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Berlin, Berlin, wir laufen durch Berlin

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11/09/2017
 

Es ist wieder soweit: Am 24. September – dem Tag der Bundestagswahl – gehen die besten Langstreckenläufer der Welt beim Berlin-Marathon an den Start. Ihr Ziel: den Weltrekord zu knacken. Und mittendrin laufen mit: die neun Mitglieder des Continental Grip Teams, die in Berlin den krönenden Abschluss eines bewegten Jahres feiern.


Ach, Berlin. Der Ku'damm. Berliner Weiße mit Schuss. Die berühmt-berüchtigte Berliner Schnauze… Wie sang Marlene Dietrich noch, die große Schauspielerin und Sängerin, 1901 in Berlin geboren? "Ich hab' noch einen Koffer in Berlin, deswegen muss ich nächstens wieder hin. Die Seligkeiten vergangener Zeiten, sind noch alle in meinem Koffer drin." Ja, Berlin besitzt eine magische Anziehungskraft. Nicht nur auf Künstler im Exil. Nicht nur auf Touristen oder Junggesellenabschieds-Cliquen. Nein, besonders auch für Sportler, mindestens einmal im Jahr. Immer Ende September wird Berlin zum Nabel der sportlichen Welt: Dann wird traditionell der Berlin-Marathon gestartet. Einer der größten und berühmtesten Laufwettbewerbe der Welt. Seit seiner Premiere 1974, damals noch ein lustiger Volkslauf, hat sich der BMW Berlin-Marathon heute zum World Marathon Major gewandelt, gehört neben London, New York und Paris zu den wichtigsten Marathonläufen weltweit.

Das gibt's nur in Berlin: Das Brandenburger Tor läuft an der Siegessäule vorbei.

Foto: SCC EVENTS/Camera4

 

Dieses Jahr, bei seiner 44. Auflage, wird es besonders spannend. Gleich drei Marathon-Größen wollen Großes erreichen: Kenenisa Bekele aus Äthiopien will seinen Sieg in Berlin aus dem vergangenen Jahr wiederholen. Herausgefordert wird er vom Vorjahres-Zweiten Wilson Kipsang, Kenia, und von Eliud Kipchoge, ebenfalls Kenia, dem Olympiasieger von Rio. Das Top-Trio will den Berlin-Marathon aber nicht bloß gewinnen – ihr Ziel ist es, den Weltrekord des Kenianers Dennis Kimetto zu knacken. Der lief die 42,195 Kilometer in 2:02:57 Stunden und ist damit der erste Läufer, der einen Marathon in weniger als 2 Stunden und 3 Minuten lief. Aufgestellt hat Kimetto seinen Weltrekord vor drei Jahren – beim Berlin-Marathon 2014.

 

Doch nicht nur die Weltelite geht in Berlin an den Start. Mittendrin ist auch das Continental Grip Team. Berlin ist der Höhepunkt und zugleich Abschluss eines bewegten Jahres für die neun Hobbysportler, die mit Continental-Sohlen unter ihren Adidas-Schuhen schon beim Steelman Run in Hannover und ebenfalls beim Hannover-Marathon an den Start gegangen waren. Die Läufer des Grip Teams haben sich jeweils ganz persönliche Ziele für Berlin gesetzt. Frank Schumann zum Beispiel lief seinen ersten Marathon 2013 in Berlin. Er freut sich besonders auf das Berliner Publikum: „Es ist ein besonderes Erlebnis, durch unsere historisch schöne Hauptstadt zu laufen und die Atmosphäre der tausenden Jubelschreie aus aller Welt einzufangen“, sagt der 45-jährige Ingenieur. Die Stimmung wird tatsächlich unvergleichlich sein: In diesem Jahr wird mehr als eine Million Zuschauer an der Strecke erwartet – viele davon werden sicher auf dem Weg ins Wahllokal vorbeischauen, am 24. September ist Bundestagswahl! Schumann hofft in Berlin auf einen gleichmäßigen Lauf ohne unnötige Quälereien. „Wenn ich dann noch meine Bestzeit von Hannover toppen kann, wäre das toll, ist aber für mich zweitrangig“, sagt Schumann, der im April sein angestrebtes Ziel – die Vier-Stunden-Marke – nur um wenige Sekunden verpasste.

