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Seattle Sounders mit Zuschauer-Rekorden

MLS

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02/10/2013
 

In der heißen Phase beim Kampf um die Play-Off-Plätze rückt in der Major League Soccer (MLS) das Topteam der Seattle Sounders massiv in den Blickpunkt. Das Team von der Westküste hat sich mit einer starken Serie in die Spitzengruppe der Western Conference geschoben. Der erste Titel als nordamerikanischer Meister scheint für Seattle näher zu rücken. Den MLS-Cup hat das Sounders-Team schon gewonnen.

Das Team der Seattle Sounders vor dem 1:1 bei Meister Los Angeles am 21. September 2013 - mit dem Ex-Wolfsburger Martins (unten, 2. von links). (Photo: Getty Images)

 

Seattle, das 2008 als 15. Team in die MLS aufgenommen wurde, aber eine viel längere Tradition besitzt, trennte sich im Spitzenspiel am 29. September mit einem 1:1 von den Red Bulls New York, das damit die Tabellenspitze im Osten behaupten konnte. Zuvor hatte Seattle seine Topform unter dem deutschstämmigen Trainer Sigi Schmid mit einem 1:1 bei Titelverteidiger Los Angeles Galaxy unterstrichen. Der Meister von 2011 und 2012 muss als Vierter der West-Gruppe mit sechs Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten Seattle um die Einzug in die Play-Off-Spiele bangen. Vier Spieltage vor Schluss der "regular season" bezog das Team um Topstar Landon Donovan am letzten September-Wochenende eine 0:1-Niederlage bei den Portland Timbers, dem Nachbarn von Seattle an der Pazifikküste.

 

Vor den beiden Unentschieden gegen die Topteams aus LA und NY hatten die Sounders fünf Siege hintereinander errungen. Spitzenreiter Real Salt Lake wurde 2:0 geschlagen, Chicago Fire mit 2:1 bezwungen, davor gab es drei 1:0-Erfolge gegen Chivas USA, bei den Columbus Crew und im Derby gegen Portland.

Seahawks und Sounders im Century Link Field

Seattle hat eine absolute Sonderstellung im Profi-Fußballs in den USA und in Kanada. Der Klub weist die mit Abstand höchsten Zuschauerzahlen auf, die ein Niveau erreicht haben, das auch in allen großen Ligen Europas ein Spitzenwert wäre. Rund 44.000 Besucher beträgt der Durchschnittsbesuch im Century Link Field, das auch die Spielstätte der Seattle Seahawks ist. Dass sich die Fußball-Mannschaft das Stadion mit dem örtlichen American-Football-Team aus der NFL teilt, ist eine weitere Besonderheit der Sounders.

Die Kapazität des Stadions mit einem verschließbaren Dach ist variabel, durch Öffnung und Schließung der Oberränge. Auch für die meisten Sounders-Partien ist nur eine Öffnung von 38.500 Plätzen vorgesehen, aber immer häufiger wurden 67.000 Sitze bereit gestellt. Beim American Football, wo das Spielfeld schmaler ist, fasst das Stadion 72.000 Zuschauer. Das Century Link Field gilt als das lauteste Stadion der USA, was aber wohl nicht nur an der Konstruktion liegt, sondern an den begeisterungsfähigen Fans.

Seattle ist für seine enthusiastischen Fans in der MLS bekannt. Mit einem Schal von Continental, einem der MLS-Sponsoren, jubelt es sich besonders gut. (Photo: Getty Images)

 

43.144 Zuschauer kamen durchschnittlich pro Spiel im vergangenen Saison in Seattle zu den Sounders-Heimspielen, wobei dieser Wert viel höher läge, wenn bei der Mehrzahl der Partien das Stadion nicht auf 38.500 Besuchern begrenzt worden wäre. Dennoch stellten die Sounders mit dieser gedrosselten Kapazität alle anderen Vereine weit in den Schatten. Meister Los Angeles folgte in der Zuschauer-Tabelle als Zweiter mit durchschnittlich 23.136 Besuchern pro Spiel. Der Schnitt aller Klubs lag bei 18.807.

Tim Cahill erzielte den 1:1-Ausgleichstreffer für New York gegen die Sounders. Der australische Nationalspieler war beeindruckt von der Kulisse von 39.083 Zuschauern in Seattle. "Es ist ein echtes Vergnügen, hier zu spielen", sagte der Offensivspieler, der aus seiner Zeit in der englischen Premier League bei Millwall und Everton eine gute Atmosphäre in den Stadien kennt. Wie ernst es Cahill mit seiner Bemerkung gemeint hatte, dass Fußball in Seattle sehr viel Spaß mache, war nicht exakt zu erkennen. Denn das Spiel wurde in der zweiten Halbzeit von einem schweren Regensturm beeinträchtigt. Aber Cahill gelang das neunte Saisontor für die Red Bulls, bei denen Topstar Thierry Henry wegen einer Verletzung an der Achillessehne fehlte. Brad Evans hatte die Sounders mit dem österreichischen Torwart Michael Gspurning durch einem Elfmeter kurz vor der Halbzeit in Führung gebracht. Seattle verfügt über die beste Heimbilanz der MLS mit zehn Siegen, nur einer Niederlage und drei Remis.

Neun MSL-Spieler kassieren mehr als eine Million Dollar

Dabei ist Clint Dempsey, der vor sieben Spielen aus England von Tottenham zurückkehrte, verletzt. Der Nationalstürmer der USA laboriert an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel. Als er Ende August sein Heimdebüt gegen Portland gab, erreichte Seattle den neuen Zuschauerrekord von 67.385 Fans. Dempsey ist der Spitzenverdiener der MLS. Nach offiziellen Angaben kassiert er 5.038.566 US-Dollar. Und die Sounders betonen, dass sie beim Marketing und Sponsoring noch erfolgreicher wurden, seitdem er die grün-blauen Farben des Klubs trägt.

Acht weitere MLS-Spieler verdienen mehr als eine Million Dollar pro Jahr. Henry (4.350.000) und Cahill (3.625.000) bei New York, Robbie Keane (4.333.333) und Donovan (2.500.000) bei Los Angeles Galaxy, der ehemalige Wolfsburger Profi Obafemi Martins (1.725.000) bei Seattle sowie drei Stürmer von kanadischen Klubs. Dies sind Marco Di Vaio (1.937.508) bei Montreal Impact, Danny Koevermans (1.663.323) bei Toronto FC und Kenny Miller (1.124.992) bei Vancouver Whitecaps.

Das Gehalt vom ehemaligen Leverkusener und Bayern-München-Spieler Donovan wurde durch eine kürzlich erfolgte Vertragsverlängerung für die nächste Jahre auf das Niveau von Dempsey gebracht. In den Play-Off-Spielen könnten die beiden Nationalspieler aufeinandertreffen können. Im vorigen Jahr gewann Los Angeles das Conference-Finale gegen Seattle mit einem 5:2 aus beiden Spielen. 2013 stehen die Chancen der Sounders offenbar besser.

Clint Dempsey (links), Kapitän der US-Nationalmannschaft, und Seattle-Trainer Sigi Schmid bei der Vorstellung von Dempsey Anfang August. (Photo: Getty Images)