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Erst laufen, dann urlauben

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19/06/2018
 

Marathon rund um die Niagarafälle – und dann ab in den USA-Urlaub. Das ist der neue Trend: Destinations Runs, bei denen ein Lauf-Wettkampf mit dem (Familien-)Urlaub kombiniert wird. Nils Krekenbaum, Geschäftsführer des Reiseveranstalters „Laufreisen“, verrät GripWorld die 10 schönsten Ziele für einen Marathon-Urlaub.


Niagara Falls Marathon

Der "Niagara Falls Marathon" (nächster Start: 14.10.2018) ist der einzige Marathon, der in den USA startet und in Kanada endet. Die Laufstrecke führt von Buffalo im US-Bundesstaat New York durch majestätische Alleen, über die Friedensbrücke hinüber nach Kanada durch die historische Altstadt Fort Erie, entlang des wunderschönen Niagara River Parkway und endet an den atemberaubenden Niagarafällen. Dort sollte man im Anschluss an den Wettkampf unbedingt eine Bootstour auf der „Maid oft the Mist“ machen, die sich den Niagarafällen auf wenige Meter nähert. Das Getöse des Wassers, das aus einer Höhe bis zu 57 Metern herabdonnert, ist einfach unbeschreiblich. Der Marathon findet zudem immer im Oktober statt, der Zeit des Indian Summer, in dem sich die kanadischen Wälder in ein leuchtendes orangenes Blättermeer verwandeln. Die ideale Zeit auch, um nach einem Marathon noch ein paar Tage (oder Wochen) Urlaub zu machen und das Land zu erkunden. Wem ein Lauf nicht genügt, kann ein paar Tage später übrigens noch am "Toronto Waterfront Marathon" teilnehmen. 

Weitere Infos unter: www.niagarafallsmarathon.com

Beliebtes Urlaubsziel – und Zielort eines Marathons: die Niagarafälle an der US-kanadischen Grenze. Foto: Helen Filatova

 

Ladakh Marathon

Wer immer schon einmal die Sommeresidenz „Norbulingka“ des Dalai Lama sehen wollte, ist beim Ladakh-Marathon (7. bis 9. September 2018) in Indien genau richtig. Ladakh ist ein karger Landstrich im Norden Indiens im Bundesstaat Jammu und in Kashmir. Landschaftlich wie kulturell gehört Ladakh allerdings eher zu Tibet als zu Südindien. Die Region ist bekannt für ihre vielen Gebirgsketten und die tibetisch-buddhistische Kultur, weshalb Ladakh auch Klein-Tibet genannt wird. Ladakh hat die am besten erhaltenen Klöster im Himalayagebiet. Die buddhistischen Mönche kommen aus Nepal, Tibet, Sikkim, Bhutan, um dort ihr Wissen zu vertiefen. Der Marathon besteht aus mehreren Rennen, bei denen für jeden etwas dabei ist. So gibt es für Anfänger den „Ladakh for fun“, einen Lauf über sieben Kilometer. Für ambitioniertere Läufer gibt es den Halbmarathon (21 Kilometer) oder den Marathon (42 Kilometer). Wem das nicht genügt, der kann auch am höchsten Ultra-Marathon der Welt teilnehmen: bei der "Khardung la Challenge" liegt die Laufstrecke von 72 Kilometern in einer Höhe von bis zu 5370 Metern. Die Teilnehmer müssen mindestens eine Woche vor dem Start anreisen, um sich zu akklimatisieren und an die dünne Höhenluft zu gewöhnen. Die verschiedenen Rennen finden in und um Leh, der historischen Hauptstadt Ladakhs, statt und bieten Läufern die einzigartige Möglichkeit, gemeinsam mit Ladakhis durch die Landschaft mit atemberaubenden Ausblicken auf Berge, Flüsse und Täler zu laufen.

