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Das wahre Ungeheuer von Loch Ness

Rekorde

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23/03/2017
 

Und wer zieht knapp 150 Kilo schwere Laufschuhe an? Balanciert beim Laufen seinen eigenen Bruder auf dem Kopf? Joggt durchs Weltall? GripWorld präsentiert die 10 verrücktesten Guinness-Buch-Rekorde zum Thema Laufen.


Marathon im Weltall: Bloß nicht abheben!

Als 2016 zum 35. Mal der Startschuss des London-Marathons ertönte, begab sich der britische Astronaut Tim Peake auf eine ganz besondere Mission. In der Raumstation ISS, in der er sich seit 131 Tagen befand, lief er auf einem speziellen Laufband parallel zum London-Marathon seinen ganz persönlichen Wettkampf – rund 400 Kilometer über der Erdoberfläche. Um der Schwerelosigkeit entgegenzuwirken zogen ihn ein Gurtgeschirr und elastische Kunststoffbänder mit rund 70 Prozent seines Körpergewichts auf die Oberfläche des Laufbands. "Das ist ungefähr wie ein Marathon mit einem 20-Kilo-Rucksack auf den Schultern", sagte sein Trainer Patrick Jaekel vom Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln seinerzeit. Am Ende stoppte die Uhr bei 3:35:21 Stunden. Es folgte der Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde für den schnellsten Marathon im Weltall. Vorgelegt hatte übrigens 2007 die US-Astronautin Sunita Williams, die sich mit einer Zeit von 4:24 Stunden den Titel für den schnellsten Marathon einer Frau im Weltall sicherte. Galaktische Leistungen.

Tim Peake läuft im Weltraum. Unten auf der Erde überwacht ein Guinness-Buch-Schiedsrichter den Weltrekord. Foto: Guinness World Records

 

7 Tage, 7 Läufe: Der Marathon-Marathon-Mann

Der heute 73-jährige Sir Ranulph Fiennes ist für vieles bekannt. Der Forscher war der erste Mensch, der zwischen 1979 und 1982 sowohl den Nordpol als auch den Südpol auf dem Landweg erreichte. Und er sicherte sich im Alter von 59 Jahren einen bis heute ungebrochenen Marathon-Rekord. Im Jahre 2003 lief er zwischen dem 26. Oktober und dem 1. November sieben Marathons in sieben Tagen. Als sei dies noch nicht Anstrengung genug, nahm der Brite noch immense Reisestrapazen auf sich und absolvierte jeden Marathon auf einem anderen Kontinent. Die Route startete mit einem Marathon in Patagonien (Südamerika), führte ihn weiter zu den Falklandinseln (Ersatz für Antarktis), dann über Sydney (Australien), Singapur (Asien), London (Europa) und Kairo (Afrika) nach New York (Nordamerika). Das macht insgesamt 295,365 gelaufene Kilometer. Ursprünglich war zwar geplant, den ersten Lauf auf King George Island in der Antarktis stattfinden zu lassen, doch aufgrund der Witterung musste kurzfristig umdisponiert werden, sodass die Falklandinseln als Antarktis-Substitut herhalten mussten. Schmälern tut das die Leistung natürlich nicht.

Schuhgröße 62: Laufen auf großem Fuß

Das richtige Laufen erfordert das passende Schuhwerk. Doch was tun, wenn die eigene Schuhgröße derart von der Norm abweicht, dass selbst herkömmliche Schuhhersteller mit ihrem Angebot nicht infrage kommen? Der 21-jährige Jeison Orlando Rodriguez Hernández aus Venezuela kennt das Problem: 40,01 Zentimeter der rechte Fuß, 39,6 Zentimeter der linke Fuß – das sind die erstaunlichen Maße, die dem jungen Mann den Guinness-Buch-Eintrag für die größten Füße der Welt bescherten. In einer Zahl: Schuhgröße 62. Mit diesen Füßen sticht Hernández, der 2,20 Meter Körperlänge misst, sogar Sultan Kösen aus, den größten Mann der Welt (251,0 Zentimeter Körperlänge): Der trägt „nur“ Schuhgröße 60. Das Schuhwerk von Hernández kommt als Spezialanfertigung von einem Schuhmacher aus Deutschland.

