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24 EM-Teilnehmer und Lostöpfe stehen fest

UEFA Euro 2016

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25/11/2015
 

In den Playoff-Begegnungen setzten sich Ungarn, Irland, Schweden und die Ukraine durch. Sie sicherten sich die letzten vier Plätze für die Endrunde der UEFA Europameisterschaft, an der vom 10. Juni bis 10. Juli erstmals insgesamt 24 Nationen teilnehmen werden.

Zlatan Ibrahimovic erzielt mit einem perfekten Freistoß das 2:0 für Schweden gegen Dänemark (Endstand 2:2). (Foto: Getty Images)

 

Nach 268 Qualifikationsspielen fiel der Vorhang, die Qualifikation zur EM 2016 wurde am Dienstag, dem 17. November, beendet. Der nächste große Termin im Vorfeld des Turniers in Frankreich findet nun am 12. Dezember statt. An diesem Samstag wird im Palais des Congrès de Paris die Auslosung der sechs Gruppen durchgeführt. Sechs Nationen sind dabei gesetzt, sie bilden den ersten Lostopf. Dies sind Weltmeister Deutschland, Gastgeber Frankreich, Titelverteidiger Spanien sowie England, Portugal und Belgien.

Nicht die FIFA-Weltrangliste, die aktuell Belgien vor Deutschland anführt, sondern der Koeffizient, den die Europäische Fußball-Union (UEFA) erstellt,  entscheidet, in welchem der insgesamt vier Töpfe eine Mannschaft angesiedelt wird. In die Wertung fließen verschiedene sportliche Leistungen ein wie das Abschneiden in der Qualfikation und die Resultate bei früheren Turnieren. Ältere Ergebnisse werden weniger gewichtet als jüngere.

Das Tor von Yussuf Poulsen gegen Schweden beim 2:2 im zweiten Play-off-Spiel war zu wenig: Dänemark verpasste die EM. (Foto: Imago)

 

Die vier Lostöpfe mit den UEFA-Koeffizienten:

TOPF 1: Deutschland (40,236), Spanien (37,962), England (35,963), Portugal (35,138), Belgien (34,442), Frankreich (Gastgeber 33,599)

TOPF 2: Italien (34,345), Russland (31,345), Schweiz (31,254), Österreich (30,932), Kroatien (30,642), Ukraine (30,313)

TOPF 3: Tschechien (29,403), Schweden (29,028), Polen (28,306), Rumänien (28,038), Slowakei (27,171), Ungarn (27,142)

TOPF 4: Türkei (27,033), Irland (26,902), Island (25,388), Wales (24,521), Albanien (23,216), Nordirland (22,610)

Mit der Slowakei, Wales, Nordirland, Island und Albanien sind fünf Nationen zum ersten Mal bei einer EM- Endrunde teil. Von 1996 bis 2012 wurde die EM-Endrunde mit 16 Teams durchgeführt (davor mit acht oder vier), im nächsten Jahr nehmen erstmals 24 Mannschaften den Kampf um den EM-Titel auf. Aus den sechs Gruppen (A bis F) qualifizieren sich jeweils die beiden Gruppenersten sowie die vier besten Gruppendritten für das Achtelfinale. Die EM beginnt am 10. Juni mit dem Eröffnungsspiel im Stade de France, an dem Gastgeber Frankreich beteiligt sein wird. Am 10. Juli findet an gleicher Stelle das Endspiel statt. Weitere Spielorte sind Bordeaux, Lens, Lille, Lyon, Marseille, Nizza, Paris mit dem Prinzenparkstadion, Saint Etienne und Toulouse.

Ukraine gewinnt erstmals die Playoff-Spiele

Die Ukraine mit Denys Garmash (rechts/gelbes Trikot) setzte sich in den Playoffs gegen Slowenien mit Bostjan Cesar durch. (Foto: Imago)

 

Ein 2:2 im Playoff-Rückspiel in Kopenhagen reichte Schweden, um nach dem 2:1 im Hinspiel des skandinavischen Bruderduells gegen Dänemark in die Endrunde einzuziehen. Die Ukraine schaffte es endlich, einmal eine Play-off-Teilnahme erfolgreich zu überstehen. Mit dem 1:1 gegen Slowenien in Maribor - vorausgegangen war ein 2:0-Heimsieg - schaffte es der EM-Gastgeber von 2012 das Scheitern in insgesamt fünf Relegationsrunden vorerst vergessen zu machen. Vor der EM 2000 hatte die Ukraine gegen Slowenien verloren. Dazu zogen die Osteuropäer viermal in den Play-offs zu Weltmeisterschaften den Kürzeren.

Gabor Kiraly ist ein Torwart-Original, der immer in einer grauen Jogginghose spielt. Der 39-Jährige war entscheidend an den Play-off-Siegen der Ungarn gegen Norwegen beteiligt. (Foto: Imago)

 

Erstmals seit 1972, als nur vier Mannschaften die Endrunde bestritten, erreichte Ungarn wieder das Endturnier um die kontinentale Krone. Mit dem 2:1 in Budapest gegen die leicht favorisierten Norweger, dem schon ein 1:0-Auswärtserfolg in Oslo vorausgegangen war, gelang es nun den Magyaren, beide Play-off-Spiele zu gewinnen. Irland schaffte es zum dritten Mal nach 1988 und 2012, sich für eine EM-Endrunde qualifizierte. Mit 2:0 bezwangen „die Boys in Green“ die Auswahl von Bosnien-Herzegowina, nachdem sich die beiden Kontrahenten im Hinspiel mit einem 1:1 getrennt hatten. Der irische Stürmerstar Jon Walters stutzte dem Drachen vom Balkan mit seinem Doppelpack die Krallen und startete damit eine große „grüne“ Party in der irischen Hauptstadt.