Produkte für PKW / Van / 4x4

New content item

Was für ein Schuhtyp sind Sie?

Neuigkeiten

Print
 
15/02/2017
 

Trailschuh, Dämpfungsschuh, Bewegungskontrollschuh – Laufschuh ist nicht gleich Laufschuh. Welches Modell das richtige ist, das hängt vom Trainingsgrad und der Fußstellung des Läufers ab. Continental Grip World zeigt 10 Laufschuhtypen und ihre Einsatzgebiete – Barfußlaufen inklusive.


Eine halbe Stunde Joggen nach Feierabend, Nordic Walking im Wald, der langersehnte Marathon oder ein Ultralauf durch die Wüste – immer mehr Menschen schnüren in der Freizeit ihre Laufschuhe. Einen Universalschuh für jeden Läufer aber gibt es nicht. Entsprechend wichtig ist es, sich beim Schuhkauf nicht für den erstbesten Schuh zu entscheiden, der von der Größe her passt. Entscheidend bei der Schuhwahl ist neben dem Trainingsgrad und dem Gewicht des Läufers insbesondere die Fußstellung. Bei Läufern mit einer sogenannten Überpronation beispielsweise knickt der Fuß nach innen ein und belastet damit die Bänder, Sehnen und Gelenke. An den Schuhen des Läufers ist meist eine starke Abnutzung an der Innenseite, dem medialen Bereich des Schuhs, erkennbar. Bei einer Unterpronation hingegen geht die Belastung in die entgegengesetzte Richtung, der Fuß knickt also nach außen und der äußere Rand der Schuhsohle (lateraler Bereich) wird stärker abgenutzt. Von daher ist es zum Beispiel zu empfehlen, beim Schuhkauf die alten Laufschuhe mitzubringen, sie können wichtige Hinweise für den Schuhverkäufer liefern. Und dies sind die 10 gängigsten Laufschuhtypen – und ihre Einsatzgebiete:

BA8844_FrontMedialView
 

Cushionschuh (Dämpfungsschuh)

Cushionschuhe, auch Dämpfungsschuhe genannt, sind Laufschuhe, die eine besonders hohe Dämpfung in der Zwischensohle und im Fersenbereich haben. Die Dämpfung soll den Aufprallstoß auf hartem Untergrund wie Asphalt oder Beton abfedern und damit die Gelenke schonen. Allerdings sollte der Härtegrad der Dämpfung individuell an das Körpergewicht angepasst werden. Hauptsächlich eignen sich Dämpfungsschuhe für lange und ruhige Dauerläufe auf harten (z.B. Asphalt) oder gefrorenen Untergründen. Dabei spielt der Laufstil eine untergeordnete Rolle, weshalb sich dieser Schuh auch für untrainierte Läufer eignet. Aufgrund der hohen Dämpfungseigenschaften empfehlen sich diese Schuhe auch für Läufer mit Übergewicht. Allerdings bieten die Dämpfungsschuhe keine Pronationskontrolle, weshalb der Läufer keine hohe Über- oder Unterpronation (übermäßige Innen- oder Außenbelastung des Fußes) aufweisen sollte.

Einsatzbereich: Jogging, Trainingsläufe auf hartem Untergrund, auch für untrainierte Läufer.


Stabilitätsschuh

Stabilitätsschuhe, auch Stabilschuhe genannt, sind Laufschuhe, die den Fuß stützen und vor einem zu extremen Einknicken nach Innen bewahren sollen. Um dieser Überpronation entgegenzuwirken, sind sie deshalb mit einer stärkeren  Zwischensohle und teilweise auch stärkerer Dämpfung und verstärkenden Materialen wie einer Fersenschale ausgestattet. Die Schuhe sind somit besonders für Läufer mit schwacher bis mittelstarker Überpronation geeignet und bieten selbst in unebenem Gelände genügend Halt.

Einsatzbereich: Jogging, Trainingsläufe auf mittelhartem Untergrund, bedingt auch im Gelände.

 

Bewegungskontrollschuh

Bewegungskontrollschuhe, auch Motion-Control-Schuhe genannt, schützen den Fuß durch eine sehr feste Zwischensohle sowie Pronationsstützen besonders stark vor dem Einknicken und eignen sich bei hoher Überpronation. Die Wahl sollte vorher allerdings mit einem Orthopäden abgesprochen werden, da die Schuhe das Abrollverhalten des Fußes stark beeinflussen. Diese Schuhart hat ähnliche Merkmale wie Stabilschuhe, jedoch sind sie mit einer festeren Zwischensohle ausgerüstet. Dadurch sollen sie Überlastungen der Fuß-Seitbänder und der Achillessehne durch zu starkes Einknicken vorbeugen.