Beim Berlin-Marathon wird jeder irgendwie zum Superman oder zu Supergirl.

Foto: SCC EVENTS/Camera4

 

Auch die 53-jährige Andrea Schnell bereitet sich seit Wochen intensiv auf den Marathon in Berlin vor. „Ich laufe jetzt jede Woche insgesamt 50 bis 60 Kilometer“, erzählt sie. Sie schöpft aus dem Laufen ganz besonders Kraft – mit Erfolg. Nach einem schweren Autounfall im Jahr 2012 saß sie für drei Monate im Rollstuhl und musste das Gehen neu erlernen. Beim diesjährigen Hannover-Marathon lief sie die 42,195 Kilometer in 4 Stunden, 17 Minuten. Sie hofft, ihre Zeit in Berlin bestätigen zu können. Für die 20-jährige Studentin Finja Kietzke hingegen ist der Lauf in Berlin der erste Marathon über die volle Distanz. Entsprechend sagt sie: „Weil es mein erster Marathon ist, wird der Berlin-Marathon für mich immer eine große Bedeutung haben. Ich will die Eindrücke einfach nur genießen.“ Kietzke, Schnell und Schumann sind drei von neun Läufern, die im Juni des vergangenen Jahres die Möglichkeit bekamen, mit Continental-Technik an den Füßen das Laufjahr ihres Lebens zu durchlaufen. In Kooperation mit Adidas entwickelt Continental Sohlen für Laufschuhe. Erstmals ging das Grip Team mit dem Continental-Profil im November 2016 beim Hannoveraner Hindernislauf „Steelman“ an den Start. Der Berlin-Marathon bildet für das Team den krönenden Abschluss eines laufintensiven Jahres.

Kenenisa Bekele aus Äthiopien will seinen Sieg in Berlin aus dem vergangenen Jahr wiederholen.

Foto: SCC EVENTS/Jiro Mochizuki

 

Das Grip-Team hätte sich keinen besseren Ort aussuchen können, um sein phänomenales Jahr zu beenden. Denn Berlin ist Marathon-Hochburg. Von den zehn schnellsten Marathon-Laufleistungen aller Zeiten wurden sieben beim Marathon an der Spree aufgestellt. Zurückzuführen ist das auf die vergleichsweise flache Strecke, die wenigen engen Kurven und die guten klimatischen Bedingungen. Nicht zu warm, wenig Wind – das ermöglicht den Läufern, an die Grenzen zu gehen.


Die 42,195 Kilometer des Berlin-Marathons gleichen einer Sightseeing-Tour durch Deutschlands Hauptstadt. Ab 9:15 Uhr gehen die Läufer in drei Startwellen nahe dem Brandenburger Tor auf der Straße des 17. Juni an den Start. Bereits eine halbe Stunde früher starten dort die Rollstuhlfahrer. Vorbei an der Siegessäule verläuft die Strecke anschließend geradewegs am Kanzleramt und am Reichstag entlang. Von dort geht es Richtung Fernsehturm. Nach einem kurzen Abschnitt durch Neukölln und Kreuzberg, vorbei am Rathaus Schöneberg, biegen die Athleten dann auf den berühmten Ku’damm. Die besten Sportler finden sich nach gut zwei Stunden auf der Zielgeraden vor dem Brandenburger Tor wieder, ehe sie schließlich die Ziellinie überqueren.


Im vergangenen Jahr gelang das dem Äthiopier Kenenisa Bekele als erstem. Er kam mit einer Zeit von 2:03:03 bis auf sechs Sekunden an den Weltrekord von Kimetto heran – und das, obwohl Bekele sich auf der zweiten Streckenhälfte mehrfach mit muskulären Problemen herumschlagen musste. Bekele kämpfte sich immer wieder heran und holte sich nach einem packenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Kenianer Wilson Kipsang letztlich den Sieg. Kipsang und Bekele gehören auch in diesem Jahr zum Favoritenkreis auf den Sieg.

