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Team Movistar

Eine Gänsefurt, hochalpine Riesen und ein Hauch von Formel 1: Die Tour de France lässt nichts aus

03/07/2018
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  • „Tour der Leiden“ ist mit schwierigen Etappen und Tagesabschnitten gespickt
  • Neues Startkonzept ähnlich der Formel 1auf 17. Etappe
  • Sprinter sind mehr als 60 km/h schnell

Drei Wochen „Tour der Leiden“ bestimmen die Radsport-Welt im Juli jeden Jahres. Was kommt 2018 auf das Fahrerfeld der Tour de France zu? Zunächst ein  Start im äußersten Westen, auf einer kleinen Insel im Atlantik. Nur wenige Tage später quälendes, mörderisches Kopfstein-Pflaster mit anschließendem Besuch in der „Hölle des Nordens“. Schließlich zwei ungewöhnliche lange Flug-Transfers und die extremen Anstiege zu den „Scharfrichtern des hochalpinen Gebirges“ in Alpe d'Huez, am Tourmalet oder am Aubisque. Es folgt ein 31 Kilometer langes Rennen gegen die Uhr (Einzel-Zeitfahren) bevor es am letzten Tag, dem 29. Juli zur sogenannten „Tour d’honneur“ ins Ziel unter den Triumphbogen der französischen Hauptstadt geht: Die 105. Auflage der Tour de France ist wieder gespickt mit selektiven Etappen und Tagesabschnitten, die Radsport in seiner ganzen Faszination auf allerhöchstem Niveau bieten werden.

Schon bei der Präsentation des Streckenverlaufs am 17. Oktober des vergangenen Jahres waren sich die Protagonisten einig: Es wird die eine, sogenannte „Königsetappe“ der Frankreich-Rundfahrt in diesem Jahr nicht geben. Dafür ist das Gesamtprogramm viel zu anspruchsvoll und voller Tücken. Wenngleich auch die Tagesabschnitte in den Alpen und Pyrenäen nach dem ersten Ruhetag in Annecy am 16. Juli sicherlich mehr als nur einen Vorgeschmack auf die Rennentscheidenden Etappen bieten werden.

Der „Grand Départ“ auf der Atlantikinsel Noirmoutier-en-l’Île in der Vendée ist bereits ein Spektakel und Unikum für sich. Schon der Start ist voller unwägbarer Bedingungen: Der Parcours ist eine Dammstraße, die immer wieder überflutet wird. Die schmale Furt sorgte bereits 1999, als dort ebenfalls die Tour begann, für ein Radsport-Drama. 25 Fahrer kollidierten auf dem schmalen und rutschigen Teilstück. Einige der Favoriten waren daher schon aus dem Rennen, bevor der erste Etappensieger überhaupt feststand. Auf diesem 199 Kilometer langen Teilstück sind die Sprinter bevorzugt. Marcel Kittel könnte mit etwas Rennglück somit zum dritten Mal nach 2013 und 2014 ins Gelbe Trikot des Gesamt-Spitzenreiters fahren.

Überhaupt wird die erste Tour-Woche im Nordwesten Frankreichs im Zeichen der „Männer der letzten Meter“ stehen. Oft entscheiden aber nicht die Sprinter selbst das Rennen. Es sind in der Regel vielmehr diejenigen, die schon sehr früh damit beginnen, den sogenannten eigenen „Zug“ zu formatieren und ihren Top-Mann aus dem Wind zu .nehmen, sodass dieser Kräfte für die entscheidenden Meter sparen kann. Nirgendwo wird deutlicher sichtbar, dass Radsport eine Mannschaftssportart ist. Auch, wenn immer nur der Tagessieger gekürt wird. 

So ein Sprinterteam funktioniert im Prinzip wie eine mehrstufige Rakete, die oft schon 50 oder mehr Kilometer vor dem Ziel unmerklich auf die Abschussrampe gebracht wird Es gilt dabei, sich Positionen zu sichern, diese zu verteidigen und das Tempo langsam aber sicher zu steigern. Die Wechsel und verschiedenen Tempi an der Spitze werden in den Trainingseinheiten vor den großen Rundstrecken minutiös eingeübt. Der „letzte Mann“ aus dem Zug, der den Sprinter und möglichen Tagessieger dann alleine in den Wind schickt, ist zum Schluss auch mit deutlich über 60 km/h unterwegs und wäre selbst ein potenzieller Siegkandidat bei einem Tagesklassiker, der auf den letzten Metern entschieden wird. Erst kurz vor der auf der Ziellinie „explodiert“ dann die Rakete, die schon viele Kilometer vorher auf die Startrampe gebracht wurde, mit dem sprichwörtlichen Kopf an der Spitze. Das sollte dann bei allen theoretischen Hochrechnungen der eigenen Mannschaft auch der Tagesschnellste sein, der das Geld in die Mannschaftskasse fährt.

