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Alter von Neureifen

Grundsätzlich ist die so genannte Alterung von Reifen und auch von Continental Motorradreifen ein chemischer und physikalischer Prozess, der sehr langsam abläuft, sofern die neuen und ungebrauchten Reifen ununterbrochen sachgemäß gelagert werden. Erfolgt die Lagerung gemäß den empfohlenen Bedingungen (z.B. kühl, trocken, nicht direktem Sonnenlicht, Chemikalien oder sonstiger Ozoneinwirkung ausgesetzt), wird der Reifen seine ausgewogenen Produkteigenschaften über einen langen Zeitraum beibehalten.

Ein sachgemäß gelagerter, ungebrauchter Continental Reifen kann bis zu 5 Jahren nach seinem Produktionsdatum ohne Einschränkung wie ein Neureifen verkauft und eingesetzt werden. (Allerdings rät Continental davon ab, gebrauchte Reifen mit unbekannter Vorgeschichte zu kaufen oder zu verwenden).

Die Gewährleistungsfrist beginnt hierbei erst mit dem Kaufdatum des Reifens und gilt vollkommen unabhängig vom Produktionsdatum des Motorradreifens.

Continental empfiehlt, dass alle Reifen, die gemäß ihrem eingeprägten Herstellungsdatum älter als 10 Jahre sind, durch jüngere ersetzt werden.

Weitere Continental Veröffentlichungen zu ähnlichen Themen (kann im Continental Motorradreifen Kundendienst angefordert werden):

  • Empfehlungen zur Lagerung von Reifen
  • Die Nutzungsdauer von Motorradreifen

Wie erkennen Sie das Produktionsdatums von Continental Motorradreifen:

Die Datumsprägung mit dem Produktionsdatum jedes Reifens finden Sie auf der Seitenwand nach dem Schriftzug dort geprägten „DOT“. (Hinweis: die Datumsprägung befindet sich nur auf einer Seite des Reifens!).

Bei Reifen, die nach 1999 bei uns gefertigt wurden, stehen die letzten vier Ziffern für das Produktionsdatum. Die ersten zwei dieser Ziffern weisen die Produktionswoche aus (die Spanne reicht somit von „01 bis „53“), die letzten beiden Ziffern stehen für das Produktionsjahr (Beispiel: Ein Reifen mit der Kennzeichnung „DOT XXXXXX2713“ wurde in der 27. Woche 2013 hergestellt).

Auswuchten

Das Auswuchten der Reifen sowie den Reifenservice sollten Sie Ihrem Continental-Motorradreifenhändler überlassen, der dafür über die nötige Ausrüstung und das nötige Wissen verfügt. Bitten Sie Ihren Händler, den Rundlauf der Rad/Reifenkombination nach der Montage zu überprüfen. Benutzen Sie bitte keine flüssigen Auswuchtmittel.

Breaker-Reifen

Die Breaker-Variante entstand aus der Diagonalkonstruktion mit der Forderung, die Lauffläche von innen wirksam zu verstärken, um eine höhere Laufleistung durch geringeren Querschlupf zu erzielen, und den Reifen pannensicherer zu machen. Bei Continental wird diese Konstruktion beim TK 16/17 und Milestone eingesetzt. Verwendetes Material: meist Rayon- oder Nylongewebe.

Breaker und Karkasse weisen in der Regel gleiches Material auf.

Typische Bezeichnung:

130/90 - 16 M/C 73H TL reinforced TK 17

Breaker-Reifen (Conti Milestone)
Diagonalreifen

Der "Klassiker" auf dem Markt ist der Diagonalreifen. Seine Vorteile liegen im einfachen Aufbau und in der stabilen Flanke, die besonders beim Einsatz im Gelände häufig Vorteile bringt (Durchschlagschutz). Konstruktionsbedingt ist der Diagonalreifen bis maximal 240 km/h einsetzbar. Verwendetes Material: meist Rayon- oder Nylongewebe.

Typische Bezeichnung: 4.00 - 18 M/C 64H TL TKH 24

Diagonalreifen (ContiGo!)
Diagonal-Gürtelreifen (Bias-Belted)

The bias belted tyre is the precursor of the radial tyre. Whilst the casing is still crossply in design, the tyre features a belt, usually made from Kevlar. The bias belted tyre can be recognised by the B (=bias belted) in the designation on the outside of the tyre.

