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Sightseeing rund ums Stadion

UEFA Euro 2016

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08/06/2016
 

Tore, Elfmeter, Siege sind das eine. Doch Frankreich hat diesen Sommer noch mehr zu bieten – auch für Fußball-Fans. ContiSoccerWorld verrät die besten Sightseeing-Highlights für EM-Urlauber: drei Tipps für jeden Spielort.

Bordeaux – Wasserspiele und Weinfeste

Tipps 1: Es wird sicher heiß im Südwesten Frankreichs. Da will man in Bordeaux nicht nur Wein und Stadionbier trinken. Ein Bummel durch die Altstadt mit Zwischenstopp am Place de la Bourse ist ein Muss. Seit 2006 erfreuen hier einzigartige Wasserspiele – miroir d’eau – jeden Besucher. Der größte Wasserspiegel der Welt (3450 Quadratmeter) fasziniert mit Spiegel-, Nebel- und Wasser-Effekten auf einer gigantischen Granitplatte.

 

Tipp 2: Ab dem 23. Juni wartet auf die Schlachtenbummler ein besonderes Ereignis: La Bordeaux fête le vin. Das Wein-Festival auf der Uferpromenade bietet neben exzellenten Weinen aus 80 verschiedenen Regionen Licht-Shows und Live-Musik.

 

Tipp 3: Frisch eröffnet ist das Cité des Civilisations du Vin, ein interaktives Wein-Museum am Ufer der Garonne mit einem spektakulären Multimedia-Parcours. Der riesige Glasturm bietet zudem beste Aussicht über Bordeaux.

Das Weinfest von Bordeaux. Foto: Jean-Michel Destang

 

Lens – Kohle und Konzerte

Tipp 1: Lens im Norden Frankreichs hat ein Stadion, das mehr Zuschauer (45.000) fasst, als heute Menschen in der Stadt wohnen (37.000). Dennoch hat Lens eine große industrielle Vergangenheit als „Hauptstadt des französischen Kohlereviers“, seit 2012 UNESCO-Weltkulturerbe. Zwar wurde die letzte Zeche 1986 geschlossen, doch ein Besuch des ehemaligen Bergwerks 11/19 bietet einen faszinierenden Einblick in vergangene Zeiten.

 

Tipp 2: Nach dem Spiel ist vor der Party: Im nur 18 Kilometer entfernten Arras findet vom 1. bis zum 3. Juli das „Main Square Festival“ in einer 300 Jahre alten Zitadelle statt. Mehr als 100.000 Besucher werden zu rund 50 Konzerten erwartet. Ob Rock oder Hip Hop, elektronische Musik, Pop oder Folk – hier ist für jeden etwas dabei.

 

Tipp 3: Fans, die mit dem Zug anreisen, haben übrigens die erste Sehenswürdigkeit direkt abgehakt: Der Bahnhof von Lens (Gare de Lens) ist eines der ältesten Zeugnisse des Art-déco-Stils, einer Kunstrichtung der zwanziger Jahre. Das Bahnhofsgebäude wurde der Form einer Dampflokomotive nachempfunden.

Der Bahnhof von Lens sieht  aus wie eine Lokomotive. Foto: Matthieu Brard

Die Waffeln des Präsidenten. Foto: Pâtisserie Méerts

 

Lille – Die Waffeln des Charles de Gaulle

Tipp 1: Lille in Nordfrankreich hat ein großes architektonisches Erbe. Die sternförmig angelegte Bastion im Südwesten des Stadtkerns stammt aus dem 17. Jahrhundert und trägt den Beinamen „Königin der Zitadellen“. Außen befinden sich ein öffentlicher Park, der Jardin Vauban, sowie die Wasserarme der Deûle – ein schöner Platz zum Relaxen vor dem Spiel.

 

Tipp 2: Drei Mal wöchentlich (Di+Do+So, 7-14 Uhr, Metro 1, Station Wazemmes) gibt es auf auf dem Marktplatz von Wazemmes einen riesigen Multikulti-Markt mit mehr als 700 Ständen: Ob regionale Speisen, Gewürze, Tücher, Stoffe oder 1001 Schnäppchen – der vielfältige Markt hat eine ganz besondere Atmosphäre.