Einsatzbereich: Ruhige, lange Dauerläufe, Trainingsläufe, Joggen auf hartem bis mittelhartem Untergrund.


Neutraler Laufschuh

Der Neutralschuh ist ein Laufschuh ohne stabilisierende Elemente und somit auch ohne Pronationsstütze. Die weniger stark ausgeprägten Dämpfungselemente ermöglichen ein besseres Gefühl für den Untergrund und fördern ein natürlicheres Laufen. Dennoch bietet die Dämpfung in Neutralschuhen ausreichend Schutz für die Gelenke vor dem Aufprallstoß auf hartem Untergrund. Fußmuskulatur, Bänder und Sehnen werden in Neutralschuhen stärker beansprucht und dadurch besser mittrainiert. Untrainierte und schwere Läufer sollten hingegen erst einmal ein etwa dreimonatiges Lauftraining absolvieren, bevor sie auf einen Neutralschuh wechseln.

Einsatzbereich: Trainingsläufe, Joggen, Dauerläufe auf weichem bis mittelhartem Untergrund, vorwiegend für trainierte Läufer.

BA7832_FrontMedialView
 

Lightweight-Trainer

Lightweight-Trainer sind eine Mischung aus Geländelauf- und Wettkampfschuh. Diese Schuhe bieten mehr Komfort und Halt als ein Wettkampfschuh und bilden insbesondere für den Otto-Normalläufer eine gute Alternative zum normalen Trainingsschuh. Der Lightweight-Trainer ist der Allrounder unter den Laufschuhen, der sich sowohl für Training, als auch Wettkämpfe eignet. Von normalen Wettkampfschuhen unterscheiden sich Lightweight-Trainer dadurch, dass sie noch leichter aufgebaut sind und nur über eine minimalistische Dämpfung und Stützung verfügen, um so eine maximale Gewichtseinsparung zu erreichen. In der Normgröße 43 wiegen sie oft deutlich unter 300 Gramm, teilweise sogar nur 120 Gramm gegenüber den etwa 360 Gramm schweren herkömmlichen Schuhen. Lightweight-Trainer sind geeignet für schnelle Läufe über alle Distanzen, insbesondere für lange Laufdistanzen mit hohem Tempo, also leistungs- wettkampforientierte Läufe. Außerdem sind sie ideal für Intervalltraining, Tempotraining, Steigerungsläufe, also für trainierte Läufer, und für Wettkämpfe auf Asphalt, etwa innerstädtische Marathonläufe. Jedoch sollte man kein regelmäßiges Training auf harten Untergründen mit den Schuhen absolvieren, sondern sie für kürzere Trainingseinheiten mit höherem Lauftempo abwechselnd zu normalen Laufschuhen mit größerer Dämpfung einsetzen. Auch Anfänger und Läufer mit Fußfehlstellungen sollten auf diesen Laufschuh verzichten.

Einsatzbereich: Wettkämpfe, Marathon, bedingt Trainingsläufe, für trainierte Läufer und insbesondere für schnelle Läufe auf hartem Untergrund.

 

Natural-Running-Schuh ("Barfußschuh")

Natural-Running-Schuhe sollen das natürliche Laufverhalten und einen intensiven Bodenkontakt wie beim Barfußlaufen ermöglichen. Die Schuhe zeichnen sich in der Regel durch eine sehr dünne Laufsohle mit geringer bis keiner Dämpfung aus. Diese Schuhe galten bis vor ein paar Jahren als großer Trend. Inzwischen ist die Meinung zu diesen sogenannten "Barfußschuhen" unter Experten geteilt. Klar ist: Man sollte diese Schuhart nicht als vollwertigen Laufschuh, sondern als zusätzliches Trainingsinstrument einsetzen, um die Bänder und die Fußmuskulatur zu fordern und zu kräftigen. Eine Grundvoraussetzung für die Verwendung von Barfußschuhen ist ein gut trainierter Bewegungsapparat, der die Stöße beim Aufprall selbst ausreichend dämpfen kann. Training auf sehr hartem Untergrund oder in schwierigem Naturgelände sollten nicht mit Barfußschuhen absolviert werden. Auch übergewichtige oder untrainierte Läufer sollten von dem Schuh absehen.

Einsatzbereich: Trainingsläufe, Kräftigungstraining für fortgeschrittene Läufer auf weichem bis mittelhartem Untergrund.