Weitere Infos unter: www.ladakhmarathon.com

Jerusalem-Marathon

Jerusalem ist auf sieben Hügeln gebaut. Dementsprechend ist der Jerusalem-Marathon (15.3.2019) auch der profilierteste Stadtmarathon der Welt – und ein besonders geschichtsträchtiger noch dazu. Christen, Juden und Muslime – Jerusalem ist ein Schmelztiegel der Kulturen und Religionen. Hierhin pilgern Gläubige aus der ganzen Welt ebenso wie viele Menschen, die einfach nur die Atmosphäre der Stadt aus der Bibel erleben möchten. Einmal im Jahr sind es dann auch die bis zu 25.000 Läufer, die in Jerusalem am Marathon teilnehmen. Der Lauf startet am israelischen Parlament und führt durch die Altstadt mit ihren zahlreichen orientalischen Märkten, hoch zum Campus der Hebräischen Universität, durch palästinensische Viertel, vorbei am Obersten Gerichtshof bis zum Ziel am Sacker-Park. Wer nach dem Lauf noch ein paar Tage Zeit hat, sollte die Stadt erkunden und beispielsweise eine Fahrt auf den Ölberg machen, von wo aus sich ein schöner Blick über Jerusalem bietet. Auf dem Rückweg kann man über den Palmsonntagweg hinab zum Garten Getsemani gehen, in dem Jesus in der Nacht vor seiner Kreuzigung gebetet haben soll. Betritt man danach die Altstadt wieder durch das Löwentor, erblickt man die Klagemauer den Tempelplatz und die berühmte Al Aqsa-Moschee.

Weitere Infos unter: www.jerusalem-marathon.com

Die Altstadt von Jerusalem: ein geschichtsträchtiger Ort, an dem auch Marathon gelaufen wird. Foto: Berthold Werner

 

Patagonien-Marathon

Dieses Jahr findet bereits zum siebten Mal der "Patagonian-Marathon" (8.9.2018) durch den "Torres del Paine"-Nationalpark im Süden von Südamerika statt. Hier geht es weniger um den Wettkampf-Gedanken, als vielmehr um die atemberaubende Laufstrecke. Sie führt entlang 2000 Meter hoher Berge mit ihren außergewöhnlichen Granitzacken, den weltberühmten „Torres“ (Türmen“), nach denen der Park benannt ist. Gesäumt von gewaltigen Gletschern und Seen, die in allen Farbtönen von Eisgrau über Türkis bis Kobaltblau leuchten, begegnet man auf Schritt und Tritt den Guanako-Lamass sowie den wachsam kreisenden Kondoren. Die Strecke führt über zehn Kilometer über Schotterwege und Pfade, auf denen etwa 200 Höhenmeter zu überwinden sind. Und das ganze ist noch für einen guten Zweck, denn der Lauf wird von einem Naturschutzprojekt organisiert, das sich für die nachhaltige Entwicklung Patagoniens einsetzt.

Weitere Infos unter: www.patagonianinternationalmarathon.com

Patagonien

Atemraubende Landschaft in Patagonien, in der das Marathon-Laufen zur Nebensache wird. Foto: Rolf Hengel

 

Two Oceans Marathon

Der "Two Oceans Marathon" (nächster Start am 20.4.2019) ist einer der schönsten Läufe der Welt. Schon der Start in Kapstadt im Stadtteil Newlands ist etwas ganz Besonderes. Nachdem die südafrikanische Nationalhymne gesungen wurde, spielt ein Fischer seinen traditionellen Ruf auf einer Muschel – dann kann es endlich losgehen. Früh morgens geht es mit den ersten Sonnenstrahlen zunächst an den Indischen Ozean, entlang der weltberühmten Küstenstraße, dem Chapman‘s Peak Drive, die grandiose Ausblicke auf den Atlantik bietet. Die neun Kilometer lange Küstenstraße schlängelt sich direkt zwischen Meer und steilen Felswänden entlang und führt von Hout Bay nach Noordhoek. Danach geht es wieder zurück in die Hafenstadt. Ursprünglich war der Two-Oceans-Marathon nur ein Trainingslauf für den weitaus größeren Comrades-Marathon zwischen den südafrikanischen Städten Durban und Pietermaritzburg. Der Comrades-Marathon ist der größte Ultramarathon weltweit und gilt als nationales Sportereignis in Südafrika. Kapstadt, der Tafelberg, das Kap der Guten Hoffnung, der Chapman‘s Peak Drive und die zahlreichen umliegenden Weingüter sind nur einige der Sehenswürdigkeiten, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Weitere Infos unter: www.twooceansmarathon.org.za