An das wohl härteste und berüchtigtste Eintages-Rennen erinnert die neunte Tour-Etappe am Sonntag, 15. Juli, wenn es über die berüchtigten „Pavets“, die rüttelnden Kopfstein-Pflaster nach Roubaix geht. Der Sieger dieses Klassikers erhält bezeichnenderweise einen riesigen Pflasterstein als Zeichen des Triumphes. Er ist gleichzeitig eine der begehrtesten Auszeichnungen im internationalen Radsport. Dieser Prozedur muss sich das Tour-Peloton unterziehen, bevor die erste Flug-Traverse zum Ruhetag nach Annecy ansteht.

Danach aber beginnt die Spreu, sich vom Weizen zu trennen: Die drei folgenden hochalpinen Etappen nach Le Grand Bornand (159 Kilometer), la Rosière (108,5 Kilometer) und L’Alpe d’Huez (175,5 Kilometer) sind mit den Riesen der „hors catégorie“, des höchsten Schwierigkeitsgrades also, nur so gespickt. Col de la Croix und Col de la Colombière sind die Herausforderungen am ersten hochalpinen Tag. Der zweite Tag, der in der Olympiastadt von 1992, Albertville, beginnt, offenbart mit dem Cormet de Roselend und dem Zielanstieg hinauf nach la Rosière nicht mindere Schwierigkeiten. Alpen-Tag Nummer drei schließlich bringt mit dem Col de la Madeleine, dem Col de la Croix de Fer und dem legendären Anstieg hinauf nach L‘Alpe d‘Huez die geballte Wucht der Alpenriesen mit sich.

Nach dem zweiten Ruhetag in Carcassonne (23.) Juli dürfte in den Pyrenäen die endgültige Entscheidung reifen. Spätestens die 19. Etappe mit den drei Furcht erregenden Riesen Col d’Aspin, Col du Tourmalet und Col d’Aubisque wird für Klarheit im Kampf um das begehrte Trikot sorgen. Zwei Tage vorher aber steht eine zwar nur sehr kurze (65 Kilometer), dafür aber umso spektakulärere Etappe an. Auf dem Teilstück von Bagnères-de-Luchon auf den Col de Portet wird die Tour de France zur Formel 1. Zumindest könnte man den Anschein dessen haben.

Die 17. Etappe der Tour de France beginnt nämlich völlig ungewöhnlich und die Organisatoren zeigen, dass sie nie in Verlegenheit geraten, sich immer wieder neue Attraktionen einfallen zu lassen. An diesem Tag gehen die Radsport-Profis nach ihrer aktuellen Position im Gesamtklassement aufgereiht hintereinander auf die selektive Strecke Dabei erprobt die Tour-Direktion erstmals ein neues Start-Konzept. 

Wie aber soll das im Einzelnen funktionieren? Tour-Streckenchef Thierry Gouvenou kündigte bei der Streckenvorstellung im vergangenen Jahr an, die Fahrer aus insgesamt fünf Startblöcken heraus in der Reihenfolge ihrer Platzierungen im Gesamtklassement starten zu lassen. Die Top-Fahrer in der Gesamtwertung sollen wie bei der Formel 1 hintereinander aufgereiht an der Startlinie stehen, mit dem Gelben Trikot in der "Pole Position". Dahinter sollen in einem 70-Meter langen Korridor die restlichen Fahrer in vier weiteren Gruppen auf die Strecke gehen. Das gab es bei der Tour bisher noch nie. An diesem Tag könnte der Start fast genau so interessant wie der wie der Zieleinlauf. Auch wenn es sich mit Saint-Lary-Soulan neben L’Alpe d’Huez um die einzige Bergankunft in diesem Tour-Jahr handelt.

Nach dem Einzelzeitfahren von Saint-Pée-sur-Nivelle nach Espelette, bei denen die Spezialisten im „contre la montre“ noch einmal auftrumpfen werden, erfolgt der zweite Abschnitt mit dem Flieger hinauf nach Houilles; von wo es am Schlusstag die 165,5 Kilometer lange Schlussetappe unter den L‘Arc de Triomphe ansteht. Eines dürfte somit schon jetzt feststehen. An vielen persönlichen Dramen und ungewöhnlichen Episoden wird es auch bei der 105. Auflage der Tour nicht fehlen.

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