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EuroNCAP testet Fußgängerschutz: Neuer Test für autonome Bremssysteme

Technologie

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10/11/2015
 

Immer mehr Fahrzeuge heutzutage "denken mit" und bremsen beispielsweise selbstständig, um Zusammenstöße mit anderen Autos zu vermeiden. Wie gut diese Systeme auf Fußgänger reagieren, will EuroNCAP in einem neuen Test klären.

Autor Benjamin Bauer - Mit freundlicher Genehmigung der Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG.


"Diese neuen Tests sind weltweit die ersten, die diese Assistenzsysteme aus Sicht der Fußgänger beurteilen", sagt der Generalsekretär von Euro NCAP, Michiel van Ratingen. Viele dieser sogenannten AEB-Systeme (Assisted Emergency Braking) könnten zwar helfen, Zusammenstöße mit anderen Autos zu verhindern, aber nicht alle seien imstande, Fußgänger zu erkennen. Ab 2016 könnten sich Verbraucher darüber informieren, welche Fahrzeuge welcher Hersteller das schafften und in den Tests gut abschnitten.


Bei den neuen EuroNCAP-Tests werden die drei häufigsten Szenarien im städtischen Straßenverkehr durchgespielt: Erwachsene, die den Weg des Autos entweder schnell oder langsam kreuzen sowie Kinder, die hinter geparkten Autos hervor- und vor den Wagen springen. Um im Test gut abzuschneiden, sollten die Autos in der Lage sein, Zusammenstöße mit den speziell entwickelten Fußgänger-Dummies bei Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h zu verhindern. Bei höheren Geschwindigkeiten von 40 bis 60 km/h sollten die Fahrzeuge die Wucht des Aufpralls mindern, indem sie rechtzeitig auf unter 40 km/h herunterbremsen.


"Obwohl diese Technologie sich schnell entwickelt, ist es in der Realität noch nicht möglich, jeden Zusammenstoß mit Fußgängern zu vermeiden", sagt van Ratingen. "Aber die Fahrzeuge, die in den Tests gut abschneiden, werden helfen, tausende sinnlose Tode und verheerende Verletzungen auf Europas Straßen zu verhindern."


Die neuen Fußgängerchrashtests werden ab 2016 Bestandteil der EuroNCAP-Crashtestbewertung. Ohne erfolgreichen Fußgängerschutz wird es dann keine 5-Sterne-Wertung mehr geben.

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