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Hinter dem Horizont geht‘s weiter

Nicht jeder will Manager werden. Bei Continental können auch Experten Karriere machen. Ihre Aufgabe in der Forschung und Entwicklung der Division Reifen: mit neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft marktfähige Produkte erfinden.

Manche Menschen sind einfach richtig gut in dem, was sie tun. So gut, dass ihnen auf diesem Gebiet kaum jemand das Wasser reichen kann – und keine Entscheidung getroffen wird, ohne sie gefragt zu haben. Solche Experten zu „belohnen“, indem man sie auf den Chefsessel befördert, würde ihren Stärken nicht gerecht werden. „Mit den Expertenpositionen schaffen wir ein hohes Maß an Spezialisierung und wir bieten Bedingungen, unter denen diese Leute ihre Leistungsfähigkeit und ihr Know-how voll entfalten und einbringen können“, berichtet Christian Jäckel, der die Personalentwicklung für die Forschung und Entwicklung der Division Reifen in Stöcken leitet.

Schon vor zehn Jahren hat man in der Reifenentwicklung von Continental die Expertenfunktion eingeführt. Diese stellt die Fachleute in Sachen Gehalt und Anerkennung zum Teil mit Abteilungsleitern gleich. Die Laufbahn steht ausgewiesenen Spezialisten offen, die nicht nur ein tiefes technisches Fachwissen haben, sondern dieses auch noch in marktfähige Produkte umwandeln können. „Diese Leute brauchen einen ganz weiten Horizont und die Kompetenzen eines Managers.“, sagt Jäckel. „Sie haben die Fähigkeit, innovative Projekte im Unternehmen anzustoßen, zu steuern und zu begleiten – über Abteilungsgrenzen hinweg.“

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Schräge Ideen erwünscht

Eine „Expertin“ der ersten Stunde ist Carla Recker, verantwortlich für Materialchemie in der Division Reifen. Die promovierte Chemikerin arbeitet seit 2007 daran, aus dem Wurzelsaft der Pusteblume natürlichen Kautschuk herzustellen. Dieser soll den aus dem Latex von tropischen Kautschukbäumen gewonnenen Naturkautschuk bei der Reifenherstellung ersetzen – und so Umweltbelastung und Logistikaufwand senken. Recker züchtet zusammen mit Forschern des Fraunhofer Instituts und anderen Projektpartnern Löwenzahn, testet bereits die ersten Löwenzahn-Reifen und lässt demnächst eine Pilotanlage für die Produktion im technischen Maßstab bauen. „Schräge Ideen sind hier hoch willkommen – wenn sie umsetzbar sind“, sagt sie lachend.

Für gute Ideen ist auch Rüdiger Menz bei Continental bekannt. Der promovierte Maschinenbauer entwickelt seit fünf Jahren Testmethoden für die Dauerhaltbarkeit von Reifen. Heute ist er Experte auf diesem Gebiet, simuliert mit immer ausgeklügelteren Prüfverfahren gezielte Überbeanspruchungen der Pneus. „Ich habe einen Riesenspaß daran, theoretische Modelle zu bauen“, erzählt Rüdiger Menz. Die besondere Herausforderung: Sie müssen dem Realitätstest standhalten. Denn statt in einem Elfenbeinturm zu arbeiten, erzielen die Experten nutzbare Ergebnisse für das Unternehmen.

Mehr Mitarbeiter als mancher Chef

Das ist natürlich auch ein gewisser Druck, räumt Experte Menz ein: „lch brauche immer neue Ideen, muss ständig kreativ sein.“ Und wenn die Kollegen mit einem Problem zu ihm kommen, muss er gut zuhören: „Oft sind Managementqualitäten gefragt, denn es gibt ja viele Leute, die mir zuarbeiten.“

Im Prinzip haben Carla Recker und Rüdiger Menz mehr Mitarbeiter als mancher Chef: An ihren Projekten arbeiten Kollegen aus allen Abteilungen mit. Nur müssen sie ihre Teams anders motivieren, denn sie sind nicht die Vorgesetzten. „Ich brauche mehr Geduld und Überzeugungskraft“, sagt Carla Recker. Und ein gesundes Selbstbewusstsein, denn die Ergebnisse ihrer Arbeit verkaufen später oft andere. „Ich spüre die Wertschätzung der Kollegen und Vorgesetzen – und bin froh, dass ich mich nicht um Personalfragen und Budgets kümmern muss.“ Etwas Besseres als dieser Job hätte ihr nicht passieren können, sagt Expertin Recker.

Derzeit sind 19 Experten in der Forschung und Entwicklung in Stöcken beschäftigt. Durch ihre exponierte Stellung haben sie auch ein entsprechendes Ansehen im Unternehmen. Organisatorisch parallel zum Abteilungsleiter angesiedelt, berichten sie wie diese an die Hauptabteilungsleiter – und können so auf Augenhöhe mit Führungskräften reden. „Hierarchien sind bei uns generell kein großes Thema. Wir unterscheiden grundsätzlich nicht zwischen Führungskräften und Experten. Ausschlaggebend sind allein Potenzial, Leistung und Eignung – auch bei den Karrieremöglichkeiten und der Personalentwicklung.“, erklärt Personalentwicklungsleiter Christian Jäckel. Dazu gehören auch Fortbildungen, zum Beispiel zum Thema Führungskompetenzen: „Entsprechende Techniken sind gerade für Experten sehr wertvoll, denn sie führen ja auch. Eben fachlich.“

Die Expertenkarriere ist bei Continental ein Erfolgsmodell: Experten gibt es im ganzen Konzern. In der Reifendivision wirken sie nicht nur in der Forschung und Entwicklung, sondern auch in den Bereichen Produktion, Engineering und IT. 

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