 

Tipp 3: Die Pâtisserie Méert ist eine kulinarische Institution: Schon die Einrichtung der 1761 gegründeten Konditorei versetzt die Besucher in frühere Zeiten der Grande Nation. Spezialität: Gaufres, die berühmten Waffeln der Region. Selbst Präsident Charles de Gaulle, ein gebürtiger Lillois, ließ sich sein Lieblingsgebäck von der Konditorei nach Paris schicken.

 

Lyon – Klein-Italien in Frankreich

Tipp 1: Lyon ist mehr als 2000 Jahre alt, die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und liegt am Zusammenfluss der Rhone und der Saône im Südosten Frankreichs. Besonders schön ist das Viertel Vieux Lyon. Im 15. Jahrhundert ließen sich hier italienische Familien nieder und prägten vor allem die Architektur nachhaltig. Heute ist es eines der größten erhaltenen Renaissance-Viertel Europas mit malerischen Gassen und vielen verträumten Restaurants.

 

Tipp 2: Erst 2014 wurde das "Museum der Zusammenflüsse" (Musée des Confluences) eröffnet. Es vereint Wissen über Technik, Wissenschaft, Gesellschaft, Geschichte, Geographie und den Werdegang der Menschheit unter einem Dach.

 

Tipp 3: Wer Lust auf Action hat, sollte sich in das römische Amphitheater auf dem Hochplateau des Fourvière-Hügels begeben. Während der "Nächte von Fourvière" (Nuits de Fourvière), werden Festspiele mit Theater, Musik, Tanz, Oper, Zirkus und Kino veranstaltet.

Das "Museum der Zusammenflüsse" in Lyon. Foto: Musée des Confluences

 

Marseille – Besuch beim Graf von Monte Christo

Tipp 1: An der beliebten Côte d’Azur liegt Frankreichs wichtigste Hafenstadt – und die älteste Metropole des Landes: Marseille. Unternimmt man vom Hafen aus eine kurze Bootstour, so gelangt man zum Château d’If, einem ehemaligen Gefängnis aus dem 16. Jahrhundert auf einer Insel. Berühmtheit erlangte es durch den Roman „Der Graf von Monte Christo“ von Alexandre Dumas, der seinen Helden eben hier einsperrte.

 

Tipp 2: Möchte man dem Trubel der Großstadt entfliehen, empfiehlt sich der Nationalpark Calanques: Fjordähnliche Buchten im Kalkgestein des Mittelmeers, Flora und Fauna sowie zahlreiche Wanderwege entlang der Küste bieten Urlaubsstimmung abseits der Stadien.

 

Tipp 3: Gerade im Sommer empfehlenswert: Schloss und Park Borély. Das Anwesen aus dem 18. Jahrhundert ist mit Rosengarten, See und Botanischem Garten eine ideale Oase zwischen den Stadionbesuchen. Jüngere Fans können sich mit Go-Karts, Karussell oder Modellbooten vergnügen. Der Strand Borély lädt zu einem perfekten Urlaubstag am Meer ein. 

Nizza – Hotspot an der Côte d’Azur

Tipp 1: Ach, die Côte d’Azur. O-la-la Nizza. Was für eine Hafenstadt! Belle Époque, Art déco, Barock – hier atmet man Kulturgeschichte. Spektakuläre Bauten sind die Barock-Kirche Saint-Jacques-le-Majeur, das Hôtel Negresco und das Kloster von Cimiez. Nicht fehlen darf ein Besuch der Promenade des Anglais, einer mit Blumen geschmückten Strandpromenade, die sieben Kilometer lang der Engelsbucht (Baie des Anges) folgt. Schöne Aussichten sind garantiert…

 

Tipp 2: Um das typische Treiben der provenzalischen Stadt hautnah mitzuerleben, sollte man einen der vielen Märkte besuchen. Täglich gibt es Blumen-, Gemüse- und Fischmärkte. Es ist ein Vergnügen, den Händlern und Kunden beim Feilschen zuzuschauen. Dazu findet jeden Montag auf der Cours Saleya in der Altstadt ein großer Antiquitätenmarkt statt.

