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Toronto beim MLS-Auftakt mit neuer Stärke

MLS

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17/03/2014
 

Er besitzt das Format, der Topstar der Major League Soccer (MLS) zu werden und eventuell eines Tages Landon Donovan abzulösen. Michael Bradley ist nach acht Jahren, in denen er als Profi bei Topklubs in Europa spielte, ein neues Aushängeschild der Profi-Liga in den USA und Kanada. Der 26-jährige Mittelfeldspieler schloss sich im Januar dem kanadischen Klub FC Toronto an und war am 15. März im Topspiel einer der herausragenden Spieler. Toronto, das in den vergangenen Jahren die Erwartungen nie erfüllen konnte, gewann das Topspiel bei Seattle Sounders mit 2:1. Jermain Defoe, der englische Nationalspieler, der ebenfalls vor der Saison verpflichtet wurde, erzielte die beiden Tore für Toronto vor 38.441 Zuschauern. "Das ist ein starkes Debüt für Jermain und mich in diesem Team. Es ist zwar erst ein Spiel, aber mit der großartigen Mentalität dieser Mannschaft können wir sicher etwas erreichen", sagte Bradley. Sein Einsatz war lange in Frage gestellt, weil er sich beim 0:2 des US-Nationalteams im WM-Test gegen die Ukraine auf Zypern (5. März) am Fuß verletzt hatte. 

Michael Bradley, Star der Major League Soccer und des US-Nationalteams, auf dem 86. Stock des Empire State Building in New York City. Bradley spielt für Toronto FC. (Photo: Getty Images)

 

Toronto schob sich mit dem Auswärtssieg an der Pazifikküste in die Rolle eines Geheimfavoriten für den Titelgewinn am Ende des Jahres 2014. Denn Seattle, der Klub mit den höchsten Zuschauerzahlen in der MLS, hatte in der Woche zuvor die Partie zur Saisoneröffnung gegen den amtierenden Meister Sporting Kansas City vor 39.420 Zuschauern mit 1:0 gewonnen und damit seine eigene Stärke demonstriert - allerdings fiel der Siegtreffer von Chad Barrett erst in der vierten Nachspielminute. Gegen Toronto hatten die Seattle-Fans im Century-Link-Field-Stadion erst in der 68. Minute wieder Grund zum Jubeln, als Clint Dempsey die Gastgeber auf 1:2 heranbrachte. Die beiden Defoe-Treffer waren in der ersten Halbzeit gefallen. US-Nationalspieler Dempsey war in der vorigen Saison für fünf Millionen Euro, der höchsten Ablösesumme, die ein MLS-Klub jemals zahlte, aus der Premier League von Tottenham geholt worden. Nach dem Abschluss des MLS-Spieljahres Anfang Dezember 2013 wurde er an den FC Fulham ausgeliehen. Rechtzeitig zum MLS-Start war der 31-Jährige wieder bei den Sounders.

Startniederlagen für LA Galaxy und die New Yorker Bullen

Vor dem Aufeinandertreffen gegen Toronto beherrschte das Duell Dempsey-Bradley die Schlagzeilen. In der Nationalmannschaft der USA gehören die beiden zu den Leistungsträgern, die gemeinsam bei der FIFA Weltmeisterschaft 2014™ in der Gruppe gegen Ghana, Portugal und Deutschland in das Achtelfinale einziehen wollen. Doch Dempsey wurde im zweiten Saisonspiel von Seattle von den beiden neuen Toronto-Stars in den Schatten gestellt. Defoe war erst am 1. März von Tottenham geholt worden. Mit dem aus London stammenden Stürmer sowie Bradley, der ab 2006 in Europa für den SC Heerenveen, Borussia Mönchengladbach, Aston Villa, Chievo Verona und den AS Rom gespielt hatte, und dem brasilianischen Torwart Julio Cesar holte Toronto gezielt drei Topprofis. Der Klub, bei dem bis zum Beginn des vorigen Jahres der deutsche Ex-Nationalspieler Torsten Frings unter Vertrag stand, will endlich in die MLS-Spitze zurückkehren. Im vorigen Jahr war in Montreal Impact einem anderem Kanada-Team ein großer Leistungssprung gelungen. Zu Beginn der neuen Saison musste Montreal aber zwei Niederlagen gegen FC Dallas (2:3) und Houston Dynamo (0:1) akzeptieren.

Tony Cascio (links) von Houston Dynamo versucht, die New-England-Profis Teal Bunbury (Nr. 10) und Chris Tierney (Nr. 8) auszuspielen. Houston gewann 4:0. (Photo: Getty Images)

 

Zum Auftakt der MLS-Saison am 8./9. März überraschte nicht nur die Niederlage von Meister Kansas City. Auch der mit 4:1 hoch ausgefallene Sieg der Vancouver Whitecaps gegen die New York Red Bulls vor 32.100 Zuschauern erfolgte unerwartet, ebenso die Heimniederlage von Los Angeles Galaxy mit 0:1 gegen Real Salt Lake (25.534 Zuschauer). Am ersten Wochenende musste Toronto noch nicht antreten. Titelverteidiger Kansas gelang auch am zweiten Spieltag kein Sieg. Vor 19.431 Zuschauern im eigenen Stadion musste sich Sporting mit einem 1:1 gegen den FC Dallas zufrieden geben. Unter der Woche hatte Kansas aber in der Champions League (für Mittel- und Nordamerika) sein Heimspiel gegen Cruz Azul ebenso mit 1:0 gewonnen wie LA Galaxy gegen Club Tijuana.

Landon Donovan von Los Angeles Galaxy setzt zum Volleyschuss an im Viertelfinale der CONCACAF Champions League gegen Club Tijuana (1:0). (Photo: Getty Images)

 

New York musste nach der hohen Auftaktniederlage gegen Vancouver im zweiten Spiel vor 20.542 Zuschauern im eigenen Stadion ein 1:1 gegen Columbus Crew akzeptieren. Höhepunkt des Spiels war das herrliche Flugkopfball-Tor von "Oldie" Henry Thierry. Spektakulär war die Partie zwischen San Jose Earthquakes undd Real Salt Lake, das 3:3 endete (10.525 Zuschauer). Noch nicht im Kader bei San Jose stand der deutsche Ex-Nationalspieler Andreas Görlitz, der Anfang März einen Vertrag bei San Jose unterzeichnet haben soll.