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EM-Quartier des DFB: Campo Bahia als Vorbild

UEFA Euro 2016

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27/10/2015
 

Als amtierender Weltmeister mangelt es nicht an Selbstvertrauen. Und darum kommunizierte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bereits im Juni dieses Jahres – noch lange vor der gesicherten Qualifikation - ohne Umschweife, dass die Nationalmannschaft während der Europameisterschaft 2016 am Genfer See wohnen wird. Und zwar im Hotel Ermitage, einem 1909 erbautem Vier-Sterne-Hotel inmitten eines 19 Hektar großen Parks, der oberhalb der Stadt Évian-les-Bains auf dem „Plateau des Mateirons“ liegt.

Das Hotel Ermitage ist das Quartier der deutschen Nationalmannschaft während der Europameisterschaft 2016 in Evian am Genfer See. (Foto: GES/Augenklick)

 

Die Rahmenplanungen waren zu diesem Zeitpunkt weiter fortgeschritten als die sportlichen. Denn dem DFB-Team stand ja bekanntlich noch der heiße Herbst bevor, in dem es galt, sich überhaupt für die EM zu qualifizieren. Trotz der 0:1-Pleite in Irland gelang das aber souverän, durch die Erfolge gegen Polen (3:1), in Schottland (3:2) und gegen Georgien (2:1) sicherte sich die Nationalelf das Ticket für die EM-Endrunde - und bestätigte so den DFB in der frühzeitigen Planung. Manager Oliver Bierhoff erhofft sich durch das Quartier einen ähnlichen Vorteil für das Team wie 2014 in Brasilien durch das bereits legendäre „Campo Bahia“. „Die WM ist Vergangenheit, nun richten wir den Blick in Richtung Europameisterschaft in Frankreich. Aus der Erfahrung der zurückliegenden Turniere wissen wir auch, dass wir organisatorisch und logistisch frühzeitig Planungssicherheit brauchen“, erklärte Bierhoff. Der Manager war kreuz und quer durch Frankreich gereist, um das Optimale zu finden. „Für das Quartier sind uns Kompaktheit und kurze Wege wichtig, an diesen Rahmenbedingungen wollen wir festhalten, diese haben wir in Évian gefunden, nachdem wir in den vergangenen Monaten das ganze Land bereist und bis zuletzt verschiedene Optionen hatten“, sagte Bierhoff.

Eines der Zimmer im deutschen Team-Basecamp für die EM-Endrunde 2016 im Hotel Ermitage in Evian. (Foto: GES/Augenklick)

 

Wie in Brasilien soll die Umgebung den Spielern einen Mehrwert bieten und die Lockerheit während des vierwöchigen Turniers fördern. Bierhoff ist zufrieden mit der Wahl: „Im Hotel Ermitage haben wir exzellente Voraussetzungen, um in Ruhe arbeiten, trainieren und regenerieren zu können. Genfer See und Alpen bieten ein beeindruckendes Panorama, die Nähe zur Stadt Évian und gute Arbeitsmöglichkeiten für die Medien, die uns begleiten werden, sind weitere Pluspunkte.“ Die Anlage des Vier-Sterne-Hauses liegt oberhalb der Stadt Évian-les-Bains auf dem Plateau des Mateirons 125 Meter über dem See in einem 19 Hektar großen Park. Das Hotel wurde im Jahr 2010 komplett renoviert es verfügt über 80 Zimmer sowie über elf Konferenz-Räume die zu Büros und Arbeitsräumen umfunktioniert werden. Für regenerative Trainingseinheiten steht das hoteleigene Spa Quatre Terres zur Verfügung. Die Distanz zum Flughafen Genf beträgt 45 Kilometer zum Zentrum der Stadt Évian-les-Bains drei Kilometer. Den Trainingsplatz Stade Camille Fournier und das Hotel trennen lediglich etwa 1000 Meter.