Typical designation:

150/70 B: 17 M/C 69Q TL

Diagonal-Gürtelreifen (TKC 80)
Einfahren von Motorradreifen

Neue Reifen haben aufgrund des Produktionsprozesses eine glatte Oberfläche, die erst durch gemäßigtes Einfahren angerauht werden sollte. Erst wenn die Oberflächenstruktur eingefahren wurde, kann der Reifen seine maximale Haftung aufbauen. Außerdem sollten die Reifenaufkleber vom Reifen entfernt worden sein. Jeder Reifen benötigt eine gewisse Betriebstemperatur, um die volle Haftung gewährleisten zu können. Daher sollte bei jedem neuen Fahrtantritt der Reifen warmgefahren werden.

Felgenkunde

Die Entwicklung der Reifen- und Felgentechnik führt zu zwei grundsätzlichen Felgensystemen. Felgen für Reifen mit Schlauch und Felgen für schlauchlose Reifen.

Für Reifen mit Schlauch (Tubetype, TT) wird die WM-Felge eingesetzt (Bild 1). Für schlaulose Reifen (Tubeless, TL) wurde zunächst die MT-Felge (ohne Bild) entwickelt, später dann die MT H2-Felge mit Hump (Bild 2). Dieser Hump verhindert bei Luftverlust das Abrutschen des Reifens ins Tiefbett.

Continental Motorradreifen dürfen grundsätzlich nur auf dafür geeignete Motorradfelgen montiert werden. Eine Montage auf Felgen mit davon abweichender Konstruktion (PKW, NFZ) ist nicht zulässig!

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Geschwindigkeitsindex

Mit Hilfe dieser Tabelle können Sie das Geschwindigkeitssymbol (im Beispiel gelb gekennzeichnet), daß sich auf der Seitenwand jedes Motorrad- oder Rollereifens befindet, entschlüsseln. Den Geschwindigkeitsbuchstaben finden Sie in der Größenbezeichnung:

z.B. 130/90 - 16 M/C 67H TL/TT oder 150/70 ZR 17 M/C 69W TL

 

Speed SymbolSpeed (mph)Speed (km/h)
B3150
J62100
K68110
L75120
M81130
N87140
P93150
Q99160
R106170
S112180
T118190
U124200
H130210
V149240
Z> 150> 240
W168270
(W)> 168> 270


Lagerung von Reifen

Die nachfolgenden Empfehlungen sind für Endverbraucher gedacht. Für den kommerziellen Umgang mit Neu- und Abfallreifen (Reifenhändler und Fahrzeugflotten) können strengere bzw. auch national gesetzlich bindende Vorschriften gelten, die es zu beachten gilt. Reifen sind so ausgelegt, dass sie normalen Umwelteinflüssen wie z.B. Sonnenlicht, Feuchtigkeit und Ozon widerstehen können. Nichtsdestoweniger sollten gelagerte Reifen gegen diese wie auch gegen andere potentiell schädliche Einflüsse geschützt werden. Je länger die  Einlagerungsdauer, desto größer ist die Möglichkeit des Einwirkens schädlicher Einflüsse auf die Reifen. Nach Demontage vom Fahrzeug sollten die Reifen gründlich gereinigt und auf Beschädigungen hin überprüft werden. Steine und sonstige Fremdkörper sind aus den Profilrillen zu entfernen.

 

Allgemein gilt:

  • Reifen müssen sauber, möglichst dunkel, trocken und bei leichter Belüftung gelagert werden.
  • Feuchte Lagerungsbedingen sollten vermieden werden. Reifen, die für Reparaturen vorgesehen sind, sollten vorher gründlich gereinigt und getrocknet werden.
  • Die Temperatur bei Reifenlagerung darf 35°C nicht überschreiten und soll vorzugsweise unterhalb 25°C liegen. Direkter Kontakt mit heißen Rohren und Heizkörpern ist zu vermeiden.
  • Sehr tiefe Temperaturen (weit unterhalb des Gefrierpunktes) können zur Versprödung führen; derart gelagerte Reifen sollten vor dem Einsatz vorsichtig erwärmt werden.
  • Weißwandreifen sollten Weißwand an Weißwand gelagert werden, um Verfärbungen zu vermeiden.
  • Sofern Reifen draußen gelagert werden, sollten sie durch eine lichtundurchlässige wasserdichte Folie abgedeckt werden, wobei darauf zu achten ist, dass dadurch kein Wärme- bzw. Dampfstau erzeugt wird. Insofern muss hier eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet sein.
  • Sofern Reifen draußen gelagert werden, sollten dies nicht direkt auf dem Untergrund erfolgen (sondern z.B. auf eine Holzpalette).
  • Reifen so lagern, dass sie nicht durch das Bewegen von Objekten wie z.B. Rasenmähern, Fahrrädern oder Gartengeräten beschädigt werden können.
  • Reifen so lagern, dass sie nicht in Kontakt mit Nässe, Mineralölen, Treibstoffen (Benzin, Diesel) oder Schmierfetten kommen können. Darüber hinaus den Kontakt mit Oberflächen vermeiden, die den Reifen verfärben könnten.
  • Reifen nicht auf Piers, Schiffsdecks oder an anderen ungeschützten Orten lagern.
  • Reifen nicht so lagern, dass sie extremen Temperaturen, direktem Sonnenlicht oder künstlichem Licht mit hohem Ultraviolettanteil ausgesetzt sind. Glühbirnen sind zur Raumbeleuchtung Leuchtstoffröhren vorzuziehen. Niemals Reifen in der Nähe von Akkuladegeräten, Öfen oder offenem Feuer lagern.
  • Reifen nicht auf dunklem Asphalt oder anderen wärmeabsorbierenden Oberflächen lagern.
  • Reifen nicht in der Nähe von stark reflektierenden Oberflächen (z.B. Sand oder Schnee) lagern.
  • Reifen nicht in der Nähe von Elektromotoren oder anderen Geräten lagern, die Ozon abgeben können. Der Ozongehalt darf 0,08 ppm nicht überschreiten.
  • Reifen nicht in der Nähe chemischer Substanzen wie Lösungsmittel, Benzin, Diesel, Öle, Kohlenwasserstoffe, Farben, Säuren, Basen, Desinfektionsmittel etc. lagern.
  • Reifen dürfen nicht als Werkbank oder Auflagefläche für Werkzeuge benutzt werden. Durch Werkzeuge wie Lötkolben oder Bohrmaschinen können Reifen beschädigt werden. Niemals eine brennende Zigarette in die Nähe eines Reifenstapels bringen.
  • Keine anderen Gegenstände auf einem Reifen lagern; besonders dann, wenn es zu Verfärbungen kommen könnte.

  

Lagerungsvarianten

Lose Reifen oder Reifen auf Felgen montiert (aber nicht am Fahrzeug angebracht):

  • Reifen so lagern, dass sie ihre ursprüngliche Kontur beibehalten.
  • Auf Felgen montierte Reifen sollten bis zu einem Druck von 1,0 bar befüllt werden.
  • Es ist sicherzustellen, dass der empfohlene Fahr-Fülldruck eingestellt wird, bevor die Reifen am Fahrzeug montiert werden.

Langezeitlagerung, wenn die Reifen am Fahrzeug montiert sind

  • Sofern möglich, sollte das Fahrzeug aufgebockt werden, um die Reifen zu entlasten.  Darüber hinaus sollten die Reifen mit Folie abgedeckt werden, um sie vor Umwelteinflüssen zu schützen.
  • Sofern ein Aufbocken des Fahrzeugs nicht möglich ist, ist dieses komplett zu entladen, so dass möglichst wenig Gewicht auf den Reifen lastet. Der Untergrund sollte fest, möglichst eben, trocken und sauber sein.
  • Sofern ein Aufbocken des Fahrzeugs nicht möglich ist, dürfen die Reifen bis zum maximal zulässigen Druck (siehe Reifenseitenwand) befüllt werden. Es ist sicherzustellen, dass der empfohlene Fahr- Fülldruck eingestellt wird, bevor das Fahrzeug wieder in Betrieb genommen wird.
  • Sofern ein Aufbocken des Fahrzeugs nicht möglich ist, sollte das Fahrzeug jeden Monat bewegt werden, um eventuelle Ozonrisse zu vermeiden und einem so genannten „Standplatten“ vorzubeugen. Falls die Reifen einen „Standplatten“ zeigen sollten, so wird dieser gewöhnlich nach kurzem Fahrbetrieb wieder zurückgehen.