Great Wall Marathon

Ein Muss für alle, die eine der außergewöhnlichsten Marathonstrecken der Welt laufen und hinterher die tausende Jahre alte Kultur Chinas erleben möchten. Der "Great Wall Marathon" (18.5.2019) führt über die legendäre Chinesische Mauer und ist gleichzeitig einer der härtesten Läufe überhaupt. Die Laufstrecke sorgt für ordentlich Abwechslung und ist eine Kombination aus Laufen, Bergsteigen und Treppensteigen. Die Treppenpassagen haben teilweise Steigungen von bis zu 80 Prozent und sind nur etwas für Profis. So müssen auf der Marathonstrecke etwa 1500 Höhenmeter überwunden werden. Ursprünglich erbaut, um mongolische Nomadenstämme abzuwehren, windet sich die Mauer quer durch das Reich der Mitte durch weite Ebenen, Wüsten, Steppen und über Berge. Das 9000 Kilometer lange Bauwerk reicht von der Pazifikküste im Osten bis zur Seidenstraße – der legendären Handelsroute – im Westen. Idealer Ausgangspunkt also für weitere Reisen. So kann man beispielsweise mit dem Schnellzug weiter in den Süden des Landes fahren, um dort mehr über die Kultur des „Landes des Lächelns“ zu erfahren. Die Stadt Xi'an bietet neben der Terrakotta-Armee viele weitere Highlights.

Mehr Infos unter: www.great-wall-marathon.com

Laufen auf einem der berühmtesten Bauwerke der Welt, der Chinesischen Mauer. Foto: Albatros Adventure Marathons

 

Dead Sea Marathon

Der "Dead Sea Ultramarathon" führt von Amman, der Hauptstadt Jordaniens, auf 900 Metern über dem Meeresspiegel, bis zum tiefsten Punkt der Erde am Toten Meer auf 392 Meter unter dem Meeresspiegel. Gelaufen werden kann in drei Disziplinen: Ultramarathon, Halbmarathon und 10-Kilometer-Lauf, es ist also für jeden etwas dabei. Die Strecke an sich ist nicht das eigentliche Highlight, denn die gleicht eher einer Mondlandschaft. Dafür läuft man am tiefsten Punkt der Erde entlang und kann nach dem Marathon ein erholsames Bad im Toten Meer nehmen. Von dort sieht man den Mount Nebo, von dem aus man in einer Höhe von 808 Metern eine atemberaubende Aussicht in das Jordantal, auf das Tote Meer und nach Israel hat. Ganz in der Nähe befindet sich auch die Stelle, an der angeblich Jesus Christus getauft wurde – und gegenüberliegend kann man noch die älteste Stadt der Welt, Jericho, oder die als achtes Weltwunder geltende Felsenstadt Petra erkunden. Eine Laufreise in ein Land voller Kultur, Gastfreundschaft und Schönheit.

Weitere Infos unter: www.runjordan.com

Nils Krekenbaum, 43, ist Geschäftsführer des Reiseveranstalters „Laufreisen“. Der studierte Jurist und begeisterte Alpinist war bereits während seines Studiums als Skilehrer und Sportreiseleiter tätig, er ist zudem Lauftrainer und läuft seit 1998 regelmäßig bei Marathon-Wettbewerben mit. Infos zu den hier beschriebenen Reisen gibt es auch unter www.laufreisen.de

 

Angkor Empire Marathon

Laufen durch eine 900 Jahre alte Tempelanlage? Der "Angkor Empire Marathon" (5.8.2018) in Angkor Wat macht es möglich. Die gewaltige Tempelanlage in Kambodscha ist das größte religiöse Bauwerk der Erde. Beim "Angkor Empire Marathon" laufen die Teilnehmer mitten durch das Weltkulturerbe mit seinen rund 40 Tempeln entlang des Urwaldes, durch traditionelle Dörfer und entlang grün blühender Reisfelder – ganz großes Kino! Mitten im tropischen Urwald gelegen, war der Tempel vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum der Khmer-Hochkultur. Das Khmer-Reich um Angkor Wat war damals das Machtzentrum Südostasiens, wo in dessen Blütezeit um 1200 mehr als eine Million Menschen lebten – mehr als in jeder anderen Stadt der Welt. Neben diesem unvergleichlichen Laufevent ist Kambodscha unbedingt eine Reise wert. Über die Geschichte des Landes ist in Europa eher weniger bekannt, deshalb gilt es noch heute als Geheimtipp für Reiseenthusiasten. Wer genug Zeit mitbringt, sollte einen ganzen Tag in der Tempelanlage einplanen und möglichst früh aufstehen, denn ein Sonnenaufgang am Angkor Wat wird man so schnell nicht vergessen. Anschließend sollte man sich auch die "Große Stadt" Angkor Thom, die Tempelanlage Bayon mit ihren aus Stein gemeißelten Gesichtern, oder die Elefanten-Terrasse nicht entgehen lassen.

