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Jones und New England dicht vor dem Finale

MLS

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25/11/2014
 

Mit Hochspannung und einem aus Deutschland stammenden Topstar treibt die 19. Saison der Major League Soccer (MLS) ihrer Entscheidung entgegen. Jermaine Jones, der gebürtige Frankfurter, der sieben Jahre für Schalke 04 spielte, ist der Mann der Stunde in der nordamerikanischen Profifußball-Liga. Der 33-Jährige, der früher für die deutsche Nationalmannschaft spielte, ehe er in das USA-Team wechselte, hat die New England Revolution zu neuer Blüte geführt. Die „Revs“ stehen nach drei Jahren, in denen sie nicht die Playoff-Spiele der besten zehn Teams erreichten, dicht vor dem Finaleinzug. 

Jermaine Jones jubelt über sein Tor zum 2:1-Sieg von New England Revolution im Ost-Conference-Finale bei den New York Red Bulls. (Photo: Getty Images)

Harte Zweikämpfe lieferte sich Jermaine Jones (links) mit Thierry Henry, dem französischen Welt- und Europameister. (Photo: Getty Images)

Im Endspiel der „Eastern Conference“ gewann New England das Hinspiel beim Rivalen New York Red Bulls am vorletzten November-Wochenende mit 2:1. Jones, der nach der Weltmeisterschaft in Brasilien von Besiktas Istanbul in die MLS gewechselt war, erzielte den Siegtreffer gegen die vom Franzosen Thierry Henry angeführten New Yorker in der 85. Minute, nachdem er in der 17. Minute das Führungstor von Teal Bundury vorbereitet hatte.

Mit einem Erfolg im Rückspiel im eigenen Stadion in Foxborough (Massachusetts) am 29. November kann New England zum fünften Mal in das Finale um die Meisterschaft einziehen. Gegner am 7. Dezember wäre Los Angeles Galaxy oder die Seattle Sounders.

 

Im ersten Endspiel um die West-Meisterschaft, das für den MLS-Gesamtsieg das Halbfinale bildet, setzte sich Los Angeles in einem der letzten Spiele von US-Superstar Landon Donovan mit 1:0 durch. Das zweite Spiel findet am 30. November in Seattle statt. Das Team um dem ehemaligen Premier-League-Profi Clint Dempsey hatte den Supporter’s Shield gewonnen, die Auszeichnung für das beste Team nach 34 Spielen der „regular season“, nach der die zehn Playoff-Plätze vergeben werden.

MLS-Finale in Los Angeles oder Seattle

Los Angeles wurde Zweiter in der Gesamtwertung aus Ost- und West-Conference, DC United aus Washington Dritter, Real Salt Lake Vierter. New England belegte Platz fünf in der Gesamttabelle, New York war nur Achter. Damit steht fest, dass das Endspiel am 7. Dezember entweder in Los Angeles oder Seattle ausgetragen wird. Die Regel besagt: Das MLS-Cup-Finale wird zwischen den beiden Siegern der Conference-Finals im Stadion der in der Gesamttabelle höherplatzierten Mannschaft und ohne Rückspiel ausgetragen.

Perfekte Schusshaltung und Werbung für die MLS: Peguy Luyindula von den New York Red Bulls schießt auf das Tor von New England Revolution. (Photo: Getty Images)

 

New England Revolution, rund 35 Kilometer von Boston beheimatet, war Zweiter des Ostens und setzte sich im Viertelfinale für den MLS-Cup (die Trophäe für den Meister) gegen Columbus Crew (4:2 und 3:1) aus. Das Hauptstadtteam DC United, das die beste Saison seit langem bestritten hatte, scheiterte im Viertelfinale an New York, das zuvor schon den Vorjahresmeister Sporting Kansas City eliminiert hatte, mit 0:2 und 2:1. Herausragender Spieler der Red Bulls ist der englische Stürmer Bradley Wright-Phillips, der 27 Tore in 34 Spielen erzielte und damit den Goldenen Schuh vor Dom Dwyer (Kansas/22) und dem irischen Nationalspieler Robbie Keane (Los Angeles/19) gewann. Wright-Phillips ist für das zweite Halbfinale bei New England gelbgesperrt.

Der irische Nationalstürmer Robbie Keane (rechts) beim 1:0-Sieg von LA Galaxy im West-Confererence-Endspiel gegen Zach Scott von den Seattle Sounders. (Photo: Getty Images)

 

Vor dem ersten Teil der Conference-Endspiele hatten die Fußballsfans in den USA zwei Enttäuschungen zu verarbeiten. Die Nationalmannschaft verlor die Testspiele gegen Kolumbien in London mit 1:2 und gegen Irland in Dublin mit 1:4. Nationaltrainer Jürgen Klinsmann liegt seit einiger Zeit mit dem MLS-Verantwortlichen im Clinch, weil er eine bessere Abstimmung zwischen den Interessen der Nationalmannschaft und der MLS-Klubs fordert..

Chivas USA scheidet aus - Orland und NY City kommen hinzu

Für die MLS-Saison 2015 steht fest, dass einige Änderungen eintreten werden. In diesem Jahr nahmen 19 Teams an der Meisterschaft teil. Im kommenden Jahr werden es 20 sein. Orlando City SC (Florida) und New York City FC, ein Partnerverein des englischen Meisters Manchester City, kommen hinzu. Allerdings wird Chivas USA nach zehn Jahren den Spielbetrieb aufgeben. Der Verein, ursprünglich eine Tochter des mexikanischen Klubs Deportivo Guadalajara, spielte im gleichen Stadion in Carson (Kalifornien) wie Los Angeles Galaxy, wies aber seit längerem die geringsten Zuschauerzahlen der MLS (unter 10.000 im Durchschnitt) auf. Die MLS, die den Klub im Februar vom Mexikaner Jorge Vergara übernommen hatte, entschied sich im Oktober zur Schließung von Chivas USA. 2017 soll aber ein neuer Klub aus Los Angeles - neben dem viermaligen Meister Galaxy - in Kalifornien installiert werden. Mit der Erhöhung auf 20 Mannschaften in 2015 wird eine neue Konferenz-Zusammensetzung vorgenommen. Für 2017 ist zudem die Aufnahme eines Teams aus Atlanta geplant. Wann David Beckham mit einer Mannschaft aus Miami an den Start gehen kann, ist noch ungewiss.