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Ratgeber

Reifen-Grip

Was ist Reifen-Grip?

Grip ist das englische Wort für Haftung. Die Verzahnung der Autoreifen mit dem Untergrund sorgt bei Reifen dafür, dass diese beim Anfahren nicht durchdrehen und beim Bremsen nicht rutschen. Die Haftreibung ist eine physikalische Kraft, die auf zwei sich berührende und sich in Ruhe befindende Körper wirkt und diese an einer Bewegung hindert. Doch mehrere Faktoren sind bei der Bodenhaftung bei einer Autofahrt zu berücksichtigen. Die Reibungskraft der Reifen hängt auch von der Beschaffenheit der Berührungspunkte sowie den verschiedenen Asphaltmischungen und dem Fahrverhalten ab. 

Wetterbedingungen wie Regen, Schnee und Eis sind ebenso maßgeblich für unterschiedlichen Grip verantwortlich und beeinflussen die Haftreibung, vor allem in Kurven. Auch Laub, Sand sowie Verschmutzungen wie Ölspuren auf der Straße haben Einfluss auf die Reifenhaftung. Die Haftung variiert je nach Reifentyp und kann durch spezielle Anpassungen bei Gummimischung, Reifendruck und Reifenbreite beeinflusst werden, was natürlich besonders zur Sommer- und Winterzeit zum Tragen kommt. Da es beim Thema Reifen-Grip in erster Linie immer um die Sicherheit der Fahrteilnehmer geht, sollte beim Kauf von Reifen der Preis nicht an erster Stelle stehen. Stattdessen kann durch eine sorgfältige Reifenpflege Geld gespart werden.


Haftreibung und Rollreibung: der Unterschied

Die Rollreibung ist auch als Rollwiderstand zu verstehen. Anders als bei der Haftreibung, die dafür sorgt, dass Autoreifen beim Anfahren und Bremsen nicht durchdrehen bzw. rutschen, gibt die Rollreibung an, wieviel die Drehbewegung auf verschiedenen Belägen an Energie verliert. Das bedeutet: wenn man die Reifen ins Rollen bringt, dann rollen sie auf Asphalt weiter als auf anderen Belägen wie z.B. Sand. Rollreibung ist die Kraft, die beim Abrollen eines Rades entsteht, wobei es bei der Haftreibung darauf ankommt, wie stark zwei Materialien aneinander haften.

Reifen-Eigenschaften für stabilen Grip

Der richtige Untergrund gibt Sicherheit
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Bei Reifen-Grip kommt es neben dem Reifentyp natürlich auf die Beschaffenheit des Untergrunds, sprich den Straßenbelag an. Autoreifen können auf verschiedenen Untergründen unterschiedlich reagieren. Asphalt ist für Reifen traditionell sicherer als z.B. Sand. Auf einer glattflächigen und festen Oberfläche (z.B. Asphalt und Beton) haftet der Reifen durch die Reibung zwischen Gummi und Oberfläche besser. Auch Wetterbedingungen wie Regen, Schnee und Eis sowie Verunreinigungen wie Ölspuren beeinflussen die Bodenhaftung und erhöhen das Unfallrisiko.

Die Gummimischung macht’s
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Auf das richtige Zusammenspiel zwischen der Gummimischung der Autoreifen und den Fahreigenschaften der Fahrer kommt es an. Die Gummimischung beeinflusst, wie intensiv die Reibung zwischen Reifen und Untergrund ist und wie optimal die Bodenhaftung wirkt. Auf allen Untergründen sollten Reifen unter allen Umständen eine richtige Reibung voraussetzen. Gerade Sommer- und Winterreifen sind optimal auf die äußeren Bedingungen eingestellt.

Korrekter Luftdruck verbessert den Grip
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Ein zu geringer Reifenluftdruck sorgt nicht für zusätzlichen Grip zur Fahrbahn, sondern stellt durch die verstärkte Walkarbeit – wenn bei Reifen die Gewebeeinlagen aneinander reiben – beim schlappen Reifen ein großes Risiko dar. Im Bereich der Karkasse kann sich der Reifen auf bis zu 130 °C erhitzen, was ihn sogar zum Platzen bringen kann. Die vermehrte Aufstandsfläche erhöht den Reibwert, es wird mehr Energie benötigt und der Verschleiß nimmt zu. Ein zu hoher Reifenluftdruck (interner Link: Reifendruck) wiederum reduziert die Reifenaufstandsfläche zur Straße. Doch dieser ist wichtig für die optimale Bodenhaftung.

