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Rekordjagd von Portland gestoppt

MLS

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15/07/2013
 

Die Portland Timbers waren auf Rekordjagd. 15 Spiele war das Team aus dem pazifischen Bundesstaat Oregon ungeschlagen. Die viertbeste Serie in der Geschichte der Major League Soccer (MLS) sollte weiter ausgebaut werden. Die Hoffnungen, dem Rekord von 19 Spiele ohne Niederlage von Columbus Crew und dem FC Dallas wieder ein Stück näher zu kommen, waren groß. Doch dann mussten die „Holzfäller“ – Portland hat eine Axt im Klubwappen – nach Columbus reisen. Crew reichte ein Kopfballtor des Venezolaners Bernardo Anor in der vierten Minute, um am 7. Juli mit einem 1:0 das Portland-Team zu schlagen. Für die Timbers war es die erste Niederlage seit der 1:2-Heimpleite gegen Montreal Impact am 9. März. Seitdem hatte Portland sieben Spiele gewonnen und achtmal ein Unentschieden erreicht.

Das Team der Portland Timbers, das 15 Spiele in der Major League Soccer ungeschlagen blieb. (Photo: Getty Images)

Mittelfeldspieler Bernardo Anor von den Columbus Crew. Sein Tor zum 1:0-Sieg stoppte die Erfolgsserie von den Portland Timbers nach 15 Spielen ohne Niederlage. (Photo: Getty Images)

Aber die Tabellenstände in der Fußball-Profiliga der USA und Kanada sind sehr eng, der Kampf um den Einzug in die Playoff-Spiele im Herbst wird noch weiter an Spannung gewinnen. Portland steht trotz der langen Serie nur auf Rang vier der Western-Konferenz mit 30 Punkten aus 18 Spielen. Davor rangieren drei „alte Bekannte“, die seit einigen Jahren das Geschehen erfolgreich prägen. Vorne liegt Real Salt Lake (34 Punkte aus 19 Spielen) vor dem FC Dallas (31 aus 19), Dritter ist Meister Los Angeles Galaxy (30 aus 19). Innerhalb einer Woche kann sich vieles verändern, das Leistungsniveau ist in diesem Jahr sehr ausgeglichen.

Hinter Portland rangiert Vancouver Whitecaps, der kanadische Nachbar von Portland, auf Platz fünf (29 aus 18). Sechster ist Colorado Rapids (27 aus 20), der Meister von 2010, der Montreal zuletzt mit 4:3 und New York mit 2:0 schlug. Dahinter folgt Seattle Sounders, die 24 Punkte holten, aber erst 16 Spiele bestritten haben. Die San Jose Earthquakes (21 aus 20) blieben die negative Überraschung, haben aber noch Chancen, sich noch für die Playoffs zu qualifizieren, wie das 3:2 gegen LA Galaxy am 29. Juni zeigte. Nur das Team von Chivas USA (14 aus 18) sind abgeschlagen. Der in Carson in Kalifornien beheimatete Klub, der mit Deportivo Guadalajara in Mexiko verbunden ist, ist seit 13 Spielen sieglos. Der letzte Sieg gelang mit dem 2:1 über Vancouver am 30. März. Das 1:1 gegen Montreal Impact am 7. Juli war das dritte Remis in Serie und durchaus als Erfolg einzustufen. Vor 18.932 Zuschauern gelang den Kanadiern erst in der 80. Minute durch Patrice Bernier den Ausgleich nach der Chivas-Führung von Eric Avila (55.).

Torwart Andy Gruenebaum von den Columbus Crew wirft sich nach einem Ball im Spiel gegen Meister LOs Angeles Galaxy. Columbus verlor mit 1:2. (Photo: Getty Images)

 

Montreal mit Schällibaum weiter stark

In der Ost-Konferenz führt Montreal Impact weiterhin. Das erst im vorigen Jahr in die MLS aufgenommene dritte Kanada-Team weist 31 Punkte aus 17 Spielen auf. Unter dem Schweizer Marco Schällibaum als Trainer hat Montreal eine neue Stabilität in der Abwehr bekommen. Allerdings wird die Art des Fußballs, die Impact spielt, als unspektakulär beschrieben. Zuletzt kassierte das Team acht Gegentore in drei Spielen, von denen keines mehr gewonnen wurde. Vor dem 1:1 gegen Chivas gab es im Kanada-Duell ein 3:3 gegen Toronto und ein 3:4 gegen Colorado Rapids. Dies war erst die vierte Saison-Niederlage.

Zweiter im Osten ist Sporting Kansas City (30 aus 19) vor den New York Red Bulls (28 aus 19), Philadelphia Union (29 aus 19) und Houston Dynamo (26 aus 18). Sie stehen „über dem Strich“, der zur Teilnahme an den Playoff-Spielen berechtigt. Doch die Endabrechnung steht noch lange nicht an.

Sporting Kansas City unterlag Montreal Impact am 1. Juni zu Hause mit 1:2. 19.470 Fans im Sporting Park sorgten dennoch für großartige Stimmung. (Photo: Getty Images)

 

Für Kansas City schossen Benny Feilhaber, der frühere Profi des Hamburger SV, und Nationalspieler Graham Zusi die Tore zum 2:1-Sieg gegen Chicago Fire, das sich nach drei Siegen erstmals wieder geschlagen geben musste. Bei Fire hat der von dauerhaften Verletzungen geplagte deutsche Nationalspieler Arne Friedrich seine Laufbahn beendet. Chicago liegt auf Platz acht (21 aus 17) im Osten, Sechster ist New England Revolution (24 aus 17), das nach dem schwachen Vorjahr in dieser Saison wieder öfter auftrumpft, vor Columbus Crew. Für die Elf von Trainer Robert Warzycha war der Erfolg gegen Portland der erste Sieg nach drei Niederlagen in Folge. Nach beeindruckenden Leistungen bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft gab Wil Trapp sein Debüt in der MLS. Der Mittelfeldspieler war in der Crew-Startelf neben Chad Barson, Matt Lampson, Danny O'Rourke und dem Sohn des Trainers, Konrad Warzycha, einer von fünf Spielern von Schulen aus Zentral-Ohio. Ein weiterer Spieler, Josh Williams, ist im Nordosten dieses Bundesstaates geboren und aufgewachsen. Auch der nicht eingesetzte Ersatzspieler Ben Speas wurde an der Crew Soccer Academy ausgebildet.

DC aus Washington schwach

„Die Ausbildung wird immer besser in der MLS. Wir haben vom US-Verband aus alle Klubs verpflichtet, Leistungszentren für den Nachwuchs nach dem Vorbild der Bundesliga aufzubauen“, sagt Nationaltrainer Jürgen Klinsmann. Das USA-Team nimmt in den ersten Juli-Wochen am Gold Cup teil, dem internationalen Turnier der CONCACAF-Region. Der US-Verband richtet den Gold Cup selbst aus. Die USA kam zu einem lockeren 6:1 gegen Neuling Belize in Portland. Kanada blamierte sich beim 0:1 gegen Martinique in Pasadena.

Die MLS wird ihre Saison weiter fortsetzen. Im Osten sind nur Toronto FC (13 aus 17) und DC United (10 aus 19) abgeschlagen. Ausgerechnet das Team aus Hauptstadt Washington, wo es viele Fußball-Fans gibt, erlebt erneut eine bemitleidenswerte Saison. Nur zehn Punkte aus 19 Spielen holte DC, lediglich zwei Spiele wurden gewonnen. Die Hoffnungen, bald wieder in der Spitze mitmischen zu können, müssen erneut auf das nächste Jahr verschoben werden.