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DFB-Team wieder mit Badstuber und Gündogan

UEFA Euro 2016

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23/03/2015

Ilkay Gündogan spielte letztmals im August 2013 für die deutsche Mannschaft. Gegen Australien und Georgien darf der Dortmunder wieder mit einem Einsatz rechnen. (Foto: Firo/Augenklick)

 

Es geht wieder los, der Weltmeister muss seinen Rückstand aufholen. Das Testspiel gegen Australien eröffnet am Mittwoch (25. März/20.30 Uhr/ZDF) in Kaiserslautern die Länderspiel-Saison der deutschen Nationalmannschaft, vier Tage danach erfolgt mit dem Auftritt in Tiflis gegen Georgien das erste Pflichtspiel (29. März/18.00 Uhr/RTL). Dabei geht in der Gruppe D der Qualifikation für die Europameisterschaft 2016 um drei wichtige Punkte, um am Ende des Jahres als Gruppensieger bei der Auslosung gesetzt zu werden.Bundestrainer Joachim Löw gab am Freitag (20. März) bekannt, mit welchem Personal er einen erfolgreichen Jahresstart erreichen will. Im 23 Spieler umfassenden Kader befinden sich nach langen Verletzungspausen die Rückkehrer Ilkay Gündogan (Dortmund) und Holger Badstuber (FC Bayern).

 

„Die beiden haben lange Zeiten des Leidens hinter sich,die nun zum Glück vorüber sind. Mich hat es bewegt, Holger und Ilkay wieder am Ball zu sehen, und ich bin beeindruckt davon, wieschnell sie wieder hohes Niveau erreicht haben“, erklärte Löw.

Holger Badstuber steht wieder in der Nationalmannschaft. Der Münchner wurde erstmals seit Oktober 2012 wieder zu den Spielen gegen Australien und Georgien eingeladen. (Foto: GES/Augenklick)

Gündogan (bisher acht Länderspiele) bestritt seinen letzten Einsatz wegen anhaltender Rückenprobleme am 14. August 2013 in Kaiserlautern beim 3:3 gegen Paraguay, Badstuber (30 Länderspiele) stand sogar wegen eines Kreuzbandrisses und insgesamt vier Operationen am Knie zuletzt am 16. Oktober 2012 in Berlin beim 4:4 gegen Schweden im DFB-Team. Angeführt wird die Mannschaft von Kapitän Bastian Schweinsteiger (FC Bayern), der nach Verletzungen zumersten Mal seit dem WM-Finale 2014 gegen Argentinien wieder dem Kader des angehört. „Bastian hat große Führungsqualitäten. Wir brauchen ihn, auf dem Platz genauso wie außerhalb. Ihn wieder dabei zu haben, ist für uns eingroßer Gewinn“, erklärte Löw.

 

Mit dabei ist weiterhin Lukas Podolski, obwohl sich der 121-malige Nationalspieler nach seinem Wechsel vom FC Arsenal zu Inter Mailand auch in Italien keinen Stammplatz erkämpfen konnte. Als Stürmer, so die offizielle Angabe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), befinden sich Mario Götze (FC Bayern) und Max Kruse (Mönchengladbach) im Aufgebot. Mario Gomez erhielt trotz zuletzt deutlich besseren Leistungen beim AC Florenz keine Einladung.

Lukas Podolski erhält weiter das Vertrauen von Bundestrainer Löw, obwohl er nach seinem Weggang vom FC Arsenal bei Inter Mailand kein Stammspieler ist. (Foto: Firo/Augenklick)

Australien ist Testpartner für das wichtigere Spiel in Georgien

Die Partie gegen Australien bildet den Aufgalopp, die wichtigere Partie findet dann in Georgien statt. „Weltmeister gegen Asienmeister - das ist ein schöner Auftakt ins Länderspieljahr 2015. Gleichzeitig ist das Spiel für uns die willkommene Gelegenheit, uns für die wichtige Partie gegen Georgien ein wenig einzuspielen“, erklärte Löw. Die Australier kommen mit großem Selbstbewusstsein, nachdem die Mannschaft im Januar erstmals Sieger des Asien-Pokals wurde. Im Kader des Teams aus „Down Under“ stehen zwei in Deutschland beschäftigte Profis: Mitch Langerak von Borussia Dortmund, der allerdings in der Nationalmannschaft wie beim BVB nur Ersatztorhüter ist, und Stürmer Mathew Leckie von Zweitliga-Spitzenreiter FC Ingolstadt, der einen Stammplatz bei Nationaltrainer Ange Postecoglou hat. Zum Aufgebot gehört auch der Ex-Nürnberger Matthew Spiranovic (Western Sydney Wanderers).


 

Der Leverkusener Robbie Kruse fehlt wegen der im Asien-Cup-Finale erlittenen Sprunggelenksverletzung. Die Australier treten nach dem Test gegen Deutschland fünf Tage später in Skopje gegen Mazedonien an.

Wichtiger als die Begegnung mit den „Socceroos“ ist für Löw und seine Spieler das Spiel im Südosten Europas. In der Gruppentabelle liegt das deutsche Team mit sieben Punkten nur auf Platz drei, hinter Polen (10) und Irland (7) und nur knapp vor Schottland (7). Der Weltmeister hat bereits drei Heimspiele bestritten, mehr als alle Konkurrenten, Verfolger Irland hat bisher sogar nur einmal zu Hause gespielt. Ein gewisser Druck nach den mäßigen Auftritten im Anschluss an den WM-Triumph ist nicht abzustreiten. Zur Konstellation in Gruppe D der EM-Qualifikation sagte Löw: „Die Situation ist für uns ungewohnt, sie ist aber kein Problem. Unsere Sinne sind geschärft, wir wissen, dass wir gefordert sind, wir dürfen uns keine weiteren Ausrutscher erlauben. In Tiflis wollen wir drei Punkte holen, das muss unser Anspruch sein.“

Löw auf den Spuren von DFB-Rekordtrainer Herberger 

Die Benennung des Aufgebots am 20. März war quasi die erste Amtshandlung von Löw, nachdem in der Woche zuvor sein Vertrag beim DFB über die EM 2016 hinaus um zwei Jahre verlängert wurde. Mindestens bis nach der Weltmeisterschaft 2018 wird der Freiburger damit die deutsche Nationalelf betreuen. „Herz und Hirn“ hätten „gleichermaßen Ja gesagt“, erklärte Löw, der bei Erfüllung des neuen Kontraktes dann schon zwölf Jahre den Job des DFB-Cheftrainers ausüben würde. Um Rekordtrainer Sepp Herberger einzuholen, müsste er diese Arbeit noch bis zur EM 2020 fortsetzen.

Georgien, Vorletzter der EM-Tabelle (3 Punkte durch das 3:0 auswärts gegen Gibraltar), hofft auf die Erfahrung und speziellen Erkenntnisse von Nationaltrainer Kachaber Zchadadse, der von 1993 bis 1996 bei Eintracht Frankfurt 73 Mal in der Bundesliga spielte und von 1998 bis 2000 in der Premier League bei Manchester City. Bisher traf die DFB-Auswahl dreimal auf das Kaukasus-Land Georgien, drei Siege sprangen dabei heraus. In der Qualifikation zur EM 1996 siegte die deutsche Elf unter Regie von Bundestrainer Berti Vogts in Tiflis 2:0. In dieser Partie vor 75.000 Zuschauern, auf den Tag genau 20 Jahre vor der Neuauflage am 29. März 2015 stattfand, erzielte Jürgen Klinsmann beide Tore.