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Fünf der 24 EM-Teams stehen fest

UEFA Euro 2016

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15/09/2015
 

Das Feld der Europameisterschaft 2016 nimmt Kontur an, nach den beiden September-Spieltagen in der Qualifikation stehen fünf der 24 Teilnehmer fest. Zu Gastgeber Frankreich, das bekanntlich im eigenen Land automatisch starten darf, gesellten sich England, Island, Tschechien und Österreich. Nach dem siebten und achten Spieltag fehlt großen Fußball-Nationen wie Deutschland, Spanien, Italien und Portugal, um die Endrunde vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 zu erreichen, nur noch ein Punkt. Der Abschluss der EURO Qualifer mit der Spielrunde neun und zehn findet im Oktober statt.

England ist bei der EURO 2016 dabei. Wayne Rooney erzielte beim 2:0 gegen die Schweiz in Wembley gegen Yann Sommer per Elfmeter sein 50. Länderspieltor. (Foto: Imago)

 

Mehr als 75.000 Fans pilgerten zur großen EURO-Party ins Heiligtum Wembley und feierten am Dienstagabend (8. September)  beim sportlich unbedeutend gewordenen Schaulaufen gegen die Schweiz (2:0) den neuen Rekordtorjäger Wayne Rooney & Co. Die Euphorie ist wieder zurückgekehrt ins Fußball-Mutterland England, nachdem die Mannschaft von Teammanager Roy Hodgson schon beim 6:0 gegen San Marino drei Tage zuvor mit der Optimalausbeute von sieben Siegen aus sieben Spielen das Ticket für die Europameisterschaft in Frankreich gelöst hatte.  

An eine derartige Begeisterung war vor einem Jahr kaum zu denken. Mit Hohn und Spott war das Vorrunden-Aus der „Three Lions“ bei der Weltmeisterschaft in Brasilien in der Yellow Press begleitet worden, Tickets für Länderspiele wurden zum Ladenhüter. Nun folgte die Versöhnung, an der Rooney maßgeblichen Anteil hatte. Sieben Tore erzielte der Stürmerstar von Manchester United in der laufenden Qualifikation. Sein letzter Treffer, per Elfmeter erzielt, war zugleich der 50. im Nationaltrikot, womit er Legende Sir Bobby Charlton an der Spitze der Rekordtorjäger ablöste. Und Rooney schob gleich eine Liebeserklärung an das Team England hinterher: „Ich werde solange für England spielen, wie es der Trainer will.“ In der Kabine hielt er eine kurze, aber sehr emotionale Ansprache. Hodgson überreichte ihm ein Nationaltrikot mit der 50 auf dem Rücken.

Island schafft erste Qualifikation für ein Top-Turnier

Diese Elfmeter von Gylfi Thor Sigurdsson zum 1:0-Sieg machte Islands Triumph perfekt. Das Land nimmt erstmals an der EM-Endrunde teil. Der WM-Dritten Niederlande steht vor dem Aus. (Foto:Getty Images)

 

Regelrechten Legenden-Status haben die Fußballer von Island erworben, die sich in Gruppe A zusammen mit Tschechien einen Startplatz für das erstmals auf 24 Teams ausgedehnte Feld einer Europameisterschaft sicherten. Ein unspektakuläres 0:0 gegen Kasachstan reichte, um das Team des 330.000-Einwohner-Völkchens erstmals zu einem großen Turnier zu befördern. Regierungschef Sigmundur David Gunnlaugsson überlegte gar, jenen denkwürdigen 6. September zum Nationalfeiertag zu erklären. Dabei war das 1:0 drei Tage zuvor beim taumelnden WM-Dritten Niederlande noch weitaus beachtlicher. Für den großen Favoriten kam es anschließend beim 0:3 in der Türkei noch schlimmer, womit für Oranje sogar der Playoff-Platz aus eigener Kraft nicht mehr zu erreichen ist.

Es ist die Qualifikation der sogenannten Kleinen. Wie etwa Österreich, das sich in Gruppe G durch ein berauschendes 4:1 in Schweden erstmals auf sportlichem Wege für eine EM qualifizierte. 2008 war die Alpenrepublik bei der ersten EM-Teilnahme als Co-Gastgeber automatisch dabei.

David Alaba (hier im Zweikampf mit Albin Ekdal) bot beim 4:1 in Schweden eine überragende Leistung und hatte großen Anteil an der Qualifikation der Österreicher für die EM-Endrunde. (Foto: Imago)

Gareth Bale, Topstar der Waliser, scheint sich beim 0:0 gegen Israel in Cardiff ein Laufduell mit dem kroatischen Schiedsrichter Ivan Bebek zu liefern. (Foto: Imago)

 

Und weitere Außenseiter klopfen - auch dank des neuen 24er Formats - erstmals an die Tür zur EM, die vom 10. Juni bis 10. Juli zum zweiten Mal nach 1984 in Frankreich stattfindet. Vor allem die Briten sind diesmal groß im Geschäft. Neben England dürfen auch Wales und Nordirland die Planungen aufnehmen. Die Waliser um 100-Millionen-Mann Gareth Bale mussten zwar ihre EM-Party nach dem 0:0 gegen Israel verschieben, doch den noch benötigten Punkt sollte der Spitzenreiter in Gruppe B spätestens im abschließenden Heimspiel gegen Andorra holen.

Nicht viel schlechter ist die Ausganglage für Nordirland in Gruppe F bei vier Punkten Vorsprung auf den Dritten Ungarn. So war der späte Ausgleich beim 1:1 gegen die Magyaren in der Nachspielzeit durch Kyle Lafferty goldwert. „Kyle wer?“, werden sie sich bei Norwich City gefragt haben. Nicht eine einzige Minute kam der Stürmer beim Premier-League-Klub in dieser Saison zum Einsatz. Für Nordirland traf er indes schon siebenmal. Zu den drei Mannschaften von der Insel könnte sich noch ein viertes gesellen. In der von Deutschland angeführten Gruppe D dürfte entweder Irland oder Schottland zumindest einen Playoff-Platz erreichen.

Und die Großen? Titelverteidiger Spanien muss sich nach dem 1:0 in Mazedonien keine Sorgen mehr machen, ähnlich verhält es sich beim EM-Zweiten Italien, auch wenn die „Squadra Azzurra“ die eigenen Fans in Gruppe H mit unansehnlichen 1:0-Siegen gegen Malta und Bulgarien alles andere als verwöhnt hat. Solange aber der 37 Jahre alte Routinier Gianluigi Buffon, der zum 150. Mal für Italien auflief, weiter so stark hält, wird die Minimalisten-Taktik auch in Zukunft aufgehen - vielleicht auch in Frankreich. Mit ziemlicher Sicherheit ist dann neben Weltmeister Deutschland auch der Weltfußballer Cristiano Ronaldo dabei. Nach dem 1:0 in Albanien fehlt Portugal nur noch ein Punkt.