Fivefinger-Schuh ("Zehenschuh")

Ähnlich wie der Natural-Running-Schuh fördert der Fivefinger-Schuh, auch Zehenschuh genannt, das natürliche Laufverhalten und stärkt damit die Muskeln und den Bewegungsapparat des Läufers. Allerdings hat man in diesem Laufschuh noch mehr Bewegungsfreiheit, da die Zehen einzeln im Schuh „verpackt“ sind, der Schuh also exakt die Form des menschlichen Fußes abbildet. Der Zehenschuh zwingt den Läufer zum Vorfußlaufen, bei dem ausschließlich die Fußballen Kontakt mit dem Boden haben. Diese Technik ist mit hohen muskulären Anforderungen verbunden und erzeugt große Aufprallkräfte in den Sprung- und Kniegelenken. Daher sollte man sehr gut trainiert sein, bevor man sich für diesen Schuh entscheidet, da es sonst zu Beschwerden kommen könnte. Zudem sollten diese Schuhe nicht täglich, sondern nur trainingsergänzend zum Muskelaufbau eingesetzt werden. Außerdem bietet dieser Schuh keinen Schutz vor Kälte, Nässe, oder Steinen.

Einsatzbereich: Trainingsläufe, Kräftigungstraining für fortgeschrittene Läufer auf weichem bis mittelhartem Untergrund.

BA7838_FrontMedialView
 

Wettkampfschuh

Wettkampfschuhe sind, wie der Name schon sagt, für den Wettkampf gedacht. Im Gegensatz zu einem Trainingsschuh ist er aber deutlich puristischer ausgestattet. Er ist zwar leichter, aber von den Materialien her auch weniger dämpfend. Außerdem bietet er weniger Halt und Stabilität. Daher empfiehlt sich dieser Schuh nicht unbedingt für einen langen Marathon. Umso untrainierter man ist und umso länger die Strecke ist, umso weniger macht dieser Schuh Sinn. Man nutzt ihn eher für kürzere Wettkampfstrecken mit einer Länge von fünf bis zehn Kilometern. Ihre Haltbarkeit ist ohnehin begrenzt, mehr als insgesamt 400 Kilometer sollte man nicht mit ihnen absolvieren. Da die Schuhsohle durch ihre Härte schnell in ihre Ausgangsposition zurückkehren kann, geht so wenig Energie wie möglich beim Aufsetzen und Abdrücken des Fußes verloren. Aufgrund der fehlenden Dämpfung, einhergehend mit der Sohlenhärte, ist dieser Schuh nicht für das regelmäßige Training und nur für sehr trainierte Läufer geeignet. Übergewichtige Läufer sollten komplett und sogar im Wettkampf auf diese Laufschuhe verzichten.

Einsatzbereich: Wettkampfläufe, kürzere Wettkampfstrecken für trainierte Läufer.


Trailschuh

Trailschuhe haben eine deutlich profiliertere Sohle mit einer Art Stollenprofil. Sie eignen sich somit besonders für Läufe im unebenen Gelände abseits befestigter Wege, etwa im Wald oder auf Geröll. Da die Schuhe in diesem Terrain besonderen Belastungen ausgesetzt sind, werden sie mit robustem, wasserabweisenden Obermaterial und einer verstärkten Zehenkappe sowie Fersenschale ausgestattet. Das verleiht dem Fuß zusätzlich mehr Stabilität. Allerdings können die wasserdichten Oberflächen bei wärmeren Temperaturen auch zum Nachteil werden. Denn die begrenzte Atmungsaktivität dieser Materialien hat zur Folge, dass Schwitzfeuchtigkeit nicht mehr nach Außen dringen kann. Auch Wasser, das von Außen in den Schuh läuft, kann nicht abfließen. Trailschuhe eignen sich allerdings nicht nur für das Gelände, sondern sind auch im Winter bei Schnee und Eis eine gute Alternative zum normalen Laufschuh.

Einsatzbereich: Geländeläufe, Orientierungsläufe, Nordic Walking, Hindernis Parcours.

 

Barfuß

Auch das ist eine Möglichkeit: Barfußlaufen. Das Gute: Man spart sich den Gang ins Sportgeschäft. Obwohl, eigentlich doch nicht, denn Barfußlaufen sollte nur trainingsergänzend eingesetzt werden. Außerdem sollte man langsam anfangen und zunächst höchstens zwei Mal pro Woche ohne Schuhe laufen – am besten auf einer Wiese oder im Wald. Eine Trainingseinheit sollte nicht länger als 30 Minuten dauern, denn der Körper muss sich erst an die neue Belastung gewöhnen. Mit der Zeit können Trainingshäufigkeit und Trainingsdauer dann langsam gesteigert werden.

Einsatzbereich: Ausschließlich Trainingsläufe, Kräftigungstraining für sehr trainierte Läufer auf weichem bis mittelhartem Untergrund.

Wir verwenden Cookies, um Ihren Besuch auf unserer Website zu optimieren. Klicken Sie hier, um weitere Informationen zu erhalten oder um Ihre Cookies-Einstellungen zu ändern.