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Meister Los Angeles wieder auf Finalkurs

MLS

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20/11/2012

David Beckham wartet, einen Eckstoß für Los Angeles Galaxy gegen Seattle Sounders auszuführen. Das erste Finale der Western Conference gewann LA am 11. November mit 3:0. (Photo: Getty Images)

Titelverteidiger Los Angeles Galaxy ist rechtzeitig in der entscheidenden Meisterschaftsphase wieder in die Favoritenrolle gestürmt. Die Kalifornier mit Superstar David Beckham und Topspielern wie US-Nationalspieler Landon Donovan und dem Iren Robbie Keane, die 2011 den Titel gewannen, spielten nur eine durchschnittliche „reguläre“ Saison und belegten nach 34 Saisonspielen lediglich den achten Platz unter den 19 Teams in der Major League Soccer (MLS). Doch seit dem Start der Playoffs Ende Oktober drehen die Galaktischen wieder auf. Der fünfte Gang wurde eingelegt, die Gegner kommen mit dem LA-Tempo nicht mehr mit.

3:0 gewannen Galaxy das Hinspiel am 11. November gegen die Seattle Sounders in der ersten Auflage des Finales um die Meisterschaft der Western Conference. Im Osten setzte sich in dem ersten Finale, das für das große MLS-Endspiel das Halbfinale bildet, Dynamo Houston ebenfalls souverän mit 3:1 gegen DC United aus Washington durch. Damit kann es am 1. Dezember  zu einer Neuauflage des Endspiels 2011 kommen. Dies entscheidet sich mit den Rückspielen der Conference-Finals am 18. November. Würden Los Angeles und die Texaner aus Houston wirklich um die MLS-Meisterschaft kämpfen, dann hätten es zwei Teams geschafft, die Ende Oktober in der Abschlusstabelle der „regular season“ auf Platz acht und neun standen.

Landon Donovan (Nummer 10) von den Los Angeles Galaxy schießt auf das Tor unter Bedrängnis von Ike Opara von den San Jose Earthquakes. Galaxy gewann das West-Halbfinale mit 3:1. (Photo: Getty Images)

 

LA Galaxy musste einen langen Weg gehen, um wieder zur Klasse der vorigen Saison zurückzufinden. Zunächst musste das Team in das Knockout-Match gegen die Vancouver Whitecaps, also in das Achtelfinale der MLS. Diese Auseinandersetzung mit der besten der drei Mannschaften aus Kanada, die in der MLS antreten, ging mit 2:1 für Galaxy aus. Damit hatte sich Los Angeles für das Viertelfinale gegen die San Jose Earthquakes qualifiziert. Das Heimspiel im Home Depot Center wurde vor 27.000 Zuschauern mit 0:1 verloren, aber im Rückspiel setzten sich Beckham und Co. in Santa Clara vor 10.744 Zuschauern gegen die Quakes mit 3:1 durch. Keane erzielte zwei Treffer, Mike Magee das dritte noch vor der Halbzeit, der Anschlusstreffer Victor Bernadez fiel erst in der Nachspielzeit.

Galaxy stand zum dritten Mal in Serie unter den besten vier Teams der MLS, die LA-Konkurrenten aus San Jose, die ja ebenfalls in Kalifornien beheimatet sind, waren als bestes Teams der „regular season“ gescheitert. Die Mannschaft war als Tabellen-Erster nach 34 Spielen mit dem Supporter‘s Shield geehrt und mit der Qualifikation für die CONCACAF Champions League belohnt worden.

 

Erschütterungen beim Topteam San Jose Earthquakes

Im vorigen Jahr hatte sich diesen „Zwischentitel“ Los Angeles gesichert und war dann auch zur Meisterschaft marschiert. Diesmal wurden die Earthquakes (Erdbeben) von Erschütterungen nicht verschont, auch aufgrund von Verletzungen von Stammspielern verloren sie gegen das erfahrene Team aus LA, das den Eindruck hinterließ, als habe es in vielen Punktspielen nicht mehr getan als nötig. Sehr spannend waren die beiden Viertelfinalspiele zwischen Seattle und Real Salt Lake. Vor 34.941 Zuschauern im CenturyLink Field in Seattle im Bundesstaat Washington trennten sich die beiden Teams 0:0. Im Rückspiel vor 19.657 Zuschauern im Rio Tinto Stadium in Sandy in Staat Utah triumphierte dann das Gästeteam aus Seattle durch ein spätes Tor von Mario Martinez (81. Minute). Seattle stand im Halbfinale. Doch dort folgte die Ernüchterung um das Team mit dem Deutschen Christian Tiffert. Galaxy hatte sich den fünften Gang gefunden und spielte souverän auf im ersten Duell gegen das Westküsten-Team aus dem Norden. Wieder erzielten Keane (zwei) und Magee (eins) die Tore zum 3:0-Erfolg.

 

K.o. für Red Bulls New York gegen Washington

Im Osten musste Vizemeister Houston wie LA auf der anderen Seite des Landes in die Knockout-Partie. Nachdem dieses Achtelfinale mit 2.1 bei Chicago Fire gewonnen worden war, setzten sich die Texaner gegen Sporting Kansas City im Viertelfinale durch – mit einem 2:0 im eigenen BBVA Compass-Stadion vor 20.689 Zuschauern in Houston und einer 0:1-Niederlage vor 20.894 Zuschauern im Livestrong Sporting Park von Kansas City. Im anderen Viertelfinale des Ostens ging es zwischen Washington und New York sehr eng zu. In der US-Hauptstadt konnte DC United den Heimvorteil vor 17.556 Zuschauern im RFK Stadium nicht nutzen und kam gegen die Red Bulls zu einem 1:1. Im Rückspiel in New York vor 14.035 Zuschauern aber schaffte DC United durch ein Nick DeLeon in der 88. Minute den Auswärtserfolg und den Schritt in das Conference-Finale. Diese Partie war am 7. November wegen eines verschneiten Spielfelds um einen Tag verschoben worden.

Torwart Joe Willis von D.C. United klärt den Ball vor Macoumba Kandji von Houston Dynamo im zweiten Ost-Halbfinale, das Houston mit 3:1 gewann. (Photo: Getty Images)

 

DeLeon brachte Washington dann auch im MLS-Halbfinale in Führung gegen Houston, doch die Texaner kamen dann zu Treffern durch Andre Hainault, Will Bruin und Kofi Sarkodie und zu einem 3:1-Polster für das Rückspiel. Kleinere bis größere sportliche Wunder müssten geschehen, damit am 1. Dezember nicht wieder Los Angeles und Houston das Finale bestreiten.

Thierry Henry (links) und Trainer Hans Backe von den Red Bulls winken zur Tribüne, nachdem das Spiel gegen DC United am 7. November wegen Schneefalls verschoben wurde. (Photo: Getty Images)

 

Ausgeschiedene Klubs kümmern sich um ihre Spielerkader für die nächste Saison. Chicago Fire verlängerte den Vertrag mit dem deutschen Ex-Nationalspieler Arne Friedrich (33 Jahre) um ein Jahr. Der Verteidiger wird also nach 23 Spielen weiter für Chicago aktiv sein. „Fire ist sehr professionell geführt mit Ambitionen auf einen Titel“, sagte Friedrich, der in der Bundesliga 246 Spiele für Hertha BSC Berlin und den VfL Wolfsburg bestritten hat und noch bei der WM 2010 in Südafrika das deutsche Trikot trug.