Produkte für PKW / Van / 4x4

New content item

Gruppe C: Der Weltmeister peilt den Gruppensieg an

UEFA Euro 2016

 Votes Print
 
25/05/2016
 

Deutschland, Ukraine, Polen, Nordirland


Die Konkurrenten stellen sich artig hinten an und bestätigen die Favoritenrolle des Weltmeisters. Und für die deutsche Nationalmannschaft gibt es nur ein Ziel: In der Gruppe C soll selbstverständlich der erste Platz errungen werden, als Zwischenstation auf dem Weg ins Finale. Polen, das in der Qualifikation in Warschau seinen ersten Sieg gegen Deutschland erkämpfte, gilt als Anwärter auf den zweiten Rang. Die Ukraine, noch bei der EM 2012 mit den Polen durch die gemeinsame Turnier-Austragung verbunden, dürfte aber ein ernsthaftes Wörtchen mitreden wollen, wenn es um den Einzug in das Achtelfinale geht. Wahrscheinlicher wäre jedoch die Qualifikation als Gruppendritter. Als Außenseiter wird Nordirland eingestuft, das sich erstmals seit 1986 wieder für ein EM- oder WM-Turnier qualifizieren konnte. Ein Punktgewinn wäre bereits ein Erfolg.

Deutschland: Jogis Jungs wollen den Titelrekord

Die deutschen Fans haben die Messlatte für „Jogis Jungs“ hochgelegt. Und die Spieler der deutschen Nationalmannschaft setzten sich selbst das anspruchsvollste Ziel. Zwei Jahre nach dem WM-Triumph in Brasilien soll nun der vierte EM-Titel folgen. Damit wäre Deutschland wieder alleiniger Rekord-Europameister mit vier gewonnenen Titeln (zuvor 1972, 1980, 1996) und hätte Spanien (1964, 2008, 2012) abgehängt. In der Qualifikation zur Endrunde rumpelte es allerdings, erst im Schlussspurt wurde nach der 0:2-Niederlage in Warschau (Oktober 2014) und dem 0:1 in Irland (Oktober 2015) der Gruppensieg vor Polen gesichert, in den Testspielen gab in den vergangenen zwei Jahren vier Niederlagen (gegen Argentinien, die USA, Frankreich und England), vom ersten Weltranglisten-Platz stürzte das Team bis zur Nummer 5 ab. So gefestigt wie bei der WM in Brasilien wirkt das Team von Joachim Löw nicht mehr. „Wir sind stark, aber nicht unschlagbar“, erklärte der Bundestrainer. Es bliebe noch viel zu tun, um die Mannschaft auf EM-Kurs zu bringen. Aber auch 2014 war vor der WM nicht alles eitel Sonnenschein und Löw und seine Crew schafften es dennoch, die Spieler auf den Punkt in Bestform zu bringen. Die Vorbereitungen auf die großen Turniere war schon immer eine Stärke der Deutschen. Aber auch das sei verraten: Eine Statistik spricht gegen Deutschland als neuer Europameister. Immer, wenn die deutsche Elf als Weltmeister im EM-Finale stand, verlor sie (1976, 1992).


Prognose: Finalteilnahme

Mario Götze (rechts), Torschütze im WM-Finale, trug zur EM-Qualifikation der deutschen Mannschaft bei. Gegen Georgien kämpfte er gegen Torwart Giorgi Loria und Lasah Dvali. (Foto: Getty Images)

Die Ukraine mit Rusian Rotan (rechts) traf in der EM-Qualifikation auf Spanien mit Juanfran und verlor zweimal 0:1. (Foto: Getty Images)

 

Ukraine: Der bekannteste Star sitzt auf der Bank

Die Ukraine hat sich zum ersten Mal für eine EM-Endrunde qualifiziert, aber ein Neuling ist sie deswegen nicht. Vor vier Jahren nahmen die Osteuropäer als Co-Ausrichter an dem Turnier teil. Enttäuschend schied der Gastgeber schon nach der Vorrunde aus, auch weil beim 0:1 gegen England ein reguläres Tor der Ukrainer nicht anerkannt worden war. John Terry schlug in einer spektakulären Aktion den Ball wieder ins Spielfeld. Beim Auftaktspiel der Gruppe C gegen Deutschland am 12. Juni in Lille sitzt der größte Star des ukrainischen Fußballs auf der Bank. Andrej Schewtschenko, ehemaliger Weltklassestürmer, ist Co-Trainer bei Michail Fomenko. Ex-Bayern-Profi Anatoli Timoschtschuk steht noch im Kader, ist aber mit inzwischen 37 Jahren nicht mehr erste Wahl. Zum Duell gegen Deutschland sagt er: „Es wird für uns die Richtung bei der EM vorgeben. Das Turnier ist für uns und unsere Fans sehr bedeutend.“ Der 67-jährige Fomenko kann sich auf seine stabile Defensive verlassen. Die Mannschaft wurde in der Qualifikation Dritter hinter Spanien und der Slowakei, kassierte aber nie mehr als ein Gegentor. In den Playoffs setzte sich die Ukraine gegen Slowenien durch.


