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MLS umgarnt Klose – Spektakel in Playoffs

MLS

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13/11/2015

Vor dem Abschied aus Italien? Weltmeister Miroslav Klose soll ein Angebot aus der MLS vorliegen. (Photo: Getty Images)

Miroslav Klose, der deutsche Ex-Nationalspieler, Weltmeister und WM-Rekordtorschütze von Lazio Rom, will sich laut italienischen Medienberichten im Winter entscheiden, ob er ab März in der Major League Soccer (MLS) stürmt. Dort begeistern die spannenden Playoffs derzeit die Fans, drei der vier besten Vorrundenteams haben sich für die beiden Conference Finals qualifiziert. Großer Favorit auf den Titel sind die New York Red Bulls. 

Während die aktuelle Saison kurz vor dem Höhepunkt steht, laufen in der MLS schon die Planungen der neuen Spielzeit. Wieder will die Profi-Liga einige große Namen des Welt-Fußballs nach Nordamerika locken – prominentester Spieler-Kandidat ist derzeit Weltmeister Miroslav Klose.

Aus der Jugend von Manchester City zum New York City FC: Welt- und Europameister Patrick Viera beginnt seine Trainerkarriere in der MLS. (Photo: Getty Images)

Laut Angaben der italienischen Zeitung „La Republicca“ hat der 37-jährige Stürmer von Lazio Rom ein Angebot aus der MLS vorliegen und will in der Weihnachtspause entscheiden, ob er ab März in Nordamerika noch einmal eine neue Herausforderung annimmt.

Bereits fix ist die Verpflichtung von Frankreichs Welt- und Europameister Patrick Viera – als Trainer des New York City FC. Sein ehemaliger Teamkollege in der Nationalmannschaft und beim FC Arsenal, Thierry Henry, freut sich für Viera und ist gespannt auf dessen Start als Profi-Trainer. Bislang war Viera Jugend-Trainer bei Manchester City, einem Franchise-Partner des NYC FC. „Ich wünsche ihm viel Glück, das verdient er auch. Er wird New York lieben. Allerdings hat er sich für das falsche Team entschieden“, scherzte Henry, der 2014 seine aktive Karriere beendete – als immerhin zweitbester Torschütze der Klubgeschichte des lokalen Konkurrenten New York Red Bulls

 

Der mit 16 Treffern alleinige WM-Rekordtorjäger Klose und Viera können sich momentan von der Leistungsstärke der MLS überzeugen, die Playoffs boten bislang Spektakel auf höchstem Niveau. Nach den Conference Semi-Finals kämpfen nun noch vier Mannschaften um den Titel. Im Finale der Eastern Conference trifft am Sonntag (22. November/23 Uhr) im Hinspiel Columbus Crew auf die New York Red Bulls. In der Western Conference duellieren sich in der Nacht auf Montag (23. November/1.30 Uhr) die Portland Timbers und der FC Dallas.

Große Freude über den Einzug ins Conference-Finale: Kei Kamara (Mitte) bejubelt sein Tor 3:1 in der Verlängerung für Columbus gegen Montreal. (Photo: Imago)

 

Favoriten im Halbfinale

Mit Columbus (4.), New York (1.) und Dallas (2.) stehen drei der vier besten Vorrundenteams in der Vorschlussrunde. Nur Vancouver (3.) verfehlte aus dem Spitzenquartett den Einzug ins Halbfinale, allerdings lagen die Whitecaps in der regulären Saison nur aufgrund des Torverhältnisses vor den in den Semi-Finals siegreichen Portland Timbers (5.).

Der große Titelfavorit sind aber die New York Red Bulls. Nach dem Gewinn der Hauptrunde, dem MLS Supporters Shield, gab sich das Team auch in den Conference-Halbfinals keine Blöße und siegte zwei Mal 1:0 gegen D.C. United aus Washington. Der Erfolg des Klubs überrascht viele Experten in Nordamerika, da Red Bull nach dem Abschied Henrys im vergangenen Jahr einen Sparkurs einschlug und auf prominente Transfers und teure Spieler verzichtete. So wurde auch der Vertrag des australischen Nationalspielers und Ex-FC-Everton-Stars Tim Cahill nicht verlängert. Stattdessen setzte Oliver Mintzlaff, Vorstandsboss von RB Leipzig und Fußballdirektor bei Red Bull, auf junge Talente und sparte so 30 Millionen Dollar ein. Mit einem Budget von bloß 3,8 Millionen Dollar stellt NYRB das geringste der Liga. Ralf Rangnick, Trainer von RB Leipzig und mit den Abläufen des Schwester-Teams bestens vertraut, freut sich über die Entwicklung. „Es ist eine schöne Bestätigung, dass New York ohne designated player und dem niedrigsten Budget so erfolgreich ist wie nie”, sagt er der „Mitteldeutschen Zeitung“. Das gilt nicht nur für den rein sportlichen Bereich. Mit einem Schnitt von mehr als 20.000 Zuschauern ist der Klub auch neben dem Feld auf Rekordkurs.

Wahnsinnsparty in New York: Die Fans der Red Bulls feiern den Einzug in das Conference-Finale. (Photo: Imago)

 

Rangnick is happy for New York

Mit den Fans im Rücken will sich New York in den beiden Conference-Finals gegen Columbus Crew (22. Und 29. November) behaupten. Der kommende Rivale setzte sich zuvor gegen Montreal Impact durch und beendete so die Titelträume von Chelsea-Legende Didier Drogba, der mit 12 Toren in 14 Spielen für Montreal einen fantastischen Start in sein erstes MLS-Halbjahr hinlegte.  Bei Columbus Crew ruhen die Hoffnungen vor dem Duell mit New York auf Stürmer Kei Kamara aus Sierra Leone. Der 31-Jährige erzielte 22 Tore in der Hauptrunde und wurde nur nicht Torschützenkönig, da Sebastian Giovinco vom FC Toronto  (ebenfalls 22 Treffer) mehr Vorlagen gegeben hatte. In den Playoffs hat er seine Form konserviert. Beim 3:1-Sieg nach Verlängerung im Rückspiel gegen Montreal erzielte er zwei Treffer – unter anderem auch das entscheidende dritte Tor in der 111. Minute.

 

Im Westen elektrisiert das Aufeinandertreffen von Dallas und Portland die US-amerikanischen Fußball-Fans. Für den FC Dallas ist es das erste Conference-Finale seit 2010 – und spätestens seit dem dramatischen 4:2 Sieg nach Elfmeterschießen gegen die Seattle Sounders im entscheidenden Spiel der vorherigen Runde ist die Begeisterung grenzenlos. Seattle um den ehemaligen Bundesliga-Spieler Andreas Ivanschitz hatte das Hinspiel 2:1 gewonnen und stand kurz vor dem Weiterkommen, denn bis zur 84. Minute waren im Rückspiel keine Tore gefallen.  Dann überschlugen sich jedoch die Ereignisse. Dallas traf zum 1:0, Seattle glich in der Nachspielzeit aus, in letzter Sekunde traf Dallas aber noch zum 2:1 – Verlängerung, Elfmeterschießen. Auch weil Ivanschitz dort verschoss setzte sich Dallas durch, und sorgte für Freudentänze der 17.300 Zuschauer, die die nächste Runde der Playoffs kaum erwarten können.