Produkte für PKW / Van / 4x4

New content item

MLS wächst: 2. Klub in New York

MLS

 Votes Print
 
24/05/2013
 

Sportlich hat sich nach einem Drittel der Saison 2013 ein sehr spannendes Rennen entwickelt, aber auch abseits der Spielfelder sorgt die Major League Soccer (MLS) in den USA und Kanada für viel Gesprächsstoff. In der Eastern Conference haben die New York Red Bulls eine Erfolgsserie gestartet, umgeben von starken Konkurrenten wie Sporting Kansas City, Houston Dynamo und den Montreal Impact. In der Western Conference hat sich der FC Dallas an die Spitze vor Real Salt Lake und den Portland Timbers gesetzt, Meister Galaxy Los Angeles hält sich wie schon in der "Regular Season" im Vorjahr noch etwas zurück. Doch fast noch größere Schlagzeilen machte die Profifußball-Liga der USA und Kanada durch die Meldungen über ihre wirtschaftlichen Grundlagen.

Sean Franklin von Meister Los Angeles Galaxy im Spitzenspiel bei New Red Bulls am 19. Mai, dass der Titelverteidiger mit 0:1 verlor. (Photo: Getty Images)

 

Eine breite Resonanz in den Medien erfuhr die Tatsache, dass die Continental AG ihren Sponsoring-Vertrag mit der MLS erneuert und gleichzeitig auch noch einen Kontrakt mit dem Fußball-Verband der USA (USSF) abgeschlossen hat. Durch den Vertrag mit mehrjähriger Laufzeit bleibt Continental offizieller Partner und offizieller Reifenlieferant der MLS in den Vereinigten Staaten und Kanada. Neben der Bandenwerbung bei den MLS-Spielen tritt das Unternehmen bei Veranstaltungen wie dem MLS All-Star Game und dem MLS Cup durch weitere Aktivitäten in den Vordergrund. Neu ist, dass Continental Tire auch offizieller Sponsor und offizieller Reifenlieferant aller US-Nationalmannschaften wird. Der Vertrag bezieht sich auf die US-Männer, die sehr erfolgreichen US-Frauen sowie wie auf die Junioren-Teams und gilt natürlich auch für die FIFA Weltmeisterschaften sowie die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Die Partnerschaften mit der MLS und der USSF gehören zu den internationalen Kooperationen von Continental im Fußball. In England wurde ein vielbeachteter Vier-Jahres-Vertrag mit dem Fußball-Verband (FA) abgeschlossen, der das das Ausbildungszentrum des Verbandes, den St. George's Park in Brenton upon Trent, betrifft.


 

Beckham als MLS-Klubbesitzer in Miami möglich

Nicht die Kooperation mit Continental und das Spitzenspiel zwischen Ost-Tabellenführer New York Red Bulls gegen Titelverteidiger Los Angeles, das die Bullen am 19. Mai durch ein Tor des Australiers Tim Cahill in der Schlussminute vor 25.200 Zuschauern mit 1:0 gewannen, rückten in den Fokus der Öffentlichkeit. Aufhorchen ließ auch die Nachricht, dass sich die MLS auf Expansionskurs befindet. 2015 soll eine 20. Mannschaft in die MLS kommen - und zwar New York City FC. Hinter dem Klub stehen Manchester City, der englische Meister von 2012, und der Baseball-Rekordmeister New York Yankees. "Dass zwei der weltweit bekanntesten Profiklubs sich in der MLS engagieren, macht uns sehr stolz", sagte Ligachef Don Garber. Die Rivalität zwischen NY City und den Red Bulls in New York soll das Interesse am Fußball noch schüren. Manchester City soll Hauptanteileigner von New York City werden. Der ehemalige Bundesliga-Profi Claudio Reyna, der zwischen 1995 und 1999 für Leverkusen und Wolfsburg  spielte, wird Sportdirektor beim New York City FC. Der 39-Jährige stand bis vor sechs Jahren bei Manchester City noch als Spieler unter Vertrag.

Claudio Reyna, einer der Stars des US-Fußballs, stammt aus New Jersey. Er wird Sportdirektor bei New York City FC und soll ein Team aufbauen. (Photo: Getty Images)

Die positiven Nachrichten um die MLS setzten sich fort. David Beckham sprach drei Tage, nachdem er sein Karriere-Ende als aktiver Fußballer angekündigt hatte, davon, ein Team der MLS übernehmen zu wollen. Nach seinem letzten Spiel am 26. Mai bei Paris St. Germain, wo er erneut eine Meisterschaft gewann, plant er offenbar eine neue Karriere. Beckham, der von 2007 bis Ende 2012 bei Galaxy Los Angeles gespielt und zwei Meistertitel gewonnen hatte, hat die MLS und die Vereinigten Staaten sehr zu schätzen gelernt. Es haben bereits erste Gespräche mit seinen Beratern und seinem Management mit der MLS stattgefunden.

Man werde die Gespräche fortsetzen, um einen geeigneten Standort für einen Beckham-Klub zu finden, sagte ein MLS-Sprecher. Die "Sports Illustrated", die führende Sportzeitschrift Nordamerikas, berichtete, MLS-Vizepräsident Dan Courtemanche habe angedeutet, Beckham wolle einen eigenen Klub gründen und keinen bestehenden übernehmen. Die Zeitung schrieb, der Engländer könne Sonderkonditionen für die Gründung erhalten. Die Kosten sollen 25 Millionen Dollar betragen. Montreal Impact musste vor einem Jahr bei seinem MLS-Einstieg als 19. Team 40 Millionen Dollar zahlen. Und einen Standort hätte Beckham offenbar auch ins Auge genommen, der auch der MLS-Führung sehr gefallen könnte. Miami, die Metropole im US-Bundesstaat Florida, halte Beckham für geeignet.

David Beckham und seine Söhne Brooklyn, Cruz und Romeo Beckham bei den Meisterfeiern von Paris St. Germain am 18. Mai. (Photo: Getty Images)