Was ist bei der Wiederinbetriebnahme von Reifen zu beachten?

  • Reifen optisch untersuchen und sicherstellen, dass sie sauber und frei von Fremdkörpern sind.
  • Wasser, das sich in losen Reifen angesammelt haben kann, entfernen.
  • Darüber hinaus den Gesamtzustand des Reifens in einem Reifenfachbetrieb prüfen lassen, z.B. hinsichtlich Rissen in der Seitenwand/ Lauffläche oder anderen Zeichen langfristiger Lagerung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Laufleistung

Hohe Kilometerleistung ist auch bei Motorradreifen ein Argument, denn lange Lebensdauer bedeutet geringere Kosten. Die Kilometerleistung von Motorradreifen -speziell von Hinterradreifen an leistungsstarken Motorrädern- kann jedoch nicht an der Kilometerleistung von Personen- oder gar Lastwagenreifen gemessen werden. Die Laufleistung des Reifens ist auch stark von der Fahrweise und dem Motorrad selbst abhängig.

Durch das geringe Eigengewicht der Motorräder lassen sich hohe Beschleunigungen realisieren. Das Hinterrad unterliegt dann großem Schlupf, Schlupf aber bedeutet Reifenabnutzung. Ein Sozius, der das Gewicht vor allem auf dem Hinterrad erhöht, wird zu Recht als "Reifenschoner" bezeichnet. Das Hinterrad wird mit größerer Kraft auf die Fahrbahn gedrückt und hat weit weniger Schlupf. Der Reifen hält entsprechend länger.

Laufrichtungspfeil

Reifen mit Laufrichtungspfeil sind grundsätzlich in der auf den Reifen angegebenen Drehrichtung zu montieren, da sich sonst das Abrieb- und Fahrverhalten verschlechtert oder unter extremen Einsatzbedingungen der Reifen beschädigt werden kann.

Luftdruckempfehlungen

Die Motorradhersteller gehen in den Fahrzeughandbüchern sehr genau auf den richtigen Luftdruck ein. Sie finden dort Luftdruckangaben für jede Fahrsituation. Zusätzlich befindet sich meistens ein Aufkleber mit Luftdruckhinweisen am Fahrzeug.

Die Fahrzeughersteller unterscheiden nach Belastung (Solo oder mit Sozius und/oder mit Gepäck) und Geschwindigkeit (Landstraße oder Autobahn). Sie werden sicher verstehen, dass wir an dieser Stelle nicht so eingehend auf die jeweiligen Luftdrücke aller Motorräder eingehen können und aus diesem Grund auf die Empfehlungen der Fahrzeughersteller verweisen. Unsere langjährigen Erfahrungen zeigen, dass die Motorradfahrer den Luftdruck nicht immer der Fahrsituation anpassen. Daher raten wir Ihnen, stets den höchsten Luftdruck, der im Fahrzeug-Handbuch angegebenen ist, einzustellen. Sie verlieren etwas Fahrkomfort, gewinnen aber sehr viel mehr an Fahrsicherheit. Darüber hinaus wird der Rollwiderstand geringer, und das hilft Kraftstoff sparen. Ein falscher Luftdruck verkürzt die Lebensdauer der Reifen und kann zudem das Fahrverhalten des Motorrades negativ beeinflussen. Zum Beispiel erwärmen sich bei zu niedrigem Luftdruck die Reifen unter Umständen so stark, dass Schäden auftreten können. Ein zu hoher Luftdruck kann eine ungleichmäßige Abnutzung der Reifen zur Folge haben. Gemessen wird der Luftdruck bei kalten Reifen. Während der Fahrt erwärmt sich der Reifen und der Luftdruck steigt an (bis zu 0,5 bar). Dieser Überdruck darf nicht abgelassen werden, denn er gleicht sich mit dem Abkühlen automatisch aus.

 

WARNUNG!
Durch den Betrieb mit falschem Luftdruck kann der Reifen im Inneren geschädigt  werden. Das kann  in  der  Folge  zum Ausfall und sogar zum Platzen des Reifens führen. Versteckte Reifenschäden werden durch nachträgliche Luftdruckkorrektur  nicht beseitigt.