Jeison Orlando Rodriguez Hernández hat nicht nur einen langen Namen, sondern auch die größten Füße der Welt. Foto: Guinness World Records

 

145,5 Kilo schwere Schuhe: Zehn Meter bis zur Ewigkeit

Seinen Lebensunterhalt verdient er als Manager eines New Yorker Reformhauses, seine Leidenschaft sind die Weltrekorde – die Rede ist von Ashrita Furman, der laut eigenen Angaben 621 Einträge im Guinness Buch der Rekorde errungen hat, von denen bis heute noch 206 ungebrochen seien. Mit 27.000 Hampelmännern am Stück startete er 1979 seine Guinness-Buch-Karriere, er fuhr 3,03 Kilometer auf einem Fahrrad unter Wasser und balancierte einen laufenden Rasenmäher auf dem Kinn. Und er kann laufen wie kein Zweiter – zwar nicht besonders schnell und weit, doch dafür schwer bepackt. Denn seine Schuhe, mit denen er 2010 immerhin zehn Meter zurücklegte, wogen 145,5 Kilogramm. Diese Leistung sicherte Furman den nächsten Eintrag. Und sicherlich nicht den letzten.

Ashrita Furman lebt, bzw. läuft mit großen, bzw. schweren Schuhen. 10 Meter kam er mit den je knapp 150 Kilo schweren Pantoffeln. Foto: Guinness World Records

 

Akrobatik-Rekord: Laufen ist Kopfsache

An den Treppenstufen der Kathedrale von Girona in der Nähe von Barcelona stehen für gewöhnlich Straßenkünstler mit Gitarre oder Saxophon. Doch als Anfang des Jahres das Zirkus-Duo Giang Brothers, bestehend aus den vietnamesischen Brüdern Giang Quoc Nghiep und Giang Quoc Co, ihren großen Auftritt hatten, stellten sie so ziemlich alle zuvor dort gesehenen Darbietungen in den Schatten. 90 Treppenstufen liefen sie, der eine den anderen Kopf-auf-Kopf balancierend, in nur 52 Sekunden. Damit haben sie den bisherigen Rekord der Chinesen Tang Tao und Su Zengxian von 25 Stufen mehr als verdreifacht. 

Wahre Bruderliebe: Giang Quoc Nghiep und Giang Quoc Co haben sich gemeinsam einen neuen Treppensteigen-Rekord gesichert. Foto: Guinness World Records

 

100 Meter auf allen Vieren: Zum Affen gemacht

Wer seinen Laufstil perfektioniert, indem er neun Jahre lang die Bewegungen von Affen studiert, der hat etwas tierisch Kurioses im Sinn. So wie der 34-jährige Japaner Kenichi Ito, der sich im Jahre 2015 einen Weltrekord sicherte. Für einen 100-Meter-Lauf auf allen vier Gliedern benötigte der Athlet in Tokyo exakt 15,71 Sekunden. Damit unterbot er den bisherigen Weltrekordhalter Katsumi Tamakoshi um nur 0,15 Sekunden. Dieser wiederum unterbot Ito um 1,01 Sekunden, der schon 2013 mit 16,87 Sekunden den Weltrekord in dieser Disziplin aufstellte. In den Jahren zuvor trat Ito allerdings stets gegen sich selbst an und unterbot seine eigenen Rekorde, die er jeweils 2012 und 2008 aufgestellt hatte.

Kenichi Ito läuft, warum ist unklar, gerne auf allen Vieren. Immerhin ist er damit Rekord-Champion. Foto: Guinness World Records

 

Athlet ohne Augenlicht: Blind zum Weltrekord

9,58 Sekunden – das ist die absolute Bestmarke von Usain Bolt, die er beim 100-Meter-WM-Lauf 2009 in Berlin aufstellte. Schneller ist noch keiner gelaufen, auch der Jamaikaner selbst konnte diesen Rekord seitdem nicht unterbieten. Nicht minder sensationell ist die Leistung des US-Amerikaners David Brown. Dieser ist sehbehindert und lief 2014 in der Klasse erblindeter Athleten einen neuen Weltrekord auf den hundert Metern: 10,92 Sekunden zeigte die Uhr an, er war damit nur 1,34 Sekunden langsamer als Bolt.