 

Tipp 3: Am Rande der Stadt befindet sich der Schlossberg mit einer überragenden Aussicht über die gesamte Stadt. Für Erholung sorgt der botanische Garten, der mit seinen exotischen Pflanzen und dem Wasserfall zu ausgedehnten Pausen während des Aufstiegs einlädt. Bei Dunkelheit lässt sich von hier oben ein wunderschönes Lichtermeer bestaunen.

Nizza, die Perle an der Côte d’Azur. Foto: Nizza-Tourismus

 

Paris – Wasser, marsch!

Tipp1: Paris ist die einzige Stadt, die mit dem Parc de Princes und dem Stade de France zwei EM-Spielorte stellt. Und dazu den Eiffelturm, den Louvre und Notre-Dame. Und: die Fête des Tuileries, ein ab dem 27. Juni stattfindender Jahrmarkt auf dem Place de la Concorde.

 

Tipp 2: Im Sommer verwandelt sich der Garten von Schloss Versailles in ein nächtliches Theater. Während der gesamten EM finden dort allabendlich Wasserspiele statt. Begleitet von ausgewählter Musik, zeigen die Springbrunnen und Wasserfälle ein imposantes Spektakel.

 

Tipp 3: Wer nach Außergewöhnlichem strebt, sollte sich eine Bootstour auf dem Kanal Saint-Martin nicht entgehen lassen, vom Bassin de la Villette bis zur Bastille, inklusive vieler Schleusen und einer unterirdische Teilstrecke.

Klar, der Eiffelturm… Aber es gibt noch mehr zu entdecken in Paris. Foto: Atout France/Franck Charel

 

Saint-Étienne – Reise in die Tiefen des Universums

Tipp 1: Das Stadtzentrum von Saint-Étienne liegt 500 Meter hoch über dem Meeresspiegel, ist einer der höchstgelegenen Ballungsräume Europas. Saint-Étienne war früher eine bedeutende Kohle-Stadt: Das zeigt das Musée de la Mine am Park Puits Couriot. Hier erhält man einen Einblick in das Leben der Minenarbeiter und kann die tiefen Förderschächte und die Bergwerksbahn besichtigen.

 

Tipp 2: Wenn EM-Siege gefeiert werden wollen, ist ein Besuch in der Rue des Martyrs de Vingré Pflichtprogramm. In dieser belebten Gegend gibt es etliche Bars und Restaurants. Hier lässt sich perfekt in das Leben der Stéphanoises (so nennen sich die Einwohner Saint-Étiennes) eintauchen.

 

Tipp 3: Für einen visuellen Höhepunkt sorgt das Astronef, Frankreichs einziges 3D-Planetarium. Das Gebäude verfügt über eine hochmoderne Technik: Mit einem astronomischen Simulator können die Bewegungen der Planeten sowie von 3000 Sternen berechnet und in 3D projiziert werden.

Der Bergarbeits-Klamottenraum im Kohle-Museum. Foto: Florian Kleinefenn

 

Toulouse – Urknall am Jakobsweg

Tipp 1: Toulouse im Süden Frankreichs liegt eingebettet zwischen Meer und Pyrenäen – und gilt als besonders lebenslustig. Mehr als 1000 Veranstaltungen gibt es pro Jahr. Auch für EM-Urlauber: Vom 17. bis 21. Juni findet im gesamten Toulouser Stadtgebiet das internationale Musikfestival „Rio Loco“ statt. An über 50 öffentlichen Orten treten Stars sowie junge Talente auf.

 

Tipp 2: Die „rosafarbene Stadt“, wie Toulouse aufgrund der Backstein-Architektur genannt wird, verfügt über ein faszinierendes Kulturerbe: der prächtige Platz vor dem Rathaus, das Jakobinerkloster und die Basilika Saint-Sernin, die sogar eine Etappe auf dem Jakobsweg ist, schmücken den Weg durch die Stadt. Zum Entspannen gibt es viele schöne Ecken am Ufer der Garonne oder am Canal du Midi.

 

Tipp 3: Moderne Unterhaltung bietet der Cité de l’espace, ein Erlebnispark zu den Themen Raumfahrt und zivile Luftfahrt. Ein IMAX-Kino mit einem von Astronauten gedrehten Film, ein Planetarium sowie eine Welthalbkugel, in der man mit einer 3D-Videoprojektion die Entwicklung der Erde vom Urknall bis in die Gegenwart nachvollziehen kann, gehören zu den Attraktionen.