Luftdruckempfehlungen Rennreifen
ContiRaceAttackVorne (kalt)Vorne (warm)*Hinten (kalt)Hinten (warm)*

Slick Soft2,1 BAR2,25 BAR

1,5 BAR (180)

1,4 BAR (190)

1,8 BAR
Slick Medium2,1 BAR2,25 BAR

1,5 BAR (180)

1,4 BAR (190)

1.8 BAR

Slick Endurance--

1,5 BAR (180)

1,4 BAR (190)

1,8 BAR

Comp. Soft2,1 BAR2,25 BAR

1,6 BAR (160)

1,5 BAR (180)

1,4 BAR (190)

1,8 BAR
Comp. Medium2,1 BAR2,25 BAR

1,6 BAR (160)

1,5 BAR (180)

1,4 BAR (190)

1,8 BAR
Comp. Endurance2,1 BAR2,25 BAR

1,6 BAR (160)

1,5 BAR (180)

1,4 BAR (190)

1,8 BAR
Rain 2,3 BAR-2,3 BAR-

* = Luftdruck mit Heizdecken (nach mindestens 1 Std. bei 80°C).

Mehrspurige Fahrzeuge (Gespanne, Trikes)

Continental Motorradreifen sind grundsätzlich nur entwickelt und geprüft für den Einsatz auf einspurigen Fahrzeugen (Motorräder, Mopeds, Rollern). Für eine Verwendung auf mehrspurigen Fahrzeugen (Trikes, Quads, Gespannen etc.) ist eine Freigabe vom Fahrzeughersteller notwendig.

Montage

Der neue Reifen und die Felge müssen einander vom Durchmesser entsprechen und  als  Kombination, bezogen auf den jeweiligen Fahrzeugtyp, genehmigt sein. Nur maßlich einwandfreie, saubere und rostfreie Felgen sind zu verwenden, die weder beschädigt, verformt noch verschlissen sein dürfen.

Die Reifenmontage sollte nur durch den Fachmann erfolgen. Reifenwulst und Felge müssen beidseitig vollständig mit Montierpaste oder Seifenwasser eingestrichen werden. Benutzen Sie bitte keine öl- oder silikonhaltigen Flüssigkeiten. Achten Sie auf den Laufrichtungspfeil des Reifens. Gebrauchen Sie keine Reifenabdichtungsmittel.

WARNUNG!
Bei unsachgemäßer Reifenmontage kann der  Reifen platzen. Die Energie, die dabei freigesetzt wird, kann lebensgefährliche Verletzungen verursachen. Deshalb sind die Reifen vom Fachmann zu montieren.

Nachschneiden

Das Nachschneiden von Motorradreifen ist grundsätzlich verboten.

Nutzungsdauer von Motorradreifen

Die Reifenindustrie hat seit langem die Rolle des Verbrauchers hinsichtlich der regelmäßigen Pflege und Wartung seiner Reifen gewürdigt. Die Entscheidung, wann ein Reifen ersetzt werden muss, obliegt seinem Eigentümer. Der Eigentümer des Reifens sollte dabei Faktoren wie Einsatzbedingungen, Wartungsintervalle, Lagerungsbedingungen, visuelle Inspektion und dynamisches Verhalten des Reifens berücksichtigen. Bei Fragen hinsichtlich der Reifennutzungsdauer sollte der Verbraucher einen Reifenspezialisten zu Rate ziehen. Die folgenden Informationen und Empfehlungen wurden als Hilfe zusammengestellt, um die maximal mögliche Nutzungsdauer des Reifens zu bestimmen.

Reifen werden entwickelt und hergestellt, um sowohl hohe Laufleistung als auch maximalen Nutzwert zu bieten. Dazu ist es erforderlich, sie richtig zu warten, um Reifenbeschädigungen und Missbrauch vorzubeugen, die die Reifen unbrauchbar machen könnten.

Die mögliche Nutzungsdauer eines Reifens hängt von der Summe der Lagerungs-, Betriebs- und Servicebeanspruchungen ab, denen ein Reifen im Laufe seines Lebens ausgesetzt wird (Beladung, Geschwindigkeit, Fülldruck, Schnittverletzungen, etc.). Da diese Einsatzbedingungen stark variieren können, ist die Prognose der möglichen Nutzungsdauer eines jeden Reifens allein aufgrund seines chronologischen Alters nicht möglich.