Grip ist beim Bremsen lebenswichtig
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Kurze Bremswege können Leben retten. Besonders beim Bremsen bedeutet guter Grip daher einfach mehr Sicherheit. Verschlissene Reifen auf nasser Fahrbahn sind immer gefährlich – nicht auszudenken, was damit alles passieren kann. Beim Bremsen spielt die richtige Profiltiefe von mindestens 3 - 4 mm natürlich eine große Rolle (Sommerreifen am besten bei 3 mm sowie Winterreifen bei 4 mm Restprofiltiefe austauschen). Denn diese ist beim Bremsen auf rutschigen Untergründen für eine gute Bodenhaftung ausschlaggebend. Dem Gesetzgeber nach sind Reifen unterschiedlicher Hersteller und Profiltiefen erlaubt, allerdings wirken sich diese Kriterien negativ für den Bremsweg aus.

Mit guter Bodenhaftung die Kurve kriegen
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Die Bodenhaftung nimmt mit der Reifenbreite zu. Das macht sich vor allem in der Kurvenlage bezahlt. Eine breitere Aufstandsfläche erhöht die Sicherheit in der Kurve und bringt mehr Leistung. Natürlich ist ausschlaggebend, mit welcher Geschwindigkeit und bei welchen Wetterbedingungen Sie unterwegs sind. Allerdings wirken sich breitere Reifen negativ auf den Rollwiderstand aus und der Spritverbrauch wird erhöht.  

Wichtiger Tipp: Wir als Reifenspezialisten empfehlen, bereits vor der Kurve abzubremsen, solange die Räder noch gerade stehen. In der Kurve sollten Sie es nach Möglichkeit vermeiden zu bremsen. Beim Bremsen wird der vordere Bereich des Fahrzeugs nämlich stark belastet, wogegen der hintere an Bodenhaftung verliert und ein Ausbrechen des Fahrzeugs riskiert wird, besonders in einer Kurve und bei nasser Fahrbahn. Beim Herausfahren aus der Kurve sollten Sie dann erst wieder beschleunigen, wenn die Reifen wieder gerade stehen.


Laufleistung der Reifen
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Eine allgemeine Angabe der möglichen Laufleistung kann nicht gemacht werden, da – unabhängig des Reifentyps – dies immens von den Fahrgewohnheiten und dem Untergrund abhängt. Ein Reifen sollte spätestens dann gewechselt werden, wenn die Gummierung bzw. das Reifenprofil abnimmt. Sommerreifen sollten Sie am besten bei 3 mm sowie Winterreifen bei 4 mm Restprofiltiefe austauschen. Generell empfehlen wir Ihnen, alle Reifen (einschließlich Reservereifen), deren Herstellungsdatum mehr als zehn Jahre zurückliegt, durch neue Reifen zu ersetzen.

 

Auswirkungen bei schlechtem Reifen-Grip

Schlechter Reifen-Grip kann fatale Folgen haben. Unter Berücksichtigung Ihres Fahrverhaltens und der Wetterbedingungen sind natürlich der Reifentyp, der Reifenverschleiß und das Reifenalter stets zu beachten, um eine optimale Bodenhaftung sowie eine sichere Fahrt zu gewährleisten.

Durch einen schlechten Grip können sich die Bremswege deutlich verlängern und längere Bremswege bedeuten immer erhöhtes Unfallrisiko – besonders bei schwierigen Wetterbedingungen wie Regen, Schnee und Eis. Des Weiteren kann schlechter Grip auch mit einer zu geringen Profiltiefe zusammenhängen. Bei hohem Reifenverschleiß ist zudem von erhöhtem Spritverbrauch auszugehen. Lassen Sie sich jetzt vom Fachmann beraten und setzen Sie auf Reifen mit perfektem Reifen-Grip.

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