Mit diesem Taucheranzug absolvierte Lloyd Scott einen Unterwassermarathon im Loch Ness – in der Rekordzeit von 12 Tagen. Foto: Guinness World Records

 

Unterwasser-Marathon: Das einzig wahre Ungeheuer vom Loch Ness

Mit Schutzanzügen kennt sich der ehemalige Feuerwehrmann Lloyd Scott aus Großbritannien aus. Doch ein 80 Jahre alter, 60,7 Kilogramm schwerer Tiefseetaucheranzug ist schon ein anderes Kaliber als herkömmliche Feuerwehranzüge. Und in diesem konnte Scott im Oktober 2013 einen Weltrekord für sich verbuchen. 1037 Stufen sind es bis zur Spitze des Gherkin-Gebäudes in London. Selbst in Badehose wäre der Aufstieg eine Herausforderung. Doch Scott wagte den Versuch, stülpte sich Kluft und Kupferhelm über den Körper und lief los. Es war ein Kraftakt, denn es dauerte 2:53 Stunden, bis er sein Ziel erreicht hatte. Der Guinness-Buch-Eintrag war damit geschafft. Es war allerdings nicht das erste Mal, dass der Brite sich mit dem Anzug einer Herausforderung stellte. So lief er 2009 den London-Marathon in besagtem Outfit – allerdings brauchte er 5 Tage, 8 Stunden, 29 Minuten und 46 Sekunden dafür. Außerdem war er der erste Mensch, der einen Unterwassermarathon im schottischen Loch Ness absolvierte. Seine Zeit: 12 Tage. Selbstverständlich mit Pausen. Anlass für die Kraftakte war eine Aktion der British Heart Foundation, mit der Spenden für krebskranke Kinder gesammelt werden.

Moonwalk-Rekord: Mann im Mond

Michael Jackson hat ihn weltweit berühmt gemacht: den Moonwalk. Jenen berühmten Tanzschritt, bei dem die Fuß- und Beinbewegungen ein Vorwärtslaufen antäuschen, während der Tänzer sich rückwärts bewegt. Der Kroate Krunoslav Budiselic hat sich diesen Tanzstil zu eigen gemacht und einen kuriosen Rekord aufgestellt. 2009 legte er in Zagreb im Stadion Mladost exakt zwölf Runden zurück – per Moonwalk. 5,7 Kilometer – das ist die längste Strecke, die je an einem Stück mit diesem Tanzschritt zurückgelegt wurde.

 

Handstand auf Krücken: 100-Meter-Lauf ohne Bodenkontakt

„Wenn die Füße dich nicht tragen können, musst du deinen Weg in die Hände nehmen“, lautet das Motto von Tameru Zegeye, dem „Mircale Man of Ethiopia“. Der Artist, der mit verkrümmten Beinen und Füßen geboren wurde, musste schon früh lernen, sein Schicksal selbst zu ergreifen. Seine Behinderung sei für ihn kein Hindernis, sondern ein Anstoß, etwas Besonderes zu vollbringen, schreibt er auf seiner Website. Und das hat er geschafft. Als einer von nur vier Menschen weltweit ist er in der Lage, ein Handstandkunststück auf fünf übereinander gestapelten, beweglichen Rollen zu vollbringen, das er 2015 bei der Fernsehshow „Das Supertalent“ aufführte. Und ein Jahr zuvor sicherte er sich in Fürth den Guinness-Buch-Rekord für den schnellsten Mann der Welt – im Handstand auf Krücken. In 57 Sekunden legte er 100 Meter mit dieser spektakulären Gangart zurück.

Auf Krücken zum Weltrekord: Tameru Zegeye hat sich aufgrund einer körperlichen Einschränkung einen artistischen Laufstil erdacht. Foto: Guinness World Records

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