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Bahn frei für den Nachwuchs

Im Traineepool der Forschung und Entwicklung der Reifendivision von Continental lernen Hochschulabsolventen Schwimmen: mit Stil und in geordneten Bahnen. Den Rest müssen sie selber machen – getreu den Unternehmenswerten „Vertrauen“ und „Freiheit“.

Als Vig nach Hannover kam, sprach er kein Wort Deutsch. Der gebürtige Inder hatte sich in den USA als Trainee bei Continental beworben: „Fließendes Englisch reicht“, hieß es. Heute gehört Vig, der mit vollem Namen Vigneshwar Kalyanasundaram heißt, zu den erfolgreichen Absolventen des „Explore R&D“-Traineepools, den die Forschung & Entwicklung Reifen zweimal im Jahr organisiert. Je ein Dutzend Hochschulabsolventen – Ingenieure und Naturwissenschaftler – nimmt daran teil, vom Bachelor bis zum Doktor. In den ersten sechs Monaten lösen sie technische Aufgaben, knüpfen Kontakte, bauen Netzwerke auf und lernen das Wichtigste über Reifen. Das Besondere daran: Vom ersten Tag an organisieren die Nachwuchskräfte ihr Programm selbst.

„Der Gestaltungsspielraum ist riesig“, sagt Vig.

„Und es liegt in der Verantwortung der Trainees, das Beste daraus zu machen.“

Wozu das gut ist, erklärt Ann-Kristin Schneider aus dem Personalbereich, die das Trainee-Programm als Coach begleitet: „Die Mitarbeiter der Forschung und Entwicklung arbeiten bei Continental größtenteils in Form von Projekten, von der Zielvorgabe über verschiedene Meilensteine bis zur Freigabe.“ Der Nachwuchs soll sich von Anfang an mit dem Projektmanagementsystem von  Continental und der  Arbeitsweise im Entwicklungszentrum  vertraut machen. Dabei geht es um viel mehr als nur um die Beherrschung von Technik und Methoden: Teamplay ist das Schlüsselwort. Und das funktioniert eben nur, wenn man dem einzelnen vertraut – und ihm die Freiheit lässt, eigene Entscheidungen zu treffen. „Vertrauen“ und „Freiheit“ heißen daher auch zwei Unternehmenswerte von Continental.

Selbständig, aber nicht alleine

Wenn Silke Glasewald von ihrer Traineezeit erzählt, gerät sie ins Schwärmen: „Die Aufgaben sind reale Projekte, erwartet werden konkrete Ergebnisse – das beflügelt ungemein.“ Gearbeitet wird selbständig, aber nicht alleine: Die Trainees bilden eine Projektgruppe, die direkt an den Forschungs- und Entwicklungsleiter berichtet. Vorgegeben sind lediglich, Ziel, Timing und Ressourcen. Wie die Trainees dieses Ziel  erreichen, liegt bei ihnen. „Eine Gruppe etwa hat ökologische Gesichtspunkte besonders stark berücksichtigt, vom Papierverbrauch bis zu Solarzellen auf dem Dach“, sagt Personalerin Ann-Kristin Schneider.

Ein Team führen und motivieren, und das ohne disziplinarische Vorgesetztenfunktion –  nicht einfach für junge Leute frisch von der Uni. Aber genau das wird auch später zu ihrem beruflichen Alltag gehören, wenn sie nach sechs Monaten  in ihrem richtigen Job angekommen sind

Eine Schwäche für Multi-Kulti

Was die Zusammenarbeit bunter, aber teilweise auch herausfordernder macht: Im Forschungs- und Entwicklungsbereich der  Reifendivision von Continental arbeiten Menschen aus 56 verschiedenen Nationen. Da prallen Kulturen aufeinander und es braucht mitunter einiges Fingerspitzengefühl, um mit den Unterschieden gewinnbringend umzugehen. „Ich liebe diese internationale Atmosphäre“, sagt die Italienerin Silke Glasewald strahlend. „Wir können unheimlich viel voneinander lernen – das ist sehr inspirierend!“ Der Frauenanteil unter den Trainees liegt bei rund 40 Prozent, gesprochen wird Englisch: „Wir ermöglichen es den Trainees, Deutschkurse zu besuchen, aber vorrangig, damit sie sich in das soziale Leben in Hannover leichter integrieren können“, so Ann-Kristin Schneider. 

Nach Ablauf der sechs Monate im Pool geht es um die Herstellung, die Trainees  entwickeln jetzt ihre eigenen Reifen. „Das ist ein sehr wichtiger Teil des Programms“, sagt Ex-Trainee Nicolai Setzer, heute Vorstandsmitglied bei Continental. „Man lernt in der Praxis, man spürt und berührt den Gummi und sammelt während eines Werksaufenthaltes Erfahrung aus Sicht des Maschinenbedieners.“ Gleichzeitig haben die Trainees weitere anderthalb Jahre Zeit, das Unternehmen aus verschiedenen Perspektiven kennenzulernen:  Sie bearbeiten drei Monate lang Projekte in einem der weltweiten Werke von Continental und schauen drei Wochen lang den Kollegen im Marketing und Vertrieb über die Schulter. So erfahren die Trainees nicht nur, wie Reifen hergestellt werden, sondern auch, wie sie zum Kunden gelangen. Schließlich werden in der Forschung und Entwicklung Reifen von Continental aus Ideen neue Produkte. Beispielsweise Hightech-Reifen für Nutzfahrzeuge, die noch größeren Belastungen standhalten. Dafür braucht es nicht nur ein theoretisches Studium, sondern auch eine Leidenschaft für Technik – und eine Leidenschaft dafür, zur Entwicklung solcher Produkte beizutragen. 

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