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Donovan glänzt zum Karriere-Abschluss

MLS

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29/08/2014
 

Gut zwei Drittel der laufenden Saison der Major League Soccer (MLS) bestimmte das Überraschungsteam DC United viele Schlagzeilen im nordamerikanischen Profi-Fußball. Die Mannschaft aus der Hauptstadt Washington stieß nach Jahren mit mäßigen Ergebnissen wieder in die Spitze vor. Aber am 25. Spieltag folgte die Ernüchterung, sie war eng mit dem Namen Landon Donovan verknüpft. Der 32 Jahre alte Topstar des US-Fußballs läuft in den letzten Wochen seiner großartigen Karriere zur Bestform auf. Die ersten drei Tore bereitete der offensive Mittelfeldspieler beim 4:1 (3:0) im Spitzenspiel für Los Angeles Galaxy gegen DC United am Mittwoch (27. August) glänzend vor, den Schlusspunkt setzte er mit einem verwandelten Elfmeter selbst. 

Landon Donovan (Mitte) vor dem Topspiel gegen DC United mit Geschenken zu seinem Abschied zum Ende der Saison. Danach führte er Los Angeles Galaxy zum 4:1-Sieg. (Photo: Getty Images)

 

Kurz vor dem Spiel war Donovan, der einst für Leverkusen und Bayern  München in der Bundesliga und für Everton in der Premier League gespielt hatte, von Nationaltrainer Jürgen Klinsmann zum Test-Länderspiel am 10. Oktober in East Hartford (Connecticut) gegen Ecuador eingeladen worden. Es wird Donovans großer Abschied aus der US-Auswahl, in der 156 Mal spielte und mit 57 Toren Rekordschütze ist. Für die FIFA Weltmeisterschaft war er aber von Klinsmann nicht nominiert worden, was zu heftigen Diskussionen geführt hatte.

Als wolle Donovan nachträglich zeigen, dass Klinsmann mit seiner Entscheidung nicht richtig gelegen habe, präsentiert er sich seit Wochen in Glanzform. Am Ende der Saison wird er seine Fußballschuhe an den Nagel hängen, Galaxy soll er in anderer Rolle erhalten bleiben. „Donovan hat eine massive Rolle in der amerikanischen Fußball-Aufstieg gespielt“, beschrieb das renommierte Magazin „Sports Ilustrated“ die große Bedeutung des Kaliforniers. Den Wert für seine Mannschaft zeigte er im StubHubcenter in Carson (Kalifornien) gegen DC United. Los Angeles, Meister der Jahre 2011 und 2012, wies die Hauptstädter deutlich in die Schranken wie in den sechs Wochen zuvor New England, Seattle, Portland, San Jose und Vancouver.

DC United so gut wie seit Jahren nicht mehr

„Mir ist sehr klar, dass es nicht mehr viele Chancen habe, mcih in so guter Form zu zeigen“, sagte Donovan. „Meine Entscheidung, mich zurückzuziehen und nun so gut zu spielen sind eng verbunden. Ich habe mir allen Druck genommen und kann nun meine besten Leistungen zeigen“, erklärte er. Dank ihm baute das schwer in das Spieljahr gestartete Galaxy-Team seine ausgezeichnete Serie auf 16 Spiele mit nur einer Niederlage aus. Damit rückte der vom ehemaligen US-Nationaltrainer Bruce Arena betreute Klub auf Rang drei der Gesamttabelle (Western- und Eastern Conference zusammen) vor. Spitzenreiter sind die Seattle Sounders, auf Rang zwei folgt DC United.

Alan Gordon (links) - hier im Zweikampf mit Lewis Neal - traf nach 67 Sekunden beim 4:1 im Spitzenspiel gegen DC United für Los Angeles Galaxy. (Photo: Getty Images)

 

Die Mannschaft aus Washington liegt in der Tabelle der Eastern Conference auf Platz eins (43 Punkte/25 Spiele) vor Meister Sporting Kansas City (42/24). Am 24. Spieltag hatte das United-Team die Toppartie in Kansas mit 3:0 gewonnen und seine Anwartschaft auf das Erreichen der Playoffs unterstrichen. In den letzten sechs Jahren war dies dem viermaligen Meister aus der MLS-Startphase nur 2012 gelungen. Mit dem Erfolg in Kansas durch die beste Leistung seit vielen Jahren übernahm DCU von Sporting die Tabellenführung in der Ost-Gruppe. Doch vier Tage später wurde United von Galaxy mit Donovan entzaubert.

Der Engländer Bradley Wright-Phillips (New Red Bulls) ist nach dem 25. Spieltag mit 20 Treffern der beste MLS-Torschütze vor Dom Dwyer (Kansas City/16 Tore). (Photo: Getty Images)

 

In der Eastern Conference folgt hinter DC United und Kansas mit dem FC Toronto (33/23) schon etwas abgeschlagen das bisher beste Team aus Kanada, dahinter lauern Columbus Crew (33/25) und die New York Red Bulls (31/24), aber die Rangfolge ist so dicht, dass sich bis zum Schluss der „Regular Season“ Ende Oktober noch vieles verschieben kann. Das Team New England Revolution (30/24) als Sechster und Philadelpia Union (30/25) als Siebter bedrängen als New York. Fünf Teams qualifizieren sich für die K.o.-Spiele um den Titel 2014. Chicago Fire (26/24) und Houston Dynamo (25/24) haben die Hoffnung noch nicht aufgeben. Chancenlos ist indes schon Montreal Impact (17/24), das nach der guten Vorsaison krass abgefallen ist.

New England, die Mannschaft aus Foxborough in der Nähe von Boston, hat sich in der letzten August-Woche mit dem ehemaligen Schalker Jermaine Jones verstärkt. Beim Wechsel des US-Nationalspielers, der auch Länderspiele für Deutschland bestritten hat, von Besiktas Istanbul nach Massachusetts wurde der 32-Jährige von Klinsmann ermutigt. Jones soll bis Ende 2015 bleiben mit der Option auf ein weiteres Jahr.

In der Western Conference führen die Seattle Sounders (45/24) vor Los Angeles (43/24), dem FC Dallas (42/25), Real Salt Lake (42/25) und den Vancouver Whitecaps (33/24). Auch in dieser Wertung, nach der ebenfalls fünf der zehn Playoff-Plätze vergeben werden, geht es eng zu. Auch die Portland Timbers (31/25) und die Colorado Rapids, Meister von 2011, haben noch Chancen, während es der langjährige Spitzenklub San Jose Earthquake zusammen mit dem MLS-Mauerblümchen Chivas USA schwer haben dürfte, die Entscheidungsspiele um den Titel im November noch zu erreichen.

Torhüter Stefan Frei (links) von den Seattle Sounders FC wehrt einen Schuss von Atiba Harris von den San Jose Earthquakes ab. San Jose gewann das Heimspiel mit 1:0. (Photo: Getty Images)