 

Dem Verbraucher kommt eine wichtige Rolle bei der Reifenpflege und –wartung zu.

Reifen sollten aus vielen Gründen aus dem Einsatz genommen werden, zum Beispiel bei Erreichen der Mindestprofiltiefe und nach Beschädigung oder Missbrauch (Stich- oder Schnittverletzungen, Stoßbrüche, Risse, Beulenbildung, Minderdruck, Überlast, usw.). Daher müssen Reifen routinemäßig einer Inspektion unterzogen werden, mindestens einmal pro Monat. Diese Routineinspektionen werden umso wichtiger, je länger die Reifen benutzt wurden. Wenn eine Reifenbeschädigung gefunden oder auch nur vermutet wird, empfiehlt Continental, einen Reifenspezialisten zu Rate zu ziehen, um festzustellen ob der Reifen weiter benutzt werden kann. Diese Routineinspektionen müssen auch dann erfolgen, wenn das Fahrzeug mit einem Reifendruckkontrollsystem (Tire Pressure Monitoring System, TPMS genannt) ausgestattet ist.

Verbraucher werden dringend dazu aufgefordert, ihre Reifen nicht nur visuell zu inspizieren, sondern auch sämtliche Veränderungen im dynamischen Verhalten, wie erhöhten Luftverlust, Geräusche oder Vibrationen zu beobachten, die ein Anzeichen dafür sein können, dass der Reifen nicht mehr ordnungsgemäß beschaffen und daher umgehend aus dem Einsatz zu entfernen ist, um einen Ausfall des Reifens zu vermeiden. Ebenso sollte der Motorradfahrer, wenn er einen heftigen Stoß oder Schlag gegen den Reifen im Betrieb erkennt, sicherstellen, dass der Reifen danach umgehend begutachtet wird.

Reifeneinlagerung, Unterbringung und Reifenwechsel sind ebenfalls wichtig für die mögliche Nutzungsdauer eines Reifens. Weitere diesbezügliche Informationen in anderen Continental Publikationen sind auf Anfrage und im Internet erhältlich.

 

Empfohlene Nutzungsdauer von Reifen

Continental sind keine technischen Unterlagen oder Angaben bekannt, aus denen sich ein bestimmtes Alter ableitet, wann ein Reifen aus dem Betrieb genommen werden muss. Nichtsdestoweniger empfiehlt Continental zusammen mit anderen Reifen- und Fahrzeugherstellern, dass alle Reifen, die älter als zehn (10) Jahre sind, durch jüngere ersetzt werden. Dies gilt auch für Reifen, die äußerlich noch gebrauchsfähig erscheinen und deren Profiltiefe noch nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestwert erreicht hat. Sofern Fahrzeughersteller, basierend auf ihren Kenntnissen des speziellen Anwendungsfalls, ein anderes chronologisches Alter empfehlen, nach dem ein Reifen ersetzt werden sollte, schließt sich Continental derartigen Empfehlungen in jedem Fall an. Der Verbraucher sollte dabei beachten, dass die meisten Reifen bereits vor Ablauf einer empfohlenen Nutzungsdauer aufgrund von Abnutzung oder aus anderen Gründen ersetzt werden müssen. Eine Nutzungsdauerempfehlung entbindet den Verbraucher nicht von seiner Verantwortung, Reifen dann zu ersetzen, wenn dies notwendig ist.

 

Die Feststellung des Produktionsdatums von Reifen gemäß Datumsprägung

Das Produktionsdatum jedes Reifens steht auf der Seitenwand nach dem Schriftzug „DOT“. Bei Reifen, die nach dem Jahr 1999 gefertigt wurden, stehen die letzten vier Ziffern für das Produktionsdatum. Die ersten zwei dieser Ziffern weisen die Produktionswoche aus (die Spanne reicht somit von „01 bis „53“).Die letzten beiden Ziffern stehen für das Produktionsjahr (Beispiel: Ein Reifen mit der Kennzeichnung „DOT XXXXXX2713“ wurde in der 27. Woche 2013 hergestellt).