Das geht natürlich erst seit der Wende: Der Lauf führt auch durchs Brandenburger Tor.

Foto: SCC EVENTS/Petko Beier

 

Bekele ist dreimaliger Olympiasieger und fünfmaliger Weltmeister – und damit der erfolgreichste Bahn-Langstreckenläufer aller Zeiten. 2016 scheiterte er jedoch an der Norm für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen in Rio. Den olympischen Marathon im vergangenen Jahr gewann der Kenianer Eliud Kipchoge, der Anfang des Jahres für Aufsehen sorgte, als er in einer Art „Laborversuch" auf der italienischen Formel-1-Rennstrecke von Monza mit 2:00:25 Stunden die schnellste jemals gelaufene Zeit über die Marathondistanz aufstellte. Allerdings war dieses Rennen irregulär, da mehr Tempomacher eingesetzt wurden als zulässig. „In Monza war ich so nahe daran, die 2-Stunden-Marke zu brechen. Jetzt ist der Berlin-Marathon für mich die passende Gelegenheit, den offiziellen Weltrekord anzugreifen", sagte Kipchoge.

44.000 Läufer werden dieses Jahr zum Berlin-Marathon erwartet.

Foto: SCC EVENTS/Camera4

 

Mit Kipsang, Kipchoge und Bekele sind die drei derzeit besten Läufer der Welt beim Berliner Marathon vertreten. „Dies ist eine Traum-Konstellation. Nicht oft gibt es die Situation, dass die drei aktuell stärksten Marathonläufer der Welt in einem Rennen aufeinander treffen", so Renndirektor Mark Milde.

 

Die bisher schnellste Frau beim Berlin-Marathon war die Japanerin Mizuki Noguchi. 2005 lief sie die 42,195 Kilometer in 2:19:12. Noguchis Zeit ist noch immer die sechstschnellste Marathonzeit, die eine Frau je gelaufen hat. Die Kenianerin Gladys Cherono verfehlte Noguchis Berlin-Rekord vor zwei Jahren nur um 13 Sekunden. Cherono wird auch in diesem Jahr beim Marathon erwartet. Sie zählt zusammen mit der Äthioperin Amane Beriso und der Kenianerin Valary Aiyabei zu den Favoritinnen. Das Feld der deutschen Athletinnen führt in diesem Jahr Anna Hahner an. Zu den größten Erfolgen der 26 Jahre alten Langstreckenläuferin zählen die Siege beim Wien-Marathon 2014 und beim Hannover-Marathon 2016. Der Berlin-Marathon ist für sie der erste Marathon seit den Olympischen Spielen in Rio.

Wer beim BMW Berlin-Marathon mitläuft, braucht keine Sightseeing-Tour mehr zu buchen.

Foto: SCC EVENTS/Camera4

 

Der Hauptstadt-Marathon findet in diesem Jahr bereits zum 44. Mal statt. Die erste Auflage des Laufs datiert auf den 13. Oktober 1974. Startpunkt des Laufes war damals noch in der Waldschulallee 80 am Mommsenstadion, etwa neun Kilometer westlich vom heutigen Startpunkt am Brandenburger Tor. Günter Hallas, der erste Sieger des Hauptstadt-Marathons, kam damals nach 2:44:53 ins Ziel, brauchte also über 40 Minuten länger als der heutige Weltrekordhalter, der Kenianer Dennis Kimetto. Bei seiner Premiere 1974 konnte der Berliner Marathon 286 Meldungen aus vier Nationen vorweisen. In diesem Jahr gehen knapp 44.000 Athleten aus 137 Nationen an den Start. Über 6.000 Helfer sind im Einsatz und wollen dafür sorgen, dass der Marathon auch in diesem Jahr reibungslos abläuft. Wer nicht live dabei sein kann: Der Berlin-Marathon wird auch live im Fernsehen gezeigt. Die ARD [09:05-12:00 Uhr] und der rbb [09:00-14:00 Uhr] übertragen.

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