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Autofahrer sollten nicht an falscher Stelle sparen:

14.10.2008 Billig-Winterreifen gefährden alle Verkehrsteilnehmer

Pkw-Reifen

Hannover / Jeversen, 13. Oktober 2008. Nahezu konkurrenzlos günstige Winterreifen, so genannte Billigimporte, gefährden die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer massiv.

Pkw-Reifen

Zu diesem Ergebnis kommen Versuche, die vor kurzem von der DEKRA durchgeführt wurden. Die Prüforganisation untersuchte dabei die Auswirkungen unterschiedlicher Aufprallgeschwindigkeiten, die durch qualitativ besser oder schlechter bereifte Pkw verursacht werden. Das Ergebnis: Die Montage von Billgreifen kann bei einer Kollision schwerste Verletzungen für die Fahrzeuginsassen – besonders für den Fahrer - zur Folge haben. Noch schwerer wiegen die Folgen, wenn ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fahrradfahrer in solche Unfälle verwickelt werden: Messungen ergaben, dass ein mit Billig-Winterreifen bestückter Wagen bei einer Bremsung aus 55 km/h mit rund 30 km/h Restgeschwindigkeit gegen einen Fahrradfahrer prallen würde, während ein Pkw mit einer Premium-Bereifung aus europäischer Produktion – wie zum Beispiel ein ContiWinterContact TS 830 - bereits steht. Die Folgen: Ein mit dieser Geschwindigkeit angefahrener Fahrradfahrer würde  mit Sicherheit schwerste Verletzungen erleiden, auch Todesfälle wären möglich. Fachleute empfehlen daher dringend, bei der Neuanschaffung von Winterreifen nicht auf Billigpneus aus Ostasien zu setzen.

Hier können Sie sich die Pressemitteilung als Word-Datei herunterladen (60 KB).

Pkw-Reifen

Aktuelle Winterreifen-Testergebnisse der führenden Fachmagazine bestätigen diese Sicherheitsmängel.

Billigreifen aus ostasiatischer Produktion werden, begünstigt durch Überkapazitäten in den Herstellungsländern, vermehrt auch in Europa importiert. Ihr Entwicklungsstand entspricht allerdings europäischen Standards von vor mehr als 20 Jahren – und damit werden im Fall der Fälle ihre Bremswege unzumutbar lang, gerade auf nasser Fahrbahn. Die möglichen Folgen hat die Sachverständigenorganisation DEKRA in einem Crashtest untersucht.

Pkw-Reifen
Dr. Andreas Topp

Crashtest: Europäischer Premium-Reifen gegen asiatischen Billig-Pneu

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Die DEKRA hat ermittelt das sich etwa 30 Prozent der Unfälle auf nassen Straßen ereignen. Die mittlere Kollisionsgeschwindigkeit betrug 58 km/h.

Pkw-Reifen

Für den Crashtest unter diesen Bedingungen hat die DEKRA die Kollision von zwei identischen Audi A 4, Modell B6, Baujahr 2000, mit unterschiedlicher Bereifung unter den üblichen Standardbedingungen gewählt. Eines der Fahrzeuge wurde mit 58 km/h gegen das stehende Hindernis gelenkt, das andere mit 68,8 km/h. „Das entspricht den Folgen einer um 24 Prozent reduzierten Bremskraft durch qualitativ schlechte Importbereifung als Mittelwert, den wir aus internen Tests und den Testergebnissen führender Fachmagazine ermittelt haben“, berichtet Dr. Andreas Topp aus der Reifenentwicklung von Continental. „Die Geschwindigkeitsdifferenz macht dabei 10,8 km/h aus – ein für die Unfallfolgen bereits deutlicher Unterschied.“ Der Crashtest wurde exakt nach der ECE-P 94-Norm mit einer Überdeckung von 40 Prozent sowie mit einem Fahrer- und Beifahrer-Dummy durchgeführt.

