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Ein Rekord für den Weltmeister

UEFA Euro 2016

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14/10/2016
 

In der Qualifikation für das WM-Turnier 2018 in Russland präsentiert sich der aktuelle Titelträger Deutschland in bestechender Form und hat erstmals in der Geschichte die ersten drei Spiele einer Qualifikation zu einem EM- oder WM-Turnier ohne ein Gegentor gewonnen. Während Frankreich den Rivalen Niederlande distanzieren konnte, marschieren Spanien und Italien im Gleichschritt. Für Aufsehen sorgte England durch Diskussionen um Wayne Rooney und Island durch weitere furiose Erfolge.

 

Weltweit hat die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland Fahrt aufgenommen. Während einige Favoriten dabei sind, frühzeitig jegliche Chancen auf die Turnier-Teilnahme zu verspielen, präsentiert sich der amtierende Titelträger in altem Glanz: Weltmeister Deutschland überzeugte in den bisherigen drei Partien restlos. Das Ergebnis: Drei Spiele, drei Siege, acht Tore – und ein Rekord: Noch nie zuvor hatte ein DFB-Team die ersten drei Spiele einer Turnier-Qualifikation ohne Gegentor überstanden. Nach dem 2:0 gegen Nordirland – zuvor waren auch bereits Norwegen und Tschechien (jeweils 0:3) chancenlos gegen den Champion – zeigte sich Joachim Löw zufrieden. „Wir haben unsere Aufgaben bislang sehr gut erfüllt.“

Khedira

Nicht aufzuhalten: Sami Khedira und die deutsche Mannschaft (Foto: Imago)

 

Für große Emotionen reichte der Traumstart zwar nicht, dennoch spürten auch die Verantwortlichen, dass die Mannschaft konstanter und prägnanter wirkt, als noch in der EM-Qualifikation. Nach dem Sieg im WM-Finale von Rio de Janeiro hatte das deutsche Team etwas an Zielstrebigkeit verloren – nun präsentiert es sich wieder motiviert und gefährlich. Auch Thomas Müller hat seinen Torinstinkt wiedergefunden, der Star des FC Bayern München traf bereits vier Mal in der laufenden Qualifikation und schoss Deutschland somit auf Rang eins der Gruppe C vor Aserbaidschan (7 Punkte) und Nordirland (4). Sami Khedira, der wie Müller gegen Nordirland als Torschütze glänzte, reiste somit rundum glücklich zurück zu seinem Klub Juventus Turin zurück: „Wir haben sehr konzentriert und aggressiv gespielt. Ich denke, wir können mit der Leistung zufrieden sein.“

Ancelotti lobt Ventura

In Khediras sportlicher Heimat Italien stimmt der Tabellenstand derzeit zuversichtlicher als die Spielweise unter dem neuen Coach Giampiero Ventura (68). Dem soliden 3:1-Auftakterfolg in Israel folgten ein 1:1 gegen 60 Minuten beängstigend dominante Spanier und ein glücklicher 3:2-Sieg in Mazedonien, den Ciro Immobile mit zwei späten Toren sicherte und so eine Blamage beim 146. der Weltrangliste verhinderte. Da das von Julen Lopetegui trainierte spanische Team 2:0 in Albanien siegte, ist der erwartete Zweikampf um das einzige direkte Ticket nach Russland nun bereits in vollem Gange. Bayern Münchens italienischer Trainer Carlo Ancelotti macht seinen Landsleuten und seinem Trainerkollegen Ventura Mut: „Natürlich hatte die Mannschaft Probleme gegen Mazedonien, aber sie hat gekämpft und trotzdem gewonnen. Das ist das was zählt in so einer Periode der Veränderungen", sagte er der „Gazzetta dello Sport“. Und weiter: „Sie können nochmal gegen Spanien um alles spielen. Und dann gibt es immer noch die Playoffs."

