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Testfahrer Bond, James Bond

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27/08/2018
 

Fluxkompensator, fliegende Autos, Fernsteuerung für Spezialagenten: Wenn Hollywood Autos entwirft, dann wird's verrückt. Obwohl… Einige besonders ausgefallene Film-Erfindungen sind heute Realität. Und die machen die Straßen heute sicherer!

1997. Ein Parkhaus in der Hamburger Innenstadt. Sieben schwer bewaffnete Männer stehen um einen nagelneuen 7er BMW herum. Der Besitzer hockt versteckt zwischen anderen parkenden Autos, greift in sein Jackett und holt ein Handy heraus. Er tippt zweimal auf das Touchpad und startet so seine Limousine aus sicherer Entfernung. Über den Handy-Monitor steuert er das Auto mit quietschenden Reifen übers Parkdeck, springt dann durch das sich automatisch öffnende Fenster auf die Rückbank, steuert von dort weiter via Handy, springt dann wieder aus dem Auto heraus, kurz bevor der Wagen eine Wand durchbricht und tief unten auf der Hamburger Mönckebergstraße in die Filiale einer Autovermietung crasht. Eine irre Verfolgungsjagd, Hightech-Accessoires, ein Superheld im Markenanzug? Klar, der Name des BMW-Fahrers ist Bond, James Bond.

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So einem 7er BMW – hier ein Symbolfoto – steuerte Pierce Brosnan alias James Bond in "Der Morgen Stirbt Nie" via Handy-App.

Foto: BMW

 

Dass Pierce Brosnan alias James Bond im Film „Der Morgen stirbt nie“ sein Auto über das Handy steuert, war 1997 eine Sensation. Denn damals galt eine Fernsteuerung für Pkw als Agenten-Science-Fiction. Heute nicht. Nahezu alle großen Autohersteller und Zuliefererunternehmen entwickeln Systeme zum autonomen Fahren. Bereits seit einigen Jahren ist es zudem möglich, etwa Modelle von Mercedes oder BMW per App ein- und ausparken zu lassen. Neuere Modelle können inzwischen auch fast komplett ohne Zutun des Fahrers seitlich einparken. "Bond"-Regisseur Roger Spottiswoode kann insofern als Mobilitäts-Visionär angesehen werden – wie viele seiner Hollywoodkollegen. Immer wieder wurde in Blockbuster-Filmen vorweggenommen, was heute automobile Realität ist.

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Der Original-Bond-BMW: Weil sich Autos 1997 in Wirklichkeit noch nicht via Fernsteuerung lenken ließen, musste ein Stuntman vom Rücksitz aus steuern.

Foto: F30

 

Im Film „Minority Report“, von Steven Spielberg im Jahr 2002 in die Kinos gebracht, sitzt Tom Cruise als Cop John Anderton in einem futuristischen Auto und wird verfolgt. Die Studie des Herstellers Lexus kann senkrecht Wände herunterfahren – immerhin spielt der Film im Jahr 2054. Der Wagen hat kein Lenkrad, kein Gaspedal, keine Bremse. Ein Bordcomputer übernimmt die Rolle des Fahrers – und eines Bösewichts, der den Hauptprotagonisten im Auto einsperrt. So muss Cruise alias Anderton die Seitenscheibe ganz analog heraustreten und sich bei voller Fahrt aus dem autonom fahrenden Auto retten. Ein Auto ohne Lenkrad? Das kommt einem bekannt vor: Google präsentierte 2014 ein Konzeptauto, das ebenfalls vollkommen selbständig fährt und gar keine Möglichkeit des Eingreifens mehr bietet. Überhaupt hat sich das autonome Fahren zu einem der wichtigsten Innovations-Trends der Automobilindustrie entwickelt.

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Die berühmteste Zeitmaschine der Welt, der DMC DeLorean-12 aus "Zurück In Die Zukunft", fuhr auch mit Treibstoff aus regenerativen Quellen.

Foto: Godfrey/Morton

 

Das hat Hollywood offenbar früh erahnt. Auch im Film „The 6th Day“ aus dem Jahr 2000 fährt Arnold Schwarzenegger in einem Van, der selbstständig lenkt und eigenständig in der Fahrspur bleibt. Die zwei Protagonisten unterhalten sich während der Fahrt, ohne dabei auf die Straße zu schauen – dank vielerlei Assistenzsysteme. Fahrspurassistenten etwa sind heute bereits in vielen Autos schon ab der Mittelklasse verbaut. Und in den achtziger Jahren wünschten sich Millionen Teenager ein Auto wie KITT, jenen 1983er Pontiac Trans Am Firebird aus der Serie "Knight Rider", der eigenständig fuhr. Und zudem – sogar mit eingebautem Sarkasmus-Chip – mit seinem Besitzer, gespielt von David Hasselhoff, kommunizierte. Auch Sprachsteuerung ist heute kein Science Fiction mehr, Siri & Co können als Enkel von KITT angesehen werden.

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Mr. Fusion – der alternative Antrieb des DeLoreans in "Zurück in die Zukunft" fuhr sogar mit Bananenschalen.

Foto: Godfrey/Morton

 

Sogar der wohl verrückteste Automobilentwickler der Filmgeschichte, Doc Emmett Brown aus "Zurück in die Zukunft", war mit seinen Visionen der automobilen Zukunft nicht weit weg von der Realität. Zwar wurde noch kein Äquivalent zum Zeiten überwindenden Bauteil namens Fluxkompensator entwickelt, doch alternative Antriebe sind heute eines der wichtigsten Themen der Automobilindustrie. Sprit aus der Steckdose, aus Brennstoffzellen, aus Bio-Gas – da ist die Bananenschale, mit der Doc Brown im Auftrag von Regisseur Robert Zemeckis am Ende von Teil 1 der Film-Trilogie (1985-1990) seinen DMC DeLorean-12 füttert und in die Zukunft durchstartet, als regenerative Energiequelle nicht weit.

Allerdings schafft nicht jede automobile Science-Fiction-Erfindung den Sprung ins Hier und Jetzt. Bis heute warten wir auf Hubschrauber-Autos ("Dudu – das verrückteste Auto der Welt", 1975), Flugtaxis („Das fünfte Element“, 1997) oder Autos mit eingebautem Motorrad ("The Dark Knight", 2008). Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

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