Ergebnis: Schwere Unfallfolgen für Pkw-Insassen durch Billigreifen wahrscheinlich

Wie zu erwarten, verformten sich beide Fahrzeuge deutlich – allerdings waren die Folgen für die Insassen höchst unterschiedlich. Während beim Fahrzeug mit der europäischen Premium-Bereifung die A-Säule, die Dachkante, Türkante und Schweller sowie die B-Säule des Fahrzeuges intakt blieben und der Fahrzeuginnenraum kaum verringert wurde, traten bei dem Vergleichs-Pkw mit Billig-Bereifung folgenschwerere Unfallschäden auf. „Sowohl A-Säule und Dachkante als auch Türschweller wurden deutlich verformt“, berichtet Dr. Topp. „Die Tür wäre von den Fahrzeuginsassen kaum zu öffnen gewesen – selbst Ersthelfer am Unfallort hätten eine Zugkraft von über 60 kg aufbringen müssen. Noch gravierender für die Insassen wären die Folgen durch die höhere Aufprallgeschwindigkeit gewesen.“

Gerade diese Folgen für die Insassen werden im Versuch deutlich sichtbar: Bei der vergleichsweise geringen Belastung, denen die „Dummies“ im besser abgebremsten Wagen ausgesetzt waren, hätte nur ein geringes Verletzungsrisiko bestanden, Gurte und Airbag hätten die Beschleunigung sicher abgefangen. Die Insassen im zweiten Wagen wären dagegen schwerer getroffen worden: Für sie bestand hohes Verletzungsrisiko durch die Belastung im Becken- und Oberschenkelbereich – besonders für den Fahrer wären, so Unfallarzt Dr. Rainer Zinser aus Ravensburg, irreparable Folgeschäden wahrscheinlich gewesen. Dazu zählen eine möglicherweise nötige Hüftprothese sowie eine Milzruptur. Da im Versuch zwei qualitativ hochwertige Pkw mit für das Baujahr 2000 überdurchschnittlich guten Crashtest-Werten verwendet wurden, wären die Folgen für Besitzer von preiswerteren Wagen mit niedrigeren Sicherheitsstandards mit Sicherheit deutlich schlimmer ausgefallen.

Schwere Verletzungen von Fahrradfahrern befürchtet

Ebenfalls schweren Verletzungen sind Fahrradfahrer ausgesetzt, wenn ein schlecht bereifter Wagen nicht rechtzeitig zum Halten kommt. Dabei ist von einer mittleren Kollisionsgeschwindigkeit von rund 35 km/h auszugehen: „Wenn ein Wagen mit sehr preiswerten Importreifen aus Ostasien im Gefahrenfall bremst, benötigt er schon bei Geschwindigkeiten von rund 55 km/h rund acht Meter mehr Bremsweg als ein Pkw mit modernen europäischen Reifen“, erläutert Dr. Topp. Wenn der besser bereifte Wagen schon steht, hat das schlecht bereifte Fahrzeug noch 30 km/h Restgeschwindigkeit.“ Die Folgen bei einem Unfall mit einem Fahrradfahrer wären tragisch: In rund 70 Prozent aller Fälle kommt es in einer solchen Situation zu schweren Verletzungen. Noch dramatischer: Für über zehn Prozent der Fahrradfahrer verlief die Kollision mit einem Pkw, der eine Geschwindigkeit von 30 km/h hatte, sogar tödlich.

Vor diesem Hintergrund warnen Fachleute dringend vor der Montage so genannter Billigreifen aus Fernost: Die Risiken stehen in keinem Verhältnis zu der finanziellen Einsparung, die ihre Anschaffung auf den ersten Blick mit sich bringen mag

Die Reifen-Divisionen sind ein Offizieller Sponsor der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ in Südafrika. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.ContiSoccerWorld.de.



Kontakt:
Alexander Lührs
Leiter Öffentlichkeitsarbeit Division Pkw-Reifen
Rubber Group
Continental AG
Büttnerstr. 25
D-30165 Hannover
Telefon: 0511 938-2615
Fax: 0511 938-2455
E-Mail: alexander.luehrs@conti.de
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Klaus Engelhart
Pressereferent
Rubber Group
Continental AG
Büttnerstr. 25
D-30165 Hannover
Telefon: 0511 938-2285
Fax: 0511 938-2455
E-Mail: klaus.engelhart@conti.de
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