Prognose: Aus im Achtelfinale

 

Polen: „Lewi“ und die „weißen Adler“ hoffen auf neue Blüte

Robert Lewandowski wurde mit 13 Treffern der Torschützenkönig der EM-Qualifikation. Der Stürmer des FC Bayern München ist der unumstrittene Star in der polnischen Nationalmannschaft, die auf ihr bestes EM-Ergebnis hofft. Das dürfte allerdings gar nicht ganz so schwierig werden, denn bisher hat Polen noch keinen einzigen Sieg bei einer EM-Endrunde errungen. Die Teilnahme an der EM 2012 als Gastgeber wurde zum Desaster, als Gruppenletzter schieden die Polen nach der Vorrunde aus. Und auch 2008 war schon Schluss nach den Gruppenspielen, ebenfalls als Letzter. Diesmal wird Polen von den meisten Experten der zweite Platz zugetraut, denn ihre Klasse beweisen „Lewi“ und die „weißen Adler“, zu denen auch der Ex-Dortmunder Jakub Blaszczykowski und der aktuelle Dortmunder Lukasz Piszczek gehören, unter der Regie ihres Trainers Adam Nawalka unter anderem beim 2:0 gegen Weltmeister Deutschland im Oktober 2014 in der EM-Qualifikation. Abgeschlossen wurde die Gruppe mit nur einem Punkt Rückstand auf das deutsche Team. „Mein Wunsch ist, dass Polen und Deutschland weiterkommen“, sagte Lewandowski, der Kapitän des Teams ist. „Wenn wir auch das Viertelfinale erreichen, wäre das ein großer Erfolg. Gut genug sind wir eigentlich“, meinte Lewandowski. „Ob wir wirklich eine Goldene Generation haben, müssen wir abwarten. Wenn es gut läuft, ist für unsere Mannschaft aber einiges möglich“, erklärte Tomasz Waldoch, der frühere Schalker.


Prognose: Viertelfinale

James Ward, der sich gegen den Rumänen Laszlo Sepsi durchsetzt, und seine Teamgefährten von Nordirland qualifizierten sich als Gruppensieger für die EM 2016. (Foto: Getty Images)

 

Nordirland: Die Helden wollen ihre Krönung

Der Fußball in Nordirland lebte lange von der Erinnerung an viel bessere Zeiten. Dreimal nahm das Team an Weltmeisterschaften teil, 1958 rückte es ins Viertelfinale vor, beim Turnier 1982 mit der Qualifikation für die zweite Finalrunde wurde Gastgeber Spanien geschlagen, aber dann folgte 1986 der letzte Start bei einer WM, begleitet von der „Green and White Army“ der nordirischen Fans. Nun nimmt Nordirland, gefeiert von ganz Großbritannien, erstmals an einer Europameisterschaft teil. Pat Jennings, mit 119 Länderspielen einer der Stars der ruhmreichen Historie, sieht schwere Aufgaben auf das Team von Michael O’Neill zukommen: „Leicht wird das Turnier nicht, aber wenn unsere Jungs rausgehen und kämpfen, wie wir es gegen Spanien vor vielen Jahren gemacht haben, dann sind sie schwer zu schlagen.“ In der Qualifikation zeigten die robusten Nordiren, die meist bei unterklassigen englischen Klubs oder in der schottischen Liga spielen, was in ihnen steckt. Sie wurden Gruppensieger mit sechs Siegen, verloren nur gegen Rumänien. Griechenland, der Europameister von 2004, wurde zweimal bezwungen.


Prognose: Aus in der Vorrunde, spätestens im Achtelfinale

 

Die Spiele:

Sonntag, 12. Juni, 18.00 Uhr, Nizza: Polen – Nordirland

Sonntag, 12. Juni, 21.00 Uhr, Lille:    Deutschland - Ukraine

Donnerstag, 16. Juni, 18.00 Uhr, Lyon: Ukraine - Nordirland

Donnerstag, 16. Juni, 21.00 Uhr, St. Denis: Deutschland - Polen

Dienstag, 21. Juni, 18.00 Uhr, Marseille:     Ukraine – Polen

Dienstag, 21. Juni, 18.00 Uhr, Paris:  Nordirland – Deutschland