Weitere Infos unter: www.sbbhosted.com/event/khmer-empire-marathon-2018-54

Polar-Night-Halbmarathon

Marathon unterm Polarlicht – der Polar-Night-Halbmarathon in der norwegischen Stadt Tromsø bietet einen sagenhaften Auftakt des Laufjahres. Er findet jährlich im Januar (5.1.2019), also mitten in der Polarnachtperiode statt. Denn nördlich des Polarkreises steigt die Sonne von Ende November bis Mitte Januar nicht über den Horizont. Tromsø mit seinen 70.000 Einwohnern liegt auf einer der vielen Inseln an der nordnorwegischen Atlantikküste. Der Halbmarathon führt durch die Stadt und entlang der nordischen verschneiten Küstenlandschaft, wo die Wetterbedingungen unter Umständen sehr kalt sein können. Man sollte sich auf Eis und Schnee vorbereiten und sicherheitshalber Spikes für die Schuhe im Laufgepäck haben. Sofern das Wetter mitspielt, wird die Strecke mit Kerzen und Fackeln in eine besondere Atmosphäre getaucht. Der absolute Höhepunkt ist aber die Aurora Borealis, das nördliche Polarlicht. Zu dieser Zeit ist die Chance besonders hoch, das Naturschauspiel am Himmel aus wabernden leuchtend grünen und violetten Streifen beobachten zu können. Der eigentliche Marathon ist da schnell fast vergessen. Nach dem Lauf sollte man unbedingt noch Zeit mitbringen, um eine Fahrt auf den Schiffen der Hurtigruten bis nach Kirkenes auf den Lofoten oder südlich bis nach Bergen zu machen. Im Sommer funktioniert das ganze übrigens umgekehrt: Beim Midnight Sun Marathon, der im Juni in Tromsø stattfindet, geht die Sonne den ganzen Tag gar nicht erst unter.

Weitere Infos unter www.msm.no/en/arrangement/morkertidslopet

Der Polarnacht-Halbmarathon führt zunächst durchs verschneite Tromsø, bevor es hinaus in die Wildnis geht. Foto: Truls Tiller

 

Marrakesch Marathon

Eingerahmt von Mittelmeer und Atlantik liegt Marrakesch im Süden Marokkos. Im Süden durch die Weite der Sahara begrenzt, vereint das Land eine erstaunliche Landschaftsvielfalt. Obwohl Marokko nur durch die Straße von Gibraltar von Europa getrennt wird, empfängt einen hier die fremdartige, faszinierende Welt des Orients mit seinem geschäftigen Leben und vielen historischen Zeugnissen. Die Marathonstrecke (nächster Start: 27.1.2019) im Süden von Marokko, zwischen Quarzazate und Tinehir, wird von zahlreichen sogenannten Kasbahs, uralten Lehmburgen, einst von kriegerischen Berberstämmen errichtet, gesäumt. Der Start liegt am Anfang der breiten Avenue Mohammed VI. Dieser breite Prachtboulevard, der schönste und längste in Marokko, hat eine Länge von rund neun Kilometern. Der flache und schnelle Rundkurs führt vorbei an den Sehenswürdigkeiten der Stadt, den Königsgärten, der Basarstraße und der alten Stadtmauer. Marrakesch ist die schönste der Königsstädte Marokkos, denn nirgendwo sonst bekommt man so viel von 1001 Nacht zu sehen wie hier. Einen Spaziergang beispielsweise im Park Yves Saint-Laurent sollte man nicht verpassen. Der Garten wurde vom französischen Maler Jacques Majorelle um 1925 angelegt und bildet zugleich die schönste Gartenanlage in Marrakesch. Zudem lohnt sich auch ein Besuch in der Koutoubia-Moschee oder dem Bahia-Palast.

Weitere Infos unter: www.marathon-marrakech.com

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