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Gruppe E: Attraktive Gruppe für Europas Nummer eins

UEFA Euro 2016

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26/05/2016
 

Belgien, Italien, Irland, Schweden


Als Zweiter der Weltrangliste ist Belgien nicht bloß die am besten platzierte Mannschaft Europas, sondern hat sich so auch einen Platz unter den Top-Favoriten für die EM-Endrunde verdient. Die Auswahl des früheren Schalke-Profis Marc Wilmots gilt somit als erster Anwärter auf den Spitzenplatz in der Gruppe E – der allerdings das Ticket für ein hartes K.o.-Duell sein wird: Im Achtelfinale wartet auf den Sieger der Gruppe E der Zweitplatzierte aus der mit Spanien, Tschechien, Türkei und Kroatien stark besetzten Gruppe D. Erst einmal muss sich Belgien aber gegen Italien, Irland und Schweden in der Gruppe E behaupten, um die Vorrunde zu überstehen. Nimmt man die Weltranglistenposition als Gradmesser, ist Italien der größte Konkurrent: Der Europameister von 1968 liegt im FIFA-Ranking auf Rang 15 und damit weit vor Irland (31) und Schweden (36). Beide Nationen sicherten sich ihre Plätze erst in den Playoffs und haben mit der Turnier-Teilnahme das große Ziel bereits erreicht – nun wollen sie ihren Fans allerdings lange Freude bereiten das Turnier nicht schon nach der Vorrunde schon wieder verlassen.


 

Belgien: Auch ohne Kompany ein starkes Team


Im November 2015 erreichte Belgien tatsächlich den Fußball-Gipfel. Das Land schob sich auf den ersten Platz der Fifa-Weltrangliste und belohnte sich so für die außerordentlich gute Entwicklung des Nationalteams in den vergangenen Jahren. Zwar hat sich Argentinien mittlerweile an Belgien vorbeigeschoben, die Euphorie vor dem Start der EM-Endrunde ist aber dennoch grenzenlos – daran änderte nicht einmal der bittere Ausfall von Kapitän Vincent Kompany (Oberschenkelverletzung) etwas. Auch ohne den Star von Manchester City verfügt die Mannschaft von Marc Wilmots über eine hervorragende Mischung aus europäischen Top-Spielern und vielversprechenden Talenten. Mit Thibaut Courtois (FC Chelsea), Simon Mignolet (FC Liverpool), Toby Alderweireld, Jan Vertonghen, Moussa Dembele (alle Tottenham Hotspur), Marouane Fellaini (Manchester United), Kevin De Bruyne (Manchester City), Eden Hazard (Chelsea). Christian Benteke (FC Liverpool), Romelu Lukaku (Everton) und Divock Origi (FC Liverpool) stehen gleich elf Premier-League-Spieler im vorläufigen Aufgebot. Dazu kommen mit Thomas Vermaelen (FC Barcelona), Axel Witsel (Zenit St. Petersburg) und Dries Mertens (SSC Napoli) weitere internationale Größen. Gelingt es Wilmots, die Einzelkönner weiter zu einer Einheit zu formen, sollte Belgien die hohen Erwartungen im In- und Ausland erfüllen können.


Prognose: Halbfinale

Zufrieden und zuversichtlich: Das belgische Team um Kevin de Bruyne (l.). Foto: Imago

 

Italien: Gefahr von der Überholspur


Während sich Belgien in den vergangenen Jahren ein schier unerschöpfliches Reservoir an Talenten zugelegt hat, sorgt sich Gruppen-Kontrahent Italien noch immer um seinen Nachwuchs – und damit um die Zukunft. Zwar gelang vor vier Jahren noch der Einzug ins EM-Finale, der Final-Pleite gegen Spanien folgte bei der WM 2014 aber das katastrophale Aus in der Vorrunde – hinter Costa Rica und Uruguay. Mittlerweile haben Mannschaften wie eben Belgien, aber auch England oder Frankreich Italien technisch und spielerisch überholt. Nationaltrainer Antonio Conte führte den viermaligen Weltmeister aber immerhin als Qualifikations-Gruppensieger zur EM, Italien konnte immerhin Teams wie Kroatien und Norwegen hinter sich lassen. In seinem vorläufigen Kader für die Endrunde verzichtete der Coach auf frühere Größen wie Andrea Pirlo und Mario Balotelli – hielt aber an seinem bereits 38-jährigen Torhüter Gianluigi Buffon (Juventus Turin) sowie an den erfahrenen Thiago Motta (33/Paris St.-Germain), Andrea Barzagli (35/Juventus Turin), Riccardo Montolivo (31/AC Mailand) und Daniele di Rossi (32/AS Rom) fest. Mit sieben Spielern stellt Juventus Turin den größten Block im Aufgebot. Mit Angelo Ogbonna (West Ham United), Graziano Pellè (FC Southampton) sowie Matteo Darmian (Manchester United) stehen zudem drei Spieler aus der englischen Premier League im vorläufigen Aufgebot.