 

 

 

 

Profiltiefe

Abgefahrene Reifen beeinträchtigen das Fahrverhalten des Motorrades und vermindern dadurch die Fahrsicherheit.

Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt in Deutschland zur Zeit 1,6 mm (Ausnahmen: mindestens 1,0 mm für Reifen an Fahrrädern mit Hilfsmotor, Klein- und Leichtkrafträdern). Wir empfehlen Ihnen jedoch eine Mindestprofiltiefe von 2 mm.

Radialreifen

Radialreifen weisen einen Karkasswinkel von ca. 90° zur Umfangsrichtung (Fahrtrichtung) und einen Gürtelwinkel von etwa 0 - 25° auf. Der unter der Lauffläche liegende Gürtel sorgt für Stabilität und lässt dank wesentlich geringerer Fliehkraftverformung erheblich höhere Geschwindigkeiten zu. Aufgrund des geringen Materials im Flankenbereich des Reifens erwärmt sich der Reifen weniger, die Hochgeschwindigkeitsfestigkeit erhöht sich zusätzlich.

Moderne Motorräder sind fahrdynamisch auf Radialreifen abgestimmt. Zum Vergleich: ein 4.00 - 18 M/C 64H TT Conti TKH 24 "wächst" bei 210 km/h im Durchschnitt etwa 2 cm im Durchmesser, während sich ein vergleichbarer Radialreifen nur um wenige mm ausdehnt. Der Radialreifen ist rein äußerlich an dem R in der Reifenkennung zu erkennen.

Beispiel:

190/50 ZR 17 M/C (73W) TL ContiRoadAttack

Radial-Nullgradreifen (ContiSportAttack)
Reifenkennzeichnung

Die Reifenkennzeichnung gibt Aufschluss über

  • die Reifen-Nennbreite (im mm oder Zoll-Code)
  • das Querschnittsverhältnis (Höhe zu Breite)
  • die zugelassene Höchstgeschwindigkeit
  • den FElgendurchmesser
  • die Traglast

Ein Beispiel: 180/55 ZR 17 M/C (73W) TL


180 = Reifen-Nennbreite in mm

/55 = Querschnittsverhältnis von Höhe zu Breite = 55 : 100

ZR = Radialbauweise

17 = Felgendurchmesser in Zoll

M/C = Abkürzung für "Motorcycle", um eine Verwechslung mit PKW-Reifen zu vermeiden

TL = Tubeless (Schlauchlosreifen)

(73) = Tragfähigkeitsindex (LI)

(W) = Symbol für zugelassene Höchstgeschwindigkeit  (>270 km/h)

Reifenreparatur

Es ist verboten, in einen beschädigten Reifen einen Schlauch zwecks Reparatur einzuziehen. Zudem rät Continental Ihnen aus Sicherheitsgründen von Reifen- und Schlauchreparaturen ab. Montieren Sie bei der Beschädigung eines Reifens immer einen neuen.

 

Reifen auf Rollenprüfständen

Motorradreifen werden auf den oft kleinen, meist glatten Rollen der Leistungsprüfstände extrem thermisch beansprucht, weil sie unter hohem Schlupf abrollen.

Diese Reifen dürfen nach dem Prüfstandslauf aus Sicherheitsgründen nicht mehr weitergefahren werden! Auch dann nicht, wenn keine äußeren Anzeichen einer Beschädigung der Reifen vorliegen.

Schlauch- und Schlauchlosreifen (TT / TL)

Generell gilt, dass die Bereifung am Motorrad zu montieren ist, die in den Fahrzeugpapieren steht. Andernfalls erlischt die Betriebserlaubnis.

Ist also in den Fahrzeugpapieren Schlauchlosbereifung (TL = Tubeless) vorgeschrieben, so muss auch TL_Bereifung montiert sein; bei Schlauchreifen (TT = Tubetype) muss eine TT-Bereifung montiert sein.

Ein Continental Schlauchlosreifen kann auf einer Schlauchtypfelge mit einem passenden Continental-Schlauch bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von max. 210 km/h gefahren werden. Beachten Sie hierbei die entsprechenden Anweisungen des Motorradherstellers.

Die wichtigsten Sicherheitsinformationen für Ihre Motorradreifen

Die wichtigsten Sicherheits-Hinweise Ihrer Motorradreifen finden Sie hier in einer Übersicht:

  • Vorgeschriebenen Mindestluftdruck einhalten. Siehe Fahrzeugbetriebsanleitung
  • Luftdruck regelmäßig prüfen
  • Maximale Tragfähigkeit nicht überschreiten! Siehe Fahrzeugschein
  • Stoßbeanspruchungen vermeiden. Zum Beispiel Bordsteine
  • Reifen regelmäßig auf Verletzungen prüfen
  • Profiltiefe nie unter 2 mm. Mehr ist besser
  • Nur vorgeschriebene Reifen kaufen. Optimale Fahreigenschaften nur durch einheitliche Bereifung
  • Zum Reifen passenden Schlauch wählen (falls erforderlich). Neue Schläuche für neue Reifen
  • Ventil durch Kappe schützen. Neues Ventil für neue schlauchlose Reifen
  • Nur vorgeschriebene Felgen in einwandfreien Zustand verwenden. Spezialfelgen mit Sondergenehmigung
  • Reifenmontage nur durch den Fachmann
Tragfähigkeitsindex (Lastindex)

Den Lastindex eines Reifens findet man auf der Seitenwand wieder. Diese Zahl steht für die maximale Tragfähigkeit des Reifens. Der Luftdruck im Reifen bestimmt jedoch auch die Tragfähigkeit des Reifens, das heißt Sie erreichen die maximal zulässige Tragfähigkeit nur, indem Sie den auf der Seitenwand angegebenen Luftdruck einstellen. Bei ZR Reifen sind das zum Beispiel 2,9 bar.

Achten Sie darauf, dass die zulässige Achslast (zulässiges Gesamtgewicht gemäß Fahrzeugpapieren) sowie die Tragfähigkeit der Reifen (gemäß Reifenkennung/Seitenwandbeschriftung) auf keinen Fall überschritten werden darf. In dem angefügten Beispiel finden Sie die Stelle an der Seitenwand, wo man den Lastindex ablesen kann.


Zum Beispiel:

130/90 -­ 16 M/C 67H TL/TT or

150/70 ZR 17 M/C 69W TL


Lastindex

kg

Lastindex

kg

Lastindex

kg

Lastindex

kg

19

77,5

401406125782475
2080411456226583487
2182,5421506327284500
2285431556428085515
2387,5441606529086530
2490451656630087545
2592,5461706730788560
2695471756831589580
2797,5481806932590600
28100491857033591615
29103501907134592630
30106511957233593650
31109522007336594670
32112532067437595690
33115542127538796710
34118552187640097730
35121562247741298750
36125572307842599775
371285823679437100800
381325924380450

391366025081462


Umrechnungstabelle Motorradreifengrößen Zoll zu metrisch

In dieser Tabelle finden Sie die Umrechnung von Zoll-Motorradreifengrößen in das metrische Maß und umgekehrt.

Bitte beachten Sie, daß sich bei jeder Abweichung von der Originalbereifung der Abrollumfang verändert und die Freigängigkeit der Reifen überprüft werden muß. Eine Änderung der Fahrzeugpapiere ist notwendig. Achten Sie auch auf den angegebenen Lastindex der Reifen und passen Sie den Reifenfülldruck gegebenenfalls an. Folgen Sie den Empfehlungen des Fahrzeugherstellers.

 

VorderradHinterrad
MetrischZollalphaMetrischZollalpha
80/90

2.50,

2.75

MH90110/90

4.00,

4.25

MP85
90/90

2.75,

3.00

MJ90120/90

4.50,

4.75

MR90
100/90

3.25,

3.50

MM90130/90

5.00,

5.10

MT90
110/90

3.75,

4.00

MN90140/90

5.50,

6.00

MU85/MU90
120/90

4.25,

4.50

MR90150/80

6.00,

6.25

MV85
130/90

5.00,

5.10

MT90

Ventilkappe

Die Ventilkappe muss im Betrieb immer aufgeschraubt sein! Achten Sie darauf, dass die Kappe mit einem Dichtring versehen ist. Die Kappe vermeidet Luftverlust bei hohen Geschwindigkeiten oder defektem Ventileinsatz.

Fragen?

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