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Favoriten-Stress vor 2. Woche des Fußballs

UEFA Euro 2016

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25/09/2014
 

Bei der zweiten Festwoche der europäischen Nationalmannschaften stehen einige Favoriten schon unter Druck. Erneut sechs Tage dauert die von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in dieser Saison neu geschaffene „Woche des Fußballs“. Sie beginnt am Donnerstag, dem 9. Oktober, und endet am Dienstag, den 16. Oktober, in der 52 Länderspiele in der Qualifikation zur UEFA Europameisterschaft 2016 ausgetragen.

Fernando Santos, bei der Weltmeisterschaft in Brasilien noch Trainer von Griechenland, tritt bei Portugal die Nachfolge des zurückgetretenen Paulo Bento an. (Foto: Getty Images)

Die überraschenden Ergebnisse des Auftakts zu den „European Qualifiers“ haben erste Opfer gekostet.

Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Albanien im September in der Gruppe I wechselte Portugal den Trainer. Fernando Santos, der zuletzt Griechenland betreut hatte, ist neuer Coach der auf Platz elf der FIFA Weltrangliste liegenden Südwesteuropäer. Paulo Bento war nach der Kritik, die an ihm während der FIFA Weltmeisterschaft in Brasilien geübt worden war, und nach der Pleite gegen Albanien zurückgetreten. Portugal hofft nun am 14. Oktober in Dänemark auf Besserung. Die Dänen, die ein 2:1 gegen Armenien zum Start verbuchten,  treten vorher am 11. Oktober in Albanien an.

 

Hiddink im Fokus der Kritik

Auch bei einer anderen Topmannschaft ist ein prominenter Trainer in den Fokus der Kritik gerückt. Es ist Guus Hiddink bei den Niederlanden, die bei der WM in Brasilien Platz drei belegte, aber ihr Auftaktspiel in der Gruppe A mit 1:2 das Auswärtsspiel in Tschechien verlor. Hiddink, der nach der Weltmeisterschaft den zu Manchester United gewechselten Louis van Gaal als Nationalcoach ablöste, war zuvor mit dem Oranje-Team den Test gegen Italien mit 0:2 unterlegen. So schlecht startete seit 1995 kein Bondscoach in eine neue Amtszeit. Und vor 19 Jahren hieß der Trainer auch Hiddink, der dann aber 1998 die „Elftal“ ins WM-Halbfinale führte. Nun wird das Wirken von Hiddink, der einen viel liberalen Führungsstil als van Gaal hat, in Frage gestellt. Dazu kommt, dass bereits eine Taktik-Diskussion entbrannt ist.

Guus Hiddink vor dem EM-Qualifikationsspiel der Niederlande in Tschechien im Trainingslager in Seefeld. Nach dem 1:2 musste sich er sich viel Kritik gefallen lassen. (Foto: Getty Images)

Unter dem Schweden Lars Lagerbäck hat sich Island wie beim 3:0 gegen die Türkei deutlich verbessert und hofft auf eine EM-Teilnahme 2016. (Foto: Getty Images)

Während van Gaal in Brasilien ein defensives 5-3-2 praktizieren ließ, kehrte Hiddink in Prag zum landestypischen 4-3-3 zurück. Die Tschechen erzielten das Siegtor in der Nachspielzeit. „Ich war fuchsteufelswild“, sagte Hiddink, der sich viel Zeit ließ, um die Leistung zu kommentieren. Tatsächlich hatten mehrere Spieler eine schwachen Auftritt.

Nun treten die Niederlande am 13. Oktober in Island an, das die Türkei am ersten Spieltag überraschend mit 3:0 bezwang, was begünstigt wurde durch den Platzverweis gegen Ömer Toprak beim Stand von 0:1.  „Wir haben 90 Minuten lang sehr gut gespielt. Die erste Halbzeit war großartig. Die zweite richtig gut“, sagte Torschütze Kolbeinn Sigthórsson.

Die Türken wollen sich nun in einem Heimspiel am 10. Oktober gegen Tschechien rehabilitieren.

Mit Antonio Conte ist bei Italien die Zuversicht zurückgekehrt, das bittere WM-Aus vergessen zu machen. Conte löste den zurückgetretenen Cesare Prandelli ab. (Foto: Getty Images)

 

Große Zuversicht in Italien mit neuem Trainer Conte

Andere Topteams, die aus Brasilien schon nach den Gruppenspielen die Heimreise antreten mussten, fanden gut in die Euro-Qualifikation. England überzeugte in der Gruppe E beim 2:0 in der Schweiz durch zwei Tore von Danny Welbeck. Die „Three Lions“ treten am 9. Oktober in Wembley gegen San Marino an und am 12. Oktober in Estland an. Für den entthronten Weltmeister Spanien war das 5:1 gegen Mazedonien in der Gruppe C ein Aufgalopp für das Spitzenspiel in der Slowakei, der in der Ukraine einen wertvollen 1:0-Sieg gelang.

Die größte Euphorie nach der bitteren WM-Aus aber herrscht in Italien, das zunächst den Test gegen die Niederlande gewann und dann in der Gruppe H mit dem 2:0 den ersten Sieg nach 77 Jahren in Norwegen holte.

 

Gegen Aserbaidschan (10. Oktober) und auf Malta (13. Oktober) sollen sechs weitere Punkte eingesammelt werden. Viel Lob erhält der neue Nationaltrainer Antonio Conte, der nach drei Meisterschaften in Serie mit Juventus Turin nach der WM den zurückgetretenen Cesare Prandelli beerbte. Mario Balotelli nominierte er nicht für die ersten Spiele unter seiner Regie. Er wolle nur echte Arbeitspferde in seinem Team, erklärte Conte.

Die zweite Runde der EM-Ausscheidung wird am 9. Oktober mit einem Topspiel eröffnet, wenn Schweden in der Gruppe G auf Russland trifft. Die Russen mit Trainer profitierten zum Auftakt beim 4:0 gegen Liechtenstein von zwei Eigentoren des Außenseiters. Schweden holte ein 1:1 in Österreich. nach dem Spitzenspiel warten auf beide Teams am 12. Oktober vermeintlich leichtere Gegner. Russland spielt gegen Moldawien, Schweden gegen Liechtenstein.

Zum Start im September war auch das 1:2 von WM-Teilnehmer Bosnien-Herzegowina zu Hause gegen Zypern in der Gruppe B. Auch die Bosnier stehen vor dem Heimspiel am 13. Oktober gegen Belgien, das sein erstes Spiel bestreitet, unter gehörigem Druck.  

Ein interessantestes Match wird am 11.Oktober in Warschau angepfiffen, wenn Polen den Weltmeister empfängt. Deutschland hat in der Gruppe D beim 2:1 gegen Schottland schadlos gehalten, nachdem schon das 2:4 im Test gegen Argentinien drei Tage zuvor wenig Glanz ausstrahlte. Der Weltranglisten-Erste überzeugte nicht richtig, auch weil Trainer Joachim Löw sein Team umbaut. Polen entledigte sich derweil einer Pflichtaufgabe souverän und siegte gegen Gibraltar mit 7:0 mit vier Toren von Robert Lewandowski. „Wir wollen beide Spiele gewinnen“, sagte Löw und meinte damit auch das folgende Duell gegen Irland zu Hause am 14. Oktober. Polen steht dann erneut auf dem Prüfstand in einem weiteren Heimspiel gegen Schottland.

Niemand muss ein Prophet sein, wenn er die Prognose ausgibt, dass auch in der zweiten „Woche des Fußballs“ wieder Überraschungen eintreten werden