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MLS startet mit neuen Stars in neue Saison

MLS

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26/02/2016
 

Mit der Finalpaarung vom 6. Dezember 2015 startet die Major League Soccer (MLS) in die Saison 2016. Die Portland Timbers, der vor drei Monaten gekürte Meister der nordamerikanischen Fußball-Profiliga, trifft wie beim 2:1-Endspielerfolg am 6. März auf Columbus Crew. Beide Teams, die praktisch mit identischen Spielerkadern wie im vorigen Jahr antreten, zählen zu den Anwärtern des Supporters Shield, der Auszeichnung, die nach der sogenannten „Regular Season“ an das beste Team vor dem Beginn der Playoffs vergeben wird. Neben diesem Topspiel kommt es am 1. Spieltag am ersten März-Wochenende zu weiteren attraktiven Paarungen. Los Angeles Galaxy gegen DC United oder das kanadische Duell Montreal Impact gegen Toronto FC gehören dazu. 

Die Mannschaft von Portland Timbers ist Titelelverteidiger in der MLS. Sie gewann den MLS-Cup am 6. Dezember 2015 durch ein 2:1 gegen Columbus Crew. (Foto: Getty Images)

 

Nach drei Monaten Pause nimmt die MLS wie im Vorjahr mit 20 Teams den Betrieb wieder auf. Die Champions League der CONCACAF startete bereits Ende Februar mit den MLS-Teams DC United aus Washington, Real Salt Lake, LA Galaxy und Seattle Sounders. Dass die Popularität der MLS weiter wächst, wurde parallel zur Vorbereitung der Mannschaften auf das neue Spieljahr deutlich. 2017 wird die Liga wieder erweitert. Atlanta United und Los Angeles FC, das die Lizenz von dem Ende 2014 ausgeschiedenen Team USA Chivas übernahm, werden dann dazu kommen. Und auch weitere Standorte drängen in die MLS: David Beckham trieb seine Planungen voran, Miami in der Liga einzuführen, indem er Gespräche mit Investoren aus Katar aufnahm, die auch bei seinem früheren Klub Paris St. Germain engagiert sind. Minnesota, das bereits früher einmal mit einem Klub in der Liga vertreten war, signalisiert großes Interesse. Der Klub trägt den Namen United Minnesota.

Los Angeles Galaxy holte drei Topstars

Neue Mannschaften werden also für 2017 zur dann 22. Saison erwartet, neue Stars sind schon in diesem Jahr in die MLS eingewandert. Ashley Cole, inzwischen 35 Jahre alt, aber noch immer von seinen Weltklasse-Fähigkeiten zehrend, ist vom AS Rom zu Los Angeles Galaxy gewechselt. Zwischen 2001 und 2014 hat der Verteidiger 107 Länderspiele für England bestritten. 229 Mal spielte er für den FC Chelsea, mit dem er zwei englische Meisterschaften und die Champions League gewann. Los Angeles holte mit Jelle Van Damme noch einen weiteren Abwehrspieler. Der 32-jährige Belgier spielte zuletzt für Standard Lüttich, davor in England für Wolverhampton und in der Bundesliga für Bremen. Und er war daran beteiligt, dass die belgische Nationalmannschaft in die Weltspitze vorstieß. Mit dem Niederländer Nigel de Jong vom AC Mailand wurde noch ein defensiver Mittelfeldspieler von Galaxy verpflichtet. Der 31-Jährige spielte für Ajax Amsterdam, den Hamburger SV, Manchester City und bestritt 81 Länderspiele für den WM-Dritten.

Ashley Cole spielt seine erste MLS-Saison. Vor Los Angeles Galaxy spielt er für den FC Arsenal, Crystal Palace, FC Chelsea und den AS Rom. (Foto: Getty Images)

 

Mit seinen Neuzugängen gilt der fünfmalige MLS-Meister aus Kalifornien als einer der Top-Favoriten auf den MLS-Cup, nachdem das Team des ehemaligen Nationaltrainers Bruce Arena im November schon in der ersten Playoff-Runde an Seattle (2:3) gescheitert war. Los Angeles hat aber auch zwei bisherige Leistungsträger verloren: Verteidiger Omar Gonzalez (27), in Texas geboren und feste Größe im US-Nationalteam bei Trainer Jürgen Klinsmann, ging in die mexikanische Liga zu Pachuca. Und der frühere brasilianische Nationalspieler Juninho (27), der im offensiven Galaxy-Mittelfeld agierte, wechselte nach Tijuana in Mexiko. Sein Bruder Ricardo Goulart verdient sein Geld beim chinesischen Meister Evergrande Hangzhou.

Dass MLS-Klubs immer öfter auch in umgekehrter Richtung auf dem Transfermarkt involviert sind, zeigen zwei weitere Beispiele. New England Revolution lieh Sambinha (23) an Sporting Lissabon aus. Der in Portugal geborene Verteidiger spielt in der Nationalmannschaft des westafrikanischen Landes Guinea-Bissau. Die NE Revs, die im Oktober 2014 eine Partnerschaft mit Sporting abgeschlossen haben, hatten Sambinha vor zweieinhalb Jahren von dem portugiesischen Spitzenklub verpflichtet. Und eines der größten Talente des US-Fußballs wechselte nach Europa: Der 20-jährige Matt Miazga, der bisher bei New York Red Bulls unter Vertrag stand, will bei Chelsea Karriere machen. Im vorigen Jahr gab der Verteidiger sein Debüt im US-Nationalteam.

Matt Miazga (links), der 20 Jahre alte Nationalspieler von New York Red Bulls (hier im Zweikampf mit Charlie Davis von New England), wechselte zum FC Chelsea. (Foto: Getty Images)

 

Zugänge aus vielen Ländern – neben den jungen Spieler, die aus den Colleges und Universitäten des Landes in die Profi-Kader aufgenommen werden – stehen in den Transferlisten der MLS. Nur die deutsche Bundesliga ist auffallend selten dabei. Zwar ist immer wieder einmal die Rede davon, dass einige deutsche Spieler gern ihre Laufbahn bei einem der 17 US-Klubs oder einem der drei kanadischen Vereine fortsetzen würden, doch konkret werden die Pläne selten. Vor der Saison 2016 gab es nur einen Transfer aus Deutschland: Carlos Gruezo, ein 20 Jahre alter ecuadorianischer Nationalspieler, verließ den VfB Stuttgart in Richtung FC Dallas.

Carlos Gruezo erzielte im November 2014 beim 4:1 der Stuttgarter in Freiburg sein einziges Tor in 18 Bundesligaspielen. Der Ecuadorianer wechselte zum FC Dallas. (Foto: Getty Images)

 

Ein anderer ehemaliger Bundesligaspieler hat Probleme, einen Klub zu finden. Jermaine Jones, der frühere deutsche Nationalspieler, der dann für die USA spielte, hat sich in der letzten Playoff-Runde mit den New England Revs eine Sechs-Woche-Sperre wegen eines tätlichen Angriffs auf den Schiedsrichter eingehandelt. Ein Wechsel zurück in die Bundesliga zu Hannover 96 wurde nicht realisiert. Es sei schwer, in der MLS einen neuen Arbeitsgeber zu finden, da er frühestens im April wieder spielberechtigt sein, erklärte der 34-Jährige. Möglicherweise steigt der kampfstarke, defensive Mittelfeldspieler, der im Dezember 2014 mit New England im Finale stand, im Laufe der Saison wieder in die MLS ein.