Prognose: Viertelfinale möglich, für mehr muss Italien den Ruf als Turniermannschaft wiederbeleben

Mit 38 Jahren noch einmal zur EM: Italien Torhüter-Ikone Gianluigi Buffon (l.). Foto: Imago

 

Irland: Nicht nur die Fans sollen begeistern


Irland feiert seine dritte EM-Teilnahme. Anders als beim Turnier vor vier Jahren sollen in Frankreich aber auch die Fußballer begeistern – und nicht nur die reisefreudigen und vor allem stimmgewaltigen Fans. Null Punkte aus drei Spielen, dazu 1:9 Tore war die niederschmetternde Bilanz des irischen Teams bei der EM 2012. Die Fans feierten dennoch und intonierten das irische Volkslied “Fields of Athenry“ – nun erhoffen sie sich aber ein besseres Abschneiden und glauben nicht zuletzt durch die Modus-Änderung an eine Achtelfinal-Teilnahme. Nach dem 1:0-Sieg in der Qualifikation gegen Weltmeister Deutschland war das Rückspiel in den Playoffs gegen Bosnien das große Highlight: Jonathan Walters von Stoke City erzielte beide Treffer beim 2:0 gegen Bosnien und führte Irland nach dem 1:1 im Hinspiel zur Endrunde. Das vorläufige Aufgebot wird von Spielern aus der englischen Premier League dominiert, Trainer Martin O’Neill hat aber auch Legende Robbie Keane (35/Los Angeles Galaxy) nominiert. Der Angreifer erzielte seit seinem Wechsel in die nordamerikanische Profi-Liga 77 Tore in 114 Ligaspielen und legte zudem noch 35 Treffer auf. Ein Problem könnte die Torhüterposition werden: Shay Given (40) spielt bei Stoke City schon lange keine Rolle mehr, Irlands Nummer eins Darren Randolph (29) sitzt aber bei West Ham ebenso nur auf der Bank wie David Forde (36) beim FC Millwall.


Prognose: Irland wird die stark besetzte Gruppe trotz Kampfgeist und Fan-Unterstützung nicht überstehen. 

Im Club auf der Bank, bei Irland im Tor: Darren Randolph Foto: Imago

 

Schweden: Die Rückkehr der Legende


Sein Satz ‚Ich kam als König und ging als Legende‘ gehört jetzt schon in die Fußball-Geschichtsbücher. Doch bereits wenige Wochen nach seinem Abschied von Paris St.-Germain kehrt Zlatan Ibrahimovic nach Frankreich zurück – und will sich keinesfalls den in den vergangenen Jahren erworbenen Ruf versauen. Auch in Schweden genießt der Stürmer den Status als Nationalheld – und festigte ihn in den Playoffs, als er sein Land gegen Dänemark fast im Alleingang zur Endrunde schoss. Ein Tor beim 2:1, zwei Treffer beim 2:2 – Ibrahimovic war mal wieder nicht zu stoppen – auch nicht verbal: „Ich habe ganz Dänemark in Rente geschickt“, sagte er im Anschluss. In der Gruppenphase hatte es für ihn und seine Schweden allerdings nur zu Platz drei hinter Österreich und Russland gereicht. Nachdem Schweden die WM 2014 verpasst haben, brennt der Ausnahme-Angreifer auf sein wohl letztes großes Turnier. Die Hoffnungen ruhen neben den Fähigkeiten des 34-Jährigen auf der neuen Generation: Gleich sechs Spieler stehen im Aufgebot, die im Vorjahr den Titel bei der U21-EM gewannen.


Prognose: Mehr als das Achtelfinale wäre eine Überraschung 

Der große Star: Zlatan Ibrahimovic (2. v. l.) soll Schweden in die K.o.-Runde führen. Foto: Getty

 

Die Spiele:

Montag, 13. Juni, 18 Uhr, Saint-Denis: Irland – Schweden

Montag, 13. Juni, 21 Uhr, Lyon: Belgien – Italien

Freitag, 17. Juni, 15 Uhr, Toulouse: Italien – Schweden

Samstag, 18. Juni, 15 Uhr, Bordeaux: Belgien – Irland

Mittwoch, 22. Juni, 21 Uhr, Lille: Italien – Irland

Mittwoch, 22. Juni, 21 Uhr, Nizza: Schweden – Belgien