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Salt Lake und Kansas im MLS-Finale

MLS

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04/12/2013
 

Mit Real Salt Lake und Sporting Kansas City bestreiten zwei der konstantesten Mannschaften der Major League Soccer (MLS) das Finale um den MLS-Cup. Beide Teams waren bereits einmal Meister in der nordamerikanischen Profifußball-Liga und nehmen seit vielen Jahren meist an den Playoffs teil. Kansas City, das damals noch dem Namen Wizards trug, siegte im Jahr 2000 in Washington gegen Chicago Fire. Der aktuelle Sporting-Trainer Peter Vermes war vor 13 Jahren beim 1:0 im Endspiel dabei. Salt Lake gewann die Meisterschaft 2009 in Seattle nach einem Erfolg über Los Angeles Galaxy im Elfmeterschießen. Bei der 18. Auflage des MLS-Endspiel um den Titel am 7. Dezember wird der Nachfolger des zuletzt zweimal mit Meisterehren versehenen Teams von LA Galaxy gesucht. Das Finale wird in Kansas City ausgetragen, womit ein Vorteil auf Sporting liegt.

Dom Dwyer (Nummer 14) und Benny Feilhaber (Nummer 10) von Sporting KC feiern den 2:1-Siegtrffer gegen Houston Dynamo mit Andrew Driver (Nummer 20). (Photo: Getty Images)

 

Benny Feilhaber ist eine der tragenden Säulen der Sporting-Mannschaft, die sich nach dem 0:0 im Hinspiel mit einem 2:1 im Finale der Eastern Conference gegen Houston Dynamo für das Endspiel qualifizierte. Real Salt Lake gewann nach dem 4:2 gegen die Portland Timbers auch das Finalrückspiel der Western Conference auswärts mit 1:0.

Benny Feilhaber im Sommer 2006 im Trikot des Hamburger SV. Neun Bundesligaspiele und 49 Partien für HSV II bestritt der US-Amerikaner. (Photo: Firo/Augenklick)

Ex-Hamburger Feilhaber im Kansas-Team

Der 28-jährige Feilhaber spielt für den Hamburger SV in der Bundesliga und für Derby County in der Premier League sowie in Dänemark für Arhus GF. Seit 2010 prägt der Mittelfeldspieler das Geschehen in der MLS mit, zunächst bei den New England Revolution. Im Dezember 2012 wechselte der in Rio de Janeiro geborene US-Amerikaner, der bis zum siebten Lebensjahr in Brasilien aufwuchs, in den Mittleren Westen nach Kansas. Zusammen mit Oriel ("Uri") Rosell, einem 21-jährigen Spanier aus der Schule des FC Barcelona, organisiert Feilhaber das Mittelfeldspiel von Sporting.

"Ich glaube, dass ich ein Spieler bin, der mit seiner Erfahrung ein Spiel ganz gut lesen kann", sagte Feilhaber bei einer Pressekonferenz in Kansas. "Uri und ich versuchen, den Rhythmus der Mannschaft zu bestimmen und den Zeitpunkt zu finden, wann wir Druck auf den Gegner machen und wann wir auch einmal das Spiel verlangsamen."

Coach Vermes lobte Feilhaber, der 2006/07 neun Bundesligaspiele für Hamburg und von 2005 bis 2007 49 Partien im zweiten Hamburger Team absolvierte. Benny wäre ein Spieler, der sich besonders in der zweiten Jahreshälfte sehr gesteigert habe, eine ausgezeichnete Fitness aufweise und in der Lage sei, auch "tödliche Pässe" zu spielen, erklärte Vermes.

Feilhaber entschied sich gegen Österreich

"Wir stehen vor einer großen Aufgabe", sagte Feilhaber zur ersten Finalteilnahme für Kansas seit 2007. Schon einmal stand der frühere Premier-League-Profi, der 2007/08 für den damaligen Aufsteiger Derby zehn Spiele machte, groß im Blickpunkt des US-Fußballs. 2007 schoss Feilhaber die Nationalmannschaft der USA beim Gold-Cup zum Turniersieg. Dem HSV-Spieler gelang gegen Mexiko der Treffer zum 2:1-Sieg, der den vierten Titelgewinn bei der Kontinentalmeisterschaft des CONCACAF-Verbandes bedeutete.

Da Feilhabers Großvater aus Österreich stammt, wurde er 2005 vom Andreas Herzog, dem damaligen Co-Trainer der Austria-Nationalmannschaft, angesprochen, ob er nicht die österreichische Staatsbürgerschaft annehmen wolle. Feilhaber, der mit guten Leistungen im US-Team bei der U-20-Weltmeisterschaft aufgefallen war, schien nicht abgeneigt. Er hatte zu diesem Zeitpunkt einen Drei-Jahres-Vertrag beim HSV unterschrieben. Doch Feilhaber entschied sich schließlich, doch weiter für den US-Fußballverband zu spielen.

 

Im Juli gewann Sporting mit 2:1 in Salt Lake

Real Salt Lake, das Team aus Utah, war nach der "regular season" nur auf Platz vier platziert hinter New York, Kansas und Portland. Aber da die Mannschaft aus Utah gegen Portland seine gute Serie fortsetzte, zog sie ins Endspiel ein. Insgesamt gewann Salt Lake in diesem Jahr viermal gegen die Timbers. Real-Coach Jason Kreis führte die Mannschaft schon vor vier Jahren zur MLS-Meisterschaft.

In diesem Jahr sind sich die beiden Finalisten schon einmal begegnet, am 20. Juli im mit 20.000 Zuschauer ausverkauften Rio-Tinto-Stadion in Sandy/Utah. Sporting gewann das heiß umkämpfte Spiel mit 2:1 dank eines Tores von Ike Opara in der 97. Minute. In der hart geführten Partie gab es sechs gelbe Karte und eine gelb-rote für Real-Spieler Chris Wingert.

Vor dem Endspiel gab es mehrere Entwicklungen, die auf die wachsende Attraktivität der MLS hinweisen. David Beckham bekräftigte erneut sein Interesse, ein neues MLS-Team in Miami zu gründen. Zudem erklärten die Besitzer der Vereine Sacramento Republic und Orlando City Soccer, dass sie aus der unteren USL in die MLS wechseln wollten. Auch in New York bleiben interessierte Kreise dabei, neben den Red Bulls einen FC New York zu etablieren. MLS-Chef Don Garber sagte, das Ziel sei es, die derzeit 19 Mannschaften umfassende MLS bis 2020 auf 24 Vereine zu erweitern.

Darlington Nagbe (Nummer 6) von den Portland Timbers im Zweikampf mit Luis Gil (Nummer 21) von den Real Salt Lake, die die Partie mit 1:0 gewinnen. (Photo: Getty Images)