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Favoriten scheitern - Neuer MLS-Meister gesucht

MLS

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12/11/2013
 

Das Rennen um den Titel der Major League Soccer (MLS) spitzt sich nach einem überraschenden Favoritensterben weiter zu. Im Kampf um die nordamerikanische Fußball-Meisterschaft sind nur noch vier Mannschaften vertreten, die nach einer zweiwöchigen Länderspiel-Pause die in diesem Jahr sehr spannende Titel-Entscheidung am 23. November wieder aufnehmen: Real Salt Lake und Portland Timbers stehen sich in den Finalspielen der Western Conference gegenüber, Houston Dynamo und Sporting Kansas City ringen um den Sieg in der Eastern Conference.

Olmes Garcia (Nr. 13) von Real Salt Lake feiert den Sieg über Los Angeles Galaxy mit Juninho (Nr. 19) im Halbfinale der Western Conference der MLS. (Photo: Getty Images)

 

Im Westen hat sich Real Salt Lake bereits am 10. November mit dem 4:2 gegen Portland ein gutes Polster für den Einzug in das Endspiel um die MLS-Meisterschaft zugelegt. Houston und Sporting trennten sich im Halbfinal-Hinspiel mit 0:0 (9. November): Anders als im Westen war diese Partie im Osten ein wenig attraktiver "Zermürbungskrieg" wie die große Sportzeitschrift der USA, "Sports Illustrated", schrieb.  

Am 7. Dezember wird im Endspiel zwischen den beiden Conference-Siegern ein neuer Meister gesucht. Denn Los Angeles Galaxy, der Titelgewinner von 2012 und 2011, wurde von Real Salt Lake entthront. Nach einem 1:0 im Hinspiel im West-Halbfinale (3. November) unterlagen die Kalifornier im Rückspiel in Utah (7. November) nach Verlängerung mit 0:2. Doch das war nicht die einzige Sensation, denn zuvor waren die New York Red Bulls auf der Strecke geblieben. Die Red Bulls hatten den Supporter's Shield gewonnen, die Auszeichnung für das erfolgreichste Team nach der "regular season". Nach einem tollen Schlussspurt der Saison mit 34 Spielrunden hatte New York den ersten Platz belegt.

New Yorks Schlussspurt auf Platz eins folgte das Aus

Das Team gingen als klarer Favorit in das Ost-Halbfinale, auch es im letzten Spiel der regulären Saison gegen Houston Dynamo am 21. Oktober mit 3:0 klar gewonnen hatte. Doch die Texaner erreichten ein 2:2 in New York (am 3. November) und siegten im Rückspiel mit 2:1 (6. November). Damit war New York, der Tabellenführer nach 34 Ligaspielen von Houston gestoppt, das in der Endwertung  des Supporter's Shield Race nur Platz neun belegt hatte. In den letzten elf Jahren hat nur zweimal die Mannschaft, die die beste vor den Play-Off-Spielen war, den MLS-Titel gewinnen können. Aber auch in diesem Jahr kann sich New York wenigstens damit trösten, sich durch den ersten Platz die Teilnahme an der Champions League im CONCACAF gesichert zu haben.

Mittelfeldspieler Graham Zusi ist einer der Leistungsträger bei Sporting Kansas City, das im Hinspiel der Eastern Conference der MLS, 0:0 gegen Houston spielte. (Photo: Getty Images)

 

Mit der Ausscheiden des Galaxy-Teams wurde allerdings nicht die Reihenfolge aus der "regular season" durcheinander gebracht. Während New York in der kompletten Tabelle aller 19 MLS-Mannschaften den ersten Platz - und damit logischer Weise auch Sieger der Ost-Conference geworden war - belegte Los Angeles im Westen nur Rang drei hinter den Portland Timbers und Real Salt Lake und war in der Gesamttabelle Fünfter.

Chris Schuler (Nr. 28/Real Salt Lake und Jose Adolfo Valencia (Nr. 20/ Portland Timbers) kämpfen im Final-Hinspiel der Western Conference der MLS um den Ball. (Photo: Getty Images)

 

In der K.o.-Runde, der ersten Entscheidung der Play-Off-Partien, trafen jeweils der Vierte und der Fünfte aus den Conference-Wertungen aufeinander. In diesen Fällen entscheidet nur ein Spiel. Im Westen gewann Seattle Sounders mit 2:0 gegen Colorado Rapids, dem Meister von 2010. Im Osten setzte sich Houston mit 3:0 gegen Montreal Impact durch. Das kanadische Team, das in der "regular "season" lange die Spitzenposition eingenommen hatte, leistete sich ein Schwächephase im September und Oktober und erreichte in der Gesamtwertung des Supporter's Shield nur Rang Elf. San Jose Earthquake, das sechstplazierte Team aus dem Westen, war nach Punkten besser als Montreal, aber da sich aus jeder Conference nur die besten fünf Teams qualifizieren, war für die Kalifornier die MLS-Saison beendet.

Tally Hall, Torwart von Houston Dynamo, hielt beim 0:0 im Final-Hinspiel der Eastern Conference der MLS gegen Sporting Kansas seinen Kasten sauber. (Photo: Getty Images)

Viele Stars schauen nur noch zu

Seattle traf nach dem Sieg gegen Colorado im Halbfinale des Westens auf Portland. Der Klub mit den besten Zuschauerzahlen der MLS verlor beide Spiele, zu Hause vor 38.507 Zuschauern mit 1:2 (2. November), das Auswärtsspiel des Nordpazifik-Derbys dann mit 2:3 (7. November). Eine enge Entscheidung vollzog sich zwischen Sporting Kansas City und New England Revolution. Die "Revs" gewannen zu Hause in Foxborough mit 2:1  (2. November), im Rückspiel in Missouri revanchierte sich Sporting mit einem 3:1 und zog ins Conference-Finale ein.

Mit dem Favoritensterben bei den Teams werden auch viele Topstars bei der MLS-Entscheidung nur noch zuschauen. Clint Dempsey, Topstar der Liga und Kapitän des US-Nationalteams, der im Sommer von Tottenham in die USA zurückkehrte, scheiterte wie Obafemi Martins mit Seattle. Auch Landon Donovan, der als ehemaliger Profi von Bayer Leverkusen, Bayern München und des FC Everton wohl noch immer der bekannteste MLS-Spieler in Europa ist, schied wie der irische Nationalkapitän Robbie Keane mit Los Angeles aus.

Mit New York traf es den Franzosen Thierry Henry und den Australier Tim Cahill, der nach Topleistungen in den vorigen Monaten in Big Apple zum populärsten Spieler geworden ist.

Am 23. November geht es mit dem Rückspiel des Ost -Finales Kansas City gegen Houston weiter, am 24. November folgt die zweite Auflage des West-Endspiels zwischen Portland und Salt Lake. Dazwischen liegen Test-Länderspiele der Nationalmannschaften in Europa. Die USA treten in Schottland und in Österreich an, Kanada spielt in Tschechien und Slowenien. Die Nationalspieler, die nicht mehr in der MLS beschäftigt sind, wurden zu den Partien eingeladen.