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Ach du lieber Himmel!

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29/11/2018
 

Skyrunning ist ein neuer Trend: Wettlaufen über höchste Gebirgskämme und Gipfel. Einer der beliebtesten „Himmelsläufer“-Wettkämpfe findet auf Madeira statt. Auch aus einem ganz unsportlichen Grund: Die portugiesische Insel bietet schönste Strände zum regenerativen Faulenzen.


Kilometerlange Sandstrände, saftig grüne Wälder – und das ganze Jahr über milde Temperaturen: Madeira ist der perfekte Urlaubsort. Die portugiesische Insel im Atlantik, rund 700 Kilometer vor der Küste Marokkos gelegen, gilt traditionell als Zuflucht für besonders sonnenhungrige Urlauber. Doch Madeira ist mehr als nur ein Ort zum Entspannen am Strand. Die Insel hat sich auch zu einem beliebten Ziel für besonders sportliche Urlauber entwickelt. Denn wegen der idealen Kombination aus garantiertem Sommerwetter und gebirgiger Topografie – Madeira ist von mehreren hochgebirgsartigen Kämmen durchzogen – ist das Eiland vor Afrika Schauplatz eines neuen Lauftrends geworden: Skyrunning. Bei dieser Ultrasportart laufen die Teilnehmer in luftiger Höhe über steile Gebirgskämme und anspruchsvolle Gipfel – es gibt mittlerweile sogar einen Weltcup der Gebirgsläufer. Adrenalinjunkies und Sportbegeisterte aus der ganzen Welt zieht es vor allem auch nach Madeira. Wegen einer verlockenden Kombination: erst Ultralauf – und dann Entspannung am Strand.

Das Madeira Sky Race gehört zu den Ocean Trails. Himmel und Ozean verschmelzen miteinander und die Ultraläufer sehen nur noch blau. Foto: João Faria

 

Seit 2014 findet der „Ultra Sky Marathon Madeira“ im portugiesischen Urlaubsparadies statt. Dieser besteht aus verschiedenen Disziplinen, je nach Kondition und Belastungsfähigkeit der Teilnehmer. Die größten Herausforderungen bietet das „Madeira Sky Race“, ein 55 Kilometer langer Lauf, der die Teilnehmer bis auf den höchsten Berg der Insel führt. Das Sky Race gilt als die schwierigste Disziplin des Madeira-Skyrunnings. Noch bevor die Sonne aufgeht, startet das Rennen in Santana, einer Kleinstadt an der Nordküste der Insel. Damit die Sportler vernünftig sehen können, laufen sie die ersten Kilometer mit Stirnlampen. Auf den ersten zehn Kilometern kämpfen sich die Teilnehmer Stück für Stück die Berglandschaft hinauf. Dabei geht es hoch bis zur Spitze des Pico Ruivo, mit 1862 Metern der höchste Berg Madeiras. Die Ausblicke von oben sind majestätisch. Am Horizont breitet sich in weiter Ferne der schier unendliche Ozean aus, davor fallen die Gebirgszüge der Insel mit ihren grünen Hängen und saftigen Tälern steil ins Meer ab. Bisweilen durchstoßen die Läufer auch die Wolkendecke und scheinen dann wirklich über den Wolken am Himmel zu laufen. Einmal oben angekommen bleibt allerdings nur wenig Zeit, die Aussicht oder die Wolken zu bestaunen, denn auf den anstrengenden Anstieg folgt der noch schwierigere Abstieg vom höchsten Berg Madeiras. Über steile Bergkluften und Meeresklippen beginnt für die Sportler der lange, teils holprige Weg nach unten. Der Abstieg erfordert höchste Konzentration und alpine Fähigkeiten – alle Teilnehmer müssen fortgeschrittene Kletterexpertise in Berglandschaften vorweisen können, um zum Lauf zugelassen zu werden.

 

Ihr Weg ins Tal führt die Läufer nun über zahlreiche Naturwanderwege und durch die sagenumwobenen Lorbeerwälder, die den Nordwesten Madeiras bedecken. Hier stehen die verschiedensten Baumarten und Pflanzen dicht an dicht, viele Bäume sind schon mehrere Jahrhunderte alt. Manche von ihnen sollen schon gestanden haben, als Madeira im Jahr 1419 entdeckt wurde. Die Äste der Bäume sind teils moosüberzogen und mit Flechten behangen. Oft gesellt sich zu der kühleren, feuchteren Luft in den Wäldern auch eine dünne Nebelschicht, die den Läufern die Sicht erschwert. Andererseits verleiht das dem riesigen Waldgebiet einen zauberhaften Charme, der ihm auch den Spitznamen Feenwald einbrachte. Natürlich kreuzt auch manch ein Fluss den Weg der Teilnehmer, sodass nicht nur die Luft feucht ist, sondern auch das Outfit der Sportler, nachdem sie sich durchs Wasser kämpfen mussten.

Gleich ist es geschafft: Ein Teilnehmer kämpft sich den Anstieg in den Bergen Madeiras empor. Foto: Lokoloko

 

Das „Madeira Sky Race“ ist Teil der internationalen Skyrunner World Series, einem jährlichen Weltcup im Berglauf, der auf 16 Bergrennstrecken der ganzen Welt ausgetragen wird. Am 1. Juni 2019 findet die nächste Ausgabe des Madeira Sky Race statt. Wem das große Skyrunning-Abenteuer zu anstrengend ist: Es gibt auch eine Einsteiger-Version des Ultralaufs, das Laurissilva Sky Race – einen mit 13 Kilometern Strecke wesentlich kürzeren Lauf, bei dem die Teilnehmer dennoch auf über 1100 Meter Höhe emporlaufen. Der Lauf startet einen Tag nach seinem großen Bruder, am 2. Juni 2019.

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