Zur Vorbereitung in die Schweiz nach Ascona

Bevor die Auswahl kurz vor dem Turnierstart am 10. Juni das Quartier beziehen wird, absolviert sie noch ein zehn- bis zwölftägiges Trainingslager. Allerdings nicht in Frankreich, sondern aller Voraussicht nach in der Schweiz – an einem wohlbekannten Ort. Zwar sind noch letzte Details zu klären, aber der DFB-Tross wird sich wohl wie während der gesamten EM 2008 im Tessin niederlassen, um die abschließenden Vorbereitungen auf die Europameisterschaft zu treffen. In Ascona am Lago Maggiore soll im Mai 2016 der Feinschliff erfolgen, um nach dem WM-Titel auch den EM-Pokal zu gewinnen.

Die Seepromenade von Ascona im Schweizer Kanton Tessin. In dem feinen Örtchen am Lago Maggiore bereitet sich die deutsche Nationalmannschaft auf die EM 2016 vor. (Foto: Kunz/Augenklick)

 

Bis nach dem Aufenthalt im Tessin am 31. Mai der finale EM-Kader bekanntgegeben wird, warten auf die Spieler noch attraktive Bewährungsproben. Die Freundschaftsspiele vor dem Turnier sind allesamt echte Härtetests, in denen sich die Profis für das Turnier empfehlen können. Zunächst steht am 13. November die Partie in Paris bei EM-Gastgeber Frankreich an, vier Tage später empfängt die Nationalelf in Hannover die Niederlande. Im neuen Jahr warten zudem noch die Tests gegen England am 26. März in Berlin und gegen Italien am 29. März in München. Vier Klassiker also, in denen die deutsche Mannschaft sich wieder an die Form der WM herantasten sollte, die während der EM-Qualifikation nur selten erreicht wurde. Als letztlich souveräner Gruppensieger blickt der DFB dennoch entspannt auf die Auslosung der EM-Gruppen am 12. Dezember in Paris. Unabhängig vom Ausgang der vier Playoff-Duelle im November ist Deutschland in Lostopf 1 als Gruppenkopf gesetzt – ebenso wie Gastgeber Frankreich, Titelverteidiger Spanien und die Teams mit dem besten Uefa-Koeffizienten: England, Portugal und Belgien.

Lostöpfe für EM-Auslosung nach Playoffs komplett

Italien hat es nur in den zweiten Topf geschafft und wird somit in der Gruppenphase nicht auf Russland, Schweiz, Österreich und Kroatien treffen. Ob Tschechien ebenfalls zum zweiten Topf gehören wird, hängt vom Ausgang der Playoff-Spiele (12. Bis 17. November) ab. Hier treffen Schweden und Dänemark, Irland und Bosnien, Norwegen und Ungarn sowie Slowenien und die Ukraine aufeinander. Sicher in Top 3 sind deshalb momentan auch nur Polen, Rumänien und die Slowakei. Eventuell auch die Türkei, die allerdings je nach Ausgang der Playoffs auch noch in Topf 4 zu Island, Wales, Albanien und Nordirland abrutschen kann.

Oliver Bierhoff und Joachim Löw, hier bei der Eröffnung des Deutschen Fußballmuseums am 23. Oktober 2015, haben die EM-Endrunde schon detailliert geplant. (Foto: GES/Augenklick)

 

Unabhängig von den Gegnern, die Deutschland am 12. Dezember zugelost werden, gibt es für die DFB-Auswahl ohnehin nur ein Ziel: den EM-Titel. Auf die volle Unterstützung vor Ort wird sich die Mannschaft verlassen können, Évian freut sich bereits auf die Ankunft des Mitfavoriten: „Es ist eine große Ehre für uns, mit der deutschen Mannschaft den amtierenden Weltmeister während der Euro 2016 als Gast in unserem Haus willkommen zu heißen“, sagt Yannick Le Hec, der General Manager des Évian Resort. Und weiter: „Wir wünschen dem DFB alles Gute für diesen Wettbewerb.“