Immobile

Retter in der Nachspielzeit: Italiens Stürmer Ciro Immobile (Foto: Imago)

 

Mit den Relegationsspielen müssen sich auch die Niederlande bereits nach drei Spielen schon befassen. In der Gruppe A liegt die Mannschaft nach dem 0:1 gegen Frankreich mit vier Punkten auf Rang drei hinter den Franzosen und Schweden (jeweils 7). Nach der verpassten Europameisterschaft droht Oranje das nächste Turnier-Aus, die Sorgen sind nach der ersten Niederlage in einem WM-Qualifikationsspiel seit 15 Jahren groß, obwohl die nötige Verjüngung des Kaders voranschreitet: Erstmals seit 14 Jahren spielten die Niederlande ohne einen der Altstars Sneijder, Van Persie, Van der Vaart und Robben.

Portugal feiert Silva

In Gruppe B steht die Schweiz mit neun Punkten an der Tabellenspitze – dank eines wackligen 2:1-Sieges in Andorra. Europameister Portugal (6) hielt durch einen lockeren 6:0-Erfolg auf den Färöer Inseln den Kontakt zum Spitzenreiter und bewies, dass das Reservoir an Talenten gut gefüllt ist: Der 20-jährige André Silva erzielte in der ersten Hälfte einen lupenreinen Hattrick. Damit stehen für den Stürmer des FC Porto nun vier Tore in drei Länderspielen in seiner Bilanz.


Damit hat Silva öfter getroffen, als England in den vergangenen drei Spielen. Dennoch führen die Three Lions die Gruppe F souverän mit sieben Punkten und 3:0-Toren vor Litauen und Slowenien (jeweils fünf Punkte) an. Ruhig ist es dennoch nicht auf der Insel, dem Theater um die Absetzung von Trainer Sam Allardyce nach einem heimlich gefilmten Interview mit brisanten Aussagen folgte die Diskussion um Kapitän Wayne Rooney, der von Interims-Coach Gareth Southgate beim 0:0 in Slowenien erst spät eingewechselt wurde und zuvor beim 2:0 gegen Malta sogar ausgepfiffen worden war. Southgate stellt sich trotz der Versetzung auf die Bank hinter den 30-Jährigen: „Der Leistungsdruck auf ihn ist enorm, die Kritik an ihm ist manchmal unfair. Er ackert weiter, spielt mit Stolz auch als Kapitän."

England

Trotz Tumulten an der Spitze: Daniel Sturridge (r.) und die Three Lions (Foto: Imago)

 

Island feiert, Türkei bangt, Brasilien marschiert

Ebenfalls für Aufsehen – allerdings in positiver Form – sorgte Island, der England-Bezwinger bei der Europameisterschaft. Einem denkwürdigen 3:2-Last-Minute-Sieg gegen Finnland folgte ein souveränes 2:0 gegen die Türkei. Mit sieben Punkten aus drei Spielen stehen die internationalen Fan-Lieblinge punktgleich hinter Kroatien (7) auf Platz zwei der stark besetzten Gruppe I. Die Ukraine (5) ist als Dritter noch in Reichweite, für die Türkei (2) ist das Turnier in Russland bereits in weite Ferne gerückt.

Island

Auch nach der EM noch im Spektakel-Modus: Jon Dadi Bödvarsson (l.) und die Isländer (Foto: Imago)

 

Auch in Südamerika ist der Kampf um die WM-Tickets in vollem Gange. Einzig Brasilien, mit 21 Punkten aus zehn Spielen, präsentierte sich bislang souverän. Uruguay (20) ist als Zweitplatzierter ebenfalls gut im Rennen, dahinter beginnt aber der Bereich der Sorgenfalten: Ecuador und Kolumbien (beide 17) belegen derzeit die beiden übrigen direkten Qualifikationsplätze, Vize-Weltmeister Argentinien (16) steht nur auf einem Rang, der zu einem Relegationsplatz berechtigen würde. Paraguay (15) sowie Copa-America-Sieger Chile (14) wären nach zehn von 18 Spielen nicht qualifiziert.