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Ratgeber

Reifen-Grip

Was ist Reifen-Grip?

Das erwartet Sie auf dieser Seite

  • Was ist Reifen-Grip?
  • Haftreibung und Rollreibung: der Unterschied
  • Reifen-Eigenschaften für stabilen Grip
  • Auswirkungen bei schlechtem Reifen-Grip


Grip ist das englische Wort für Haftung. Die Verzahnung der Autoreifen mit dem Untergrund sorgt dafür, dass diese beim Anfahren nicht durchdrehen und beim Bremsen nicht rutschen. Die Haftreibung ist eine physikalische Kraft, die auf zwei sich berührende und sich in Ruhe befindende Körper wirkt und diese an einer Bewegung hindert. Doch mehrere Faktoren sind bei der Bodenhaftung beim Fahren zu berücksichtigen. Die Reibungskraft hängt auch von der Beschaffenheit der Berührungspunkte sowie den verschiedenen Asphaltmischungen und dem Fahrverhalten des Autos ab. Allgemein gilt: Je besser der Grip, desto kürzer der Bremsweg, desto kürzer der Anhalteweg, desto sicherer der Fahrer im Auto. 


Wetterbedingungen wie Regen, Schnee und Eis sind maßgeblich für unterschiedliche Haftung verantwortlich und beeinflussen die Haftreibung, vor allem in Kurven. Auch Laub, Sand sowie Verschmutzungen wie Ölspuren auf der Straße haben Einfluss auf die Reifenhaftung und den Reaktionsweg. Die Haftung variiert je nach Reifentyp und kann durch spezielle Anpassungen bei Gummimischung, Reifendruck und Breite verbessert werden, was besonders zur Sommer- und Winterzeit bzw. mit Sommerreifen und Winterreifen zum Tragen kommt. Da es beim Thema Reifen-Grip in erster Linie immer um die Sicherheit der Fahrteilnehmer auf der Fahrbahn geht, sollte beim Kauf von Reifen der Preis nicht an erster Stelle stehen.

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Wenn die Reifen ins Rollen kommen, kommt es auf die Haftreibung und die Rollreibung an.

Haftreibung und Rollreibung: der Unterschied

Die Rollreibung ist auch als Rollwiderstand zu verstehen. Anders als bei der Haftreibung, die dafür sorgt, dass Autoreifen beim Anfahren und Bremsen nicht durchdrehen bzw. rutschen, gibt die Rollreibung an, wieviel die Drehbewegung auf verschiedenen Belägen an Energie verliert. Das bedeutet: Wenn man die Pneus ins Rollen bringt, dann rollen sie auf Asphalt weiter als auf anderen Belägen, wie z. B. Sand. Rollreibung ist die Kraft, die beim Abrollen eines Rades entsteht, wobei es bei der Haftreibung darauf ankommt, wie stark zwei Materialien aneinanderhaften.

Reifen-Eigenschaften für stabilen Grip

Der richtige Untergrund gibt Sicherheit
Die Beschaffenheit des Untergrunds ist ein wichtiger Aspekt für optimalen Reifen-Grip.

Bei Reifen-Grip kommt es neben dem Reifentyp auf die Beschaffenheit des Untergrunds, also den Straßenbelag an. Autoreifen können auf verschiedenen Untergründen unterschiedlich reagieren. Asphalt ist für Pneus traditionell sicherer als z. B. Sand. Auf einer glattflächigen und festen Oberfläche (z. B. Asphalt und Beton) haftet der Reifen durch die Reibung zwischen Gummi und Oberfläche besser. Und ein besserer Grip der Reifen bedeutet, dass der Bremsweg geringer wird. Aber Wetterbedingungen wie Regen, Schnee und Eis sowie Verunreinigungen wie Ölspuren beeinflussen die Haftung zum Boden und erhöhen das Unfallrisiko. 

Die Gummimischung macht’s
Die Reibung zwischen Reifen und Untergrund wirkt sich auf die Bodenhaftung aus.

Das Können des Fahrers ist wichtig: Wie schnell sind zum Beispiel seine Reaktionszeit und damit der Reaktionsweg bei unvorhergesehen Situationen auf der Fahrbahn? Doch auf das richtige Zusammenspiel zwischen der Gummimischung der Autoreifen und den Fahreigenschaften des Fahrers kommt es an. Die Gummimischung beeinflusst, wie intensiv die Reibung zwischen Pneus und Untergrund und wie gut der Kontakt des Fahrzeugs zum Boden ist. Auf allen Untergründen sollten sie unter allen Umständen den richtigen Grip haben. Gerade Sommer- und Winterreifen sind optimal auf die jeweiligen äußeren Bedingungen eingestellt.

Korrekter Luftdruck verbessert den Grip
Ein zu geringer Reifendruck verstärkt die Walkarbeit und stellt ein großes Risiko dar.

Ein zu geringer Reifenluftdruck sorgt nicht für zusätzlichen Grip zur Fahrbahn, sondern stellt durch die verstärkte Walkarbeit – wenn bei Pneus die Gewebeeinlagen aneinander reiben – beim schlappen Reifen ein großes Risiko dar. Im Bereich der Karkasse kann sich das Rad auf bis zu 130 °C erhitzen, was ihn sogar zum Platzen bringen kann. Die vermehrte Aufstandsfläche erhöht den Reibwert, es wird mehr Energie benötigt und der Verschleiß nimmt zu. Ein zu hoher Reifenluftdruck wiederum reduziert die Reifenaufstandsfläche zur Straße. Doch diese ist wichtig für die optimale Bodenhaftung des Autos.

Grip ist beim Bremsen lebenswichtig
Beim Bremsen spielt die richtige Profiltiefe eine lebenswichtige Rolle.

Kurze Bremswege können Leben retten. Besonders beim Bremsen bedeutet guter Grip daher mehr Sicherheit. Verschlissene Reifen auf nasser Fahrbahn sind gefährlich – nicht auszudenken, was damit alles passieren kann. Für einen kurzen Bremsweg empfiehlt Continental daher die Profiltiefe von mindestens 3 - 4 mm einzuhalten (Wir empfehlen ebenfalls Sommerreifