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Heißer Kampf um die Playoffs

MLS

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21/10/2016
 

Der letzte Spieltag der „regular season“ 2016 in der Major League Soccer (MLS) steht vor der Tür, danach beginnen die Playoffs um die Meisterschaft. Während in der nordamerikanischen Profiliga im Osten nahezu alles entschieden ist, kommt es im Westen zu einem packenden Showdown, in dem auch Meister Portland um seine letzte Chance kämpft.


Der letzte Spieltag der als „regulär“ bezeichneten Saison steht an. Am dritten Oktober-Wochenende steigt der 34. Spieltag in der Major League Soccer. Doch in den USA bedeutet das nicht, dass damit das Spieljahr beendet und ein Meister gefunden ist. Durch die Einteilung in Eastern und Western Conference wird danach erst die richtig heiße Spannung aufkommen. Denn in den Playoffs spielen die besten sechs Mannschaften der jeweiligen Conference ihren Meister aus. Während die beiden bestplatzierten Teams einer Conference bereits sicher in den Playoffs stehen, spielen die Mannschaften der Positionen drei bis sechs in der Knockout-Runde um die anderen Plätze in den Playoffs. Dadurch werden jeweils vier Mannschaften jeder Conference ermittelt, die anschließend untereinander den Meister im Osten und im Westen ausspielen. Diese beiden Conference-Sieger spielen dann im einem großen Finale den nordamerikanischen Meister aus.

Der Meister hat die Titelverteidigung im Fokus: Chris Klute und die Portland Timbers wollen wieder in die Playoffs. (Foto: Imago)

Tony Beltran (l.) und Salt Lake City sind auf einen harten Kampf um die Playoffs vorbereitet. (Foto: Imago)

 

Um letzten offenen Playoff-Plätze kämpfen in der Western Conference noch ganze vier von zehn Teams, im Osten sind es dagegen nur noch zwei Mannschaften. In der Eastern Conference muss das Team von Philadelphia Union seinen Platz unter den Top 6 im Match gegen die New York Red Bulls noch verteidigen. Der 2008 gegründete Verein erreichte zuletzt im Jahr 2011 die Playoffs und rangiert derzeit auf Platz sechs der Eastern Conference. Mit 42 Punkten und einer negativen Tordifferenz von einem Treffer hat die Mannschaft allerdings einen deutlichen Vorsprung vor New England Revolution, das auf Montreal Impact trifft. Die Revs, ein Gründungsmitglied der MLS, können lediglich 39 Punkte und eine Tordifferenz von -13 vorweisen. Damit ist ein möglicher Einzug in die Playoffs, die der Verein zuletzt im Jahr 2012 verpasst hatte, nur noch theoretisch möglich. Allerdings nimmt der Gegner von Philadelphia, die New Yorker Roten Bullen, den ersten Platz in der Conference ein – vor dem Lokalmatadoren New York City FC, Toronto FC, dem Hauptstadt-Team DC United, Montreal und eben Philadelphia.

Vierkampf um die Playoffs

Demgegenüber streiten sich in der Western Conference noch ganze vier Teams um die Playoffs. Die größte Enttäuschung dabei könnte der letztjährige Meister erleben: Die Portland Timbers stehen derzeit mit 44 Punkten an siebter Stelle im Westen der MLS. Doch in Portland geht es derzeit vor allem um die CONCAF Champions League, in der sie ebenfalls vertreten sind. Momentan überstrahlt das Spiel bei den Vancouver Whitechaps aber alles. Die ganze Stadt fiebert dem Duell der beiden Mannschaften aus der gleichen Pazifik-Region entgegen. Mit einem Sieg beim kanadischen Kontrahenten, dem Neunten der Western Conference wäre der Einzug in die Playoffs nämlich perfekt. Das klingt allerdings leichter, als es tatsächlich wird, da Trainer Calep Porter einige wichtige Stützen fehlen. Dennoch zeigt sich der Timbers-Coach optimistisch: „Wir können noch all unsere Ziele erreichen. Das ist das Wichtigste."

Vor dem härtesten Duell der bisherigen Saison: Brad Evans (r.) und die Seattle Sounders. (Foto: Imago)

 

Das ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass der viertplatzierte Real Salt Lake City beim Seattle Sounders FC, Fünfter der Conference, gastiert. Dabei hat Salt Lake City, Meister von 2009, mit 46 Punkten genau einen Punkt mehr zu verzeichnen als der Konkurrent. In dieser Saison kam es bereits zweimal zu dieser Paarung. Die bisherigen zwei Duelle in dieser Saison endeten beide 2:1, jeweils konnte der Gastgeber das Spiel für sich entscheiden. Ein Desaster wäre das Verpassen der Playoffs für beide Mannschaften, schließlich haben Salt Lake City seit 2007 und Seattle seit 2009 immer an den Playoffs teilgenommen. Sicher in der K.o.-Runde dabei ist der FC Dallas als Spitzenreiter, die Colorado Rapids als Zweiter und Titelverteidiger Los Angeles Galaxy auf Rang drei. 

Voller Einsatz für die Playoffs: Connor Hallisey (l.) und Sporting Kansas City (Foto: Imago)

 

Sporting Kansas City, der Meister der Saison 2013, ist der letzte der vier West-Vereine, die noch um die Playoffs kämpfen. Die Mannschaft aus dem Bundesstaat Missouri belegt derzeit Rang sechs und ist punktgleich mit dem Siebten aus Portland, allerdings ist das Team aus Kansas auch ein Tor besser. Am letzten Spieltag der Saison bekommen es die Spieler von Trainer Peter Vermes mit dem Tabellenachten, den San José Earthquakes, zu tun. Für Sporting gilt das gleiche wie für die Portland Timbers: Gelingt es ihnen das Spiel am Wochenende zu gewinnen, stehen sie – unabhängig vom Ergebnis in Seattle – in der K.o.-Runde der Western Conference.


Von da an müssen noch fünf Spiele gewonnen werden, um den MLS Titel zu gewinnen. Doch das wichtigste Spiel ist nicht das Finale um die MLS Krone, sondern zunächst erst mal das jeweilige Finale um die Playoffs am Sonntagnachmittag.