kopfball-Duell mit C.J. Sapong von Ost-Spitzenreiter Sporting Kansas City, das mit 2:0 Chicago Fire mit Friedrich bezwang. (Photo: Getty Images)

Auf hohes Interesse stieß das Topduell zwischen Kansas und Chicago. Chicago kassierte mit dem ehemaligen deutschen Nationalspieler Arne Friedrich die erste Niederlage nach vier Siegen in Serie. Das Fire-Team liegt mit 53 Punkten aus 30 Spielen auf Rang drei der „Eastern Conference“. Ganz vorne rangiert Kansas, das sich für die Playoffs qualifizierte. Mit 58 Punkten (31 Spiele) liegt der Klub nun fünf Zähler vor Chicago und der zweitplatzierten Mannschaft der New York Red Bulls (53 Punkte/31 Spiele).

Henry mit New York erfolgreich – Toronto ohne Frings Letzter

New York gewann dank eines überragenden Thierry Henry mit 4:1 gegen den FC Toronto. Der französische Stürmer steuerte vor 25.017 Zuschauern ein Tor sowie drei Vorlagen zum Erfolg beI.

Red Bull hat als Zweitplatzierter mit 53 Punkten den Einzug in die Playoffs noch nicht sicher. Torsten Frings, der mit der deutschen Nationalmannschaft Vize-Weltmeister (2002) und Vize-Europameister (2008) wurde, wird bei den Kanadiern wegen einer Hüftverletzung in diesem Jahr nicht mehr spielen können.

Toronto ist mit nur fünf Siegen, sieben Remis und 19 Niederlagen abgeschlagen Tabellenletzter des Westens, aber Frings hat den Wechsel von Werder Bremen in die MLS nicht bereut. „Ich habe tolle Erfahrungen gemacht. Ich fühle mich in Kanada wohl“, sagte Frings der deutschen Fachzeitung „kicker“. Er habe gedacht, dass seine Mannschaft ein höheres Niveau besitze, sagte Frings. Er setze voll und ganz auf das nächste Jahr, in dem er weiterhin für Toronto spielen will.

Danach möchte der 35-Jährige bei Werder Bremen im Nachwuchsbereich eine Tätigkeit als Trainer aufnehmen.

David Beckham von den Los Angeles Galaxy geht, begleitet von seinem Sohn Brooklyn, vom Spielfeld beim Match gegen Colorado Rapids (1:1). (Photo: Getty Images)

Im Duell der beiden letzten Meister trennten sich am Sonntag (30. September) LA Galaxy, der Titelverteidiger, und die Colorado Rapids, Titelträger von 2010, mit einem 1:1 nach frühen Toren vor 17.649 Zuschauern im Dick‘s Sporting Goods Park in Colorado. David Beckham gab nach vierwöchiger Pause wegen einer Fußknöchelverletzung sein Comeback bei Galaxy über 87 Minuten. Los Angeles zog mit dem Punktgewinn in die Playoffs ein. Die sportliche Situation im Westen der MLS ist kaum vergleichbar. Da die Konkurrenzlage im Westen nicht so dicht ist wie im Osten, schafften es dort Mannschaften mit weniger Punkten den Einzug in die Playoffs. Neben La Galaxy waren dies Real Salt Lake (4:0 gegen Chivas USA) und Seattle.

Der große Pelé zu Besuch bei der MLS

Seattle Sounders FC machte sogar als Vierter im Westen schon die Teilnahme an den Playoffs, zu denen in diesem Jahr zehn Teams zugelassen werden, perfekt. Dem US-Team reichte dazu am Samstag (29. September) im Grenz-Derby zweier Pazifik-Vereine gegen die Kanadier von Vancouver Whitecaps ein 0:0. Der Deutsche Christian Tiffert, kürzlich vom 1. FC Kaiserslautern in die MLS gewechselt, hatte damit bei Seattle mehr Erfolg als Frings in Toronto.

Christian Tiffert (Mitte) vom Seattle Sounders FC kämpft mit Matt Watson (rechts) und Jordan Harvey (links) vom Vancouver Whitecaps FC um den Ball. Die Partie endete 0:0. (Photo: Getty Images)

 

In der letzten September-Woche kam hoher Besuch in die MLS, und zwar nach Foxborough in Massachusetts, der Heimspielstätte der New England Revolution. Pelé, der brasilianische Jahrtausend-Fußballer, stellte eine Partnerschaft der „Revs“ mit einer Bank vor, für die er selbst seit einigen Jahren Werbung macht. Vor 40 Jahren war Pelé vom FC Santos in die USA gewechselt und hatte als Spieler von New York Cosmos sehr stark zur Entwicklung des Fußballs in Nordamerika beigetragen. „In meiner Zeit haben wir die Förderung des Fußballs gestartet. Inzwischen hat der Fußball in den Vereinigten Staaten ein sehr gutes Niveau erreicht“, sagte Pelé, der später auch mit Franz Beckenbauer, der ebenfalls zu Cosmos kam, zusammen gespielt hat. „Es ist eine Menge gewachsen im hiesigen Fußball“, sagte der Südamerikaner, „und ich bin froh, dass ich dazu einen Teil beitragen konnte.“ Die New England Revolution, bei denen er kurz vor dem 1:4 in New York zu Gast war, haben allerdings keine Chance mehr auf eine Playoff-Teilnahme als Tabellenneunter im Osten (29 Punkte aus 31 Spielen).