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Titelverteidiger Galaxy mit höchstem Start-Sieg

MLS

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06/03/2013

Mike Magee, in Chicago geboren, früher für New York Red Bulls gespielt, schoss beim 4:0 von Meister Galaxy Los Angeles gegen Chicago Fire drei Tore. (Photo: Getty Images)

Mike Magee war der überragende Spieler zum Auftakt der Major League Soccer (MLS). Die nordamerikanische Profi-Liga, bestehend aus 19 Klubs aus den USA und Kanada, nahm am ersten März-Wochenende 2013 ihren Spielbetrieb wieder auf. Meister Los Angeles Galaxy gewann das Heimspiel gegen Chicago Fire mit 4:0. Der aus Chicago stammende Magee ließ vor 20.104 Zuschauern im Home Depot Center in Carson mit drei Toren (38./68./74. Minute) den Abgang von David Beckham vergessen. Der Engländer hatte Galaxy nach dem zweiten Gewinn des MLS-Titels zum Jahresende verlassen und spielt nun bei Paris St. Germain.

 

Galaxy-Kapitän Robbie Keane erzielte den vierten Treffer (80.) gegen Chicago, das ohne den am Oberschenkel verletzten deutschen Ex-Nationalspieler Arne Friedrich antreten musste. "Es tat mir leid für die Mannschaft, dass ich nicht helfen konnte", schrieb der 33-Jährige bei Twitter: "Wir müssen positiv bleiben, ein Team wächst in schweren Zeiten zusammen. Und wir werden wachsen." Friedrich bestreitet seine zweite Saison im Fire-Team, während mit Torsten Frings ein weiterer deutscher Nationalspieler seine Karriere bei Toronto FC wegen Verletzungsproblemen definitiv beendet hat. Toronto verlor sein Auftaktspiel, das Kanada-Duell, bei den Vancouver Whitecaps mit 0:1 vor 21.000 Zuschauer durch einen Treffer von Gershon Coffie.

Eddie Johnson (Nr.7/links) von Seattle Sounders wird von Hassoun Camara (Nr. 6) von Montreal Impact attackiert, beobachtet von Torwart Evan Bush und Matteo Ferrari (No. 13). (Photo: Getty Images)

 

Ohne den ehemaligen Bundesligaprofi Christian Tiffert verlor Seattle Sounders das Saisondebüt überraschend mit 0:1 gegen Montreal Impact mit dem 36 Jahre alten, italienischen Abwehrchef Alessandro Nesta. Vor 38.998 Zuschauern in Seattle erzielte Davy Arnaud das Siegtor der Kanadier. Damit feierte auch der aus Zürich stammende Schweizer Trainer Marco Schällibaum einen guten Einstand bei Montreal. Irritationen löste die Tatsache aus, dass Tiffert gar nicht mehr im Sounders-Team aufgeführt wurde, weder im Kader noch unter den verletzten Profis. Offenbar will Seattle den ehemaligen Mittelfeldspieler (Kaiserslautern, Duisburg, Stuttgart) los werden, der erst im Juli 2012 einen Vertrag über zweieinhalb Jahre unterschrieben hat. Angeblich soll Platz geschaffen werden für Stürmer Obafemi Martins (UD Levante), der früher auch für Wolfsburg spielte. Tiffert erklärte, mit ihm habe noch keiner aus dem Verein über eine mögliche Trennung gesprochen.

Dreifach-Torschütze Magee noch ohne USA-Einsatz

Von den Spitzenklubs erreichten die New York Red Bulls bei den Portland Timbers trotz einer 3:1-Führung nur ein 3:3. Jamison Olave unterlief sieben Minuten vor Schluss ein Eigentor zum Endstand. Bei Portland spielte der 35-jährige, französische Ex-Nationalspieler Mikael Silvestre mit, der bis zum Sommer 2012 noch bei Werder Bremen unter Vertrag stand. Real Salt Lake gewann durch zwei Tore von Alvaro Saborio mit 2:0 bei den San Jose Earthquakes, dem im vorigen Jahr besten Team in der "regular season". Den zweithöchsten Sieg nach Galaxy gelang Columbus Crew mit einem 3:0 bei Chivas USA.

Ex-Europameister Thierry Henry geht bei New York Red Bulls in seine vierte Saison. Bei den Portland Timbers erreichte der Franzose mit den Bulls zum Auftakt ein 3:3. (Photo: Getty Images)

 

In starker Frühform präsentierte sich Sporting Kansas City. Das beste Team im Osten der vorigen Saison siegte bei Philadelphia Union mit 3:1. Graham Zusi war mit einem Tor und zwei Torlagen der beste Sporting-Spieler. Ein packendes Duell lieferten sich Houston Dynamo und Washington D.C. United. Die defensivstarken Hauptstädter stemmten sich gegen die Niederlage gegen den Vizemeister, bis James Riley in der 79. Minute ein Eigentor erzielte. Dem ehemaligen Frankfurter Ricardo Clark gelang in der Schlussminute das 2:0. Mit 1:0 setzte sich der FC Dallas gegen Colorado Rapids durch.

Bill Hamid von D.C. United hält beim 0:2 gegen Houston Dynamo einen von Brad Davis (nicht im Bild) geschossenen Elfmeter, den Chris Korb (Nr. 22) verursacht hat. (Photo: Getty Images)

 

Beim Start mit neun Spielen und 24 Toren sorgte Magee für den meisten Gesprächsstoff. Los Angeles hinterließ einen ausgezeichneten Eindruck. Trainer Bruce Arena hatte Stürmer Magee schon einmal in New York unter seinen Fittichen gehabt, wo er von 2003 bis 2009 spielte. Nach seinem guten Auftritt gegen Chicago standen plötzlich Fragen im Raum. "Warum hat er nie für Amerika gespielt? Ist er übersehen worden? Hat ihn niemand jemals erwähnt? Warum bekam er keine Chance?", fragte Galaxy-Kapitän Keane. Inzwischen ist Magee 28 Jahre alt. In der MLS war er immer ein zuverlässiger Stürmer, aber ob er noch einmal im US-Nationalteam auftaucht, ist fraglich. Nationaltrainer Jürgen Klinsmann hat im Moment andere Probleme. Die Mannschaft der USA steht aktuell unter erheblichem Druck, ob sie sich für die FIFA Weltmeisterschaft 2014 qualifizieren wird.