Produkte für PKW / Van / 4x4

New content item

Der langsamste Marathon der Welt

Events

Print
 
13/07/2017
 

Ein Marathon ohne Zeitmessung, ohne Gewinner – und die Teilnehmer absolvieren ihn im Schritttempo. Das ist der Frankenwald-Wandermarathon, eines der ungewöhnlichsten Laufevents der Welt. Teil 7 der GripWorld-Serie „verrückte Läufe“.


Knapp vier Kilometer pro Stunde – das ist das durchschnittliche Tempo beim Frankenwald-Wandermarathon. Wer daran teilnimmt, sollte also Zeit mitbringen. Mindestens zehn Stunden benötigt man für die rund 42 Kilometer. Der Marathon wird bewusst nicht als Wettkampf ausgeschrieben, es erfolgt keine Zeitmessung, es gibt keine Gewinner. Ziel der Veranstaltung ist der Wanderspaß in einer großen Wandergruppe – inmitten der berauschend-schönen Landschaft des berühmten deutschen Mittelgebirges Frankenwald. Für die Extraportion Unterhaltung sorgen sogenannte Erlebnis-Stationen, die entlang der Strecke ein abwechslungsreiches Programm bieten.

Fotos: Frankenwald / Detlef Stöcker

 

Am 27. Mai geht es wieder an den Start. Dieses Jahr beginnt die Strecke an der Festhalle in Tettau im oberfränkischen Landkreis Kronach. Nach einem gemeinsamen Frühstück werden die Laufschuhe geschnürt, ab dann laufen, beziehungsweise spazieren, alle im beliebigen Tempo. Noch wird der Streckenverlauf, der sich jedes Jahr ändert, nicht verraten. Sicher ist nur, dass den Wanderern rund 1.100 zu überwindende Höhenmeter bevorstehen, dass ein Abstecher ins benachbarte Thüringen unternommen wird und dass ein Abschnitt über den Rennsteig führt, der mit seinen insgesamt 170 Kilometern Länge als einer der ältesten, bekanntesten und beliebtesten Höhenwanderwege Deutschlands gilt. Sicher ist auch, dass die Teilnehmer optimale Wanderbedingungen vorfinden werden. Denn der Naturpark Frankenwald ist seit 2015 mit dem Siegel „Qualitätsregionen Wanderbares Deutschland“ des Deutschen Wanderverbandes ausgezeichnet. Durch dieses Siegel sind höchste Ansprüche in mehr als vierzig Kategorien wie optimale Wanderwege, herzliche Gastgeber oder wanderfreundliche Unterkünfte garantiert.

Fotos: Frankenwald / Detlef Stöcker

 

Der Andrang ist jedes Jahr entsprechend groß, das Teilnehmerfeld jedoch auf 500 Wanderer begrenzt. „Klasse statt Masse“ lautet das Motto der Veranstaltung. Da die Strecke nicht nur über breite Wanderwege, sondern auch über enge Pfade und steile Steige führt, kann nur so ein optimales Wandererlebnis garantiert werden. Hinzu kommt: Die Festhalle, in der das obligatorische Wander-Frühstück stattfindet, verfügt nur über 500 Plätze.

Fotos: Frankenwald / Detlef Stöcker

 

Teilnehmen kann jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist. Die Anmeldegebühr beträgt 55 Euro. In ihr enthalten sind Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie die Rundumverpflegung während des Marathons. Ob Kaffee und Kuchen, Suppe und Sekt oder Bier und Bratwurst – für jede Wanderergeschmack ist etwas dabei. Die Teilnehmer erhalten zudem ein Starterpaket mit kleinen Überraschungen und einem Roadbook, in dem die Streckenführung eingezeichnet ist und alle wichtigen Informationen zu den Verpflegungs- und Erlebnisstationen preisgegeben werden. Spielerische Stationen an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, etwa eine Passkontrolle von täuschend echt aussehenden Grenzbeamten, thematische Stationen zur regionalen Kultur oder zu Flora und Fauna lassen die Wanderung zu einem echten Natur- und Kulturevent werden. Auch für Notfälle ist vorgesorgt. Denjenigen, denen die 42 Kilometer doch zu viel werden, wird ein Shuttle-Service angeboten. Damit ist der Frankenwald-Wandermarathon wahrscheinlich der gemütlichste Laufwettbewerb der Welt.

Fotos: Frankenwald / Detlef Stöcker

Wir verwenden Cookies, um Ihren Besuch auf unserer Website zu optimieren. Klicken Sie hier, um weitere Informationen zu erhalten oder um Ihre Cookies-Einstellungen zu ändern.