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Galaxy zum Donovan-Abschied wieder Meister

MLS

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08/12/2014
 

Los Angeles Galaxy hat zum fünften den Meistertitel der nordamerikanischen Profifußball-Liga MLS gewonnen. Zum Abschluss der großen Karriere von Landon Donovan setzte sich der Favorit in der Nacht von Sonntag auf Montag (7./8. Dezember) mit 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung gegen New England Revolution mit dem Ex-Schalker Jermaine Jones durch. „Galaxy hatte den großen Vorteil, das Endspiel zu Hause auszutragen. Es ist eine wirklich gute Mannschaft, aber wir haben das Spiel lange offen gehalten“, sagte Jones, der im August nach der Weltmeisterschaft in Brasilien in die Major League Soccer (MLS) gewechselt war und viel dazu beigetragen hatte, dass die „Revs“ zum fünften Mal in das Finale einzogen. Allerdings konnte das Team aus der Nähe von Boston die schwarze Serie der Endspiel-Niederlagen nicht beenden. 

Omar Gonzalez, Juninho and Landon Donovan (von links nach rechts) feiern das 2:1 der Los Angeles Galaxy gegen New England Revolution. (Photo: Getty Images)

Landon Donovan geht nach seinem letzten Spiel als Fußball-Profi mit dem Phillip F. Anschutz-Pokal zur Siegerehrung für Los Angeles Galaxy als MLS-Meister 2014. (Photo: Getty Images)

Vor 27.000 Zuschauern im StubHub Center ging Los Angeles durch Gyasi Zardes in Führung (52. Minute). Den Ausgleich für die „Revs“, die im Endspiel der Eastern Conference (gleichzeitig MLS-Halbfinale) die New York Red Bulls bezwungen hatte, erzielte Chris Tierney (79.). Wie schon bei den MLS-Endspielen 2002 und 2005 der beiden Kontrahenten ging die Partie in die Verlängerung. Der irische Nationalstürmer Robbie Keane sorgte in der 111. Minute mit seinem Tor für die Entscheidung. Der 34-Jährige war bereits vor Saisonschluss von der MLS als „wertvollster Spieler“ des Spieljahres ausgezeichnet worden. Doch nach dem Finale richteten sich alle Blicke auf Landon Donovan.

 

Donovans Rekord: Zum sechsten Mal MLS-Champion

Der ehemalige Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen und FC Bayern München, der auch in der Premier League für den FC Everton spielte,hatte Mitte des Jahres überraschend angekündigt, seine Karriere nach der Saison anzuschließen. „Es ist die pure Freude“, sagte Donovan, nachdem er zum sechsten Mal das Endspiel um den MLS-Cup gewonnen hatte. „Wenn man so aus einer Karriere herauskommt, dann spürt man die absolute Schönheit des Sports.“ In den USA widmeten viele Medien dem 32-Jährigen große Beiträge, in dem seine für den nordamerikanischen Fußball einzigartige Karriere beschrieben wurde. Er sei der Amerikaner, der im Weltfußball den Status eines Topstars erreicht habe, schrieb die renommierte Zeitschrift „Sports Illustrated“.

Jermaine Jones (New England Revolution/Mitte) im Kampf um den Ball mit Landon Donovan (links) und Juninho. (Photo: Getty Images)

 

Als 17-Jähriger war Donovan, nachdem er zum besten Spieler der U17-WM gewählt worden war, nach Leverkusen gekommen. Dort bestritt er als Bundesligaspieler bis 2005 nur wenige Partien, auch weil er sich zwischenzeitlich an die San Jose Earthquakes ausleihen ließ. Dort wurde er 2001 und 2003 zweimal MLS-Meister. Seit 2005 spielte der Kalifornier für Galaxy. Da in der MLS zwischen Anfang Dezember und Anfang März nicht gespielt wird, nutzte er diese Pausen zu Abstechern zu Bayern München (2009) und Everton (2010 und 2012). Auffällig war es, dass Donovan in seiner Heimat eine deutlich höhere Qualität entfalten konnte als in Europa.

„In diesem Finale gegen New England war meine Leistung nicht großartig. Aber ich habe wie immer alles getan, dass meine Mannschaft gewinnt“, sagte Donovan, der bei Galaxy einen Job in der Klubführung erhalten soll. In der US-Nationalmannschaft bestritt er zwischen 2000 und 2014 insgesamt 157 Spiele (57 Tore), wobei er überraschend und in den USA sehr kontrovers diskutiert für die WM 2014 von Coach Jürgen Klinsmann nicht mehr nominiert wurde. Am 10. Oktober bekam er aber als Kapitän des US-Teams gegen Ecuador (1:1) noch ein Abschiedsspiel. Mit Rekorden bei den gewonnenen Meistertiteln, Toren und Tor-Vorlagen trat nun der größte Spieler des US-Fußballs in Carson ab.

Dank „MVP“ Keane löst Galaxy Vorjahresmeister Kansas ab

„Wünschen wir uns nicht alle, so als Sieger abzutreten wie Landon? Gibt es ein besseres Drehbuch dafür?“, sagte Galaxy-Trainer Bruce Arena, unter dessen Regie Donovan in der Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 gespielt hatte. „Es war eine große Ehre, vier Jahre mit ihm zu spielen. Kein anderer hat es einen so schönen Abschluss verdient wie er“, sagte Robbie Keane. Ihm war es vorbehalten, das 2:1 zu erzielen, mit demGalaxy Vorjahresmeister Sporting Kansas City ab. Zuletzt war Los Angeles 2012 Meister, damals noch mit David Beckham.

Keane, der 2011 von Tottenham Hotspurs in die MLS kam, war neben Donovan wieder eine tragende Säule des Meisters von 2002, 2005, 2011, 2012 und 2014. Der 34 Jahre alte Stürmer hat in der ausgelaufenen Saison 20 Tore geschossen und 14 Treffer vorbereitet. Im Wettbewerb um den „MVP“ der Saison gewann Keane vor Lee Nguyen von New England Revolution und dem Ex-Wolfsburger Obafemi Martins vom den Seattle Sounders.

Das Team aus Seattle hatte die „regular season“ nach 34 Spielen als bestes Team von Galaxy abgeschlossen, verlor dann aber das Halbfinale gegen Los Angeles. Aber das Team aus dem US-Bundesstaat Washington hatte den besten Zuschauerschnitt, der auch besser ist als bei sehr vielen europäischen Topklubs. 38.912 Zuschauer kamen im Schnitt zu den Sounders-Heimspielen. Ingesamt verzeichnete die Profi-Liga in den USA und Kanada, die mit der Saison 2015 von 19 auf 20 Klubs vergrößert wird, eine Bestmarke bei der Besucherzahl. Im Schnitt kamen in der 19. MLS-Saison 19.174 Zuschauer pro Spiel.


Die Startelf des MLS-Meisters 2014 im Finale: Los Angeles Galaxy mit Landon Donovan (unten/Mitte) und dem Siegtorschützen Robbie Keane (oben, Dritter von rechts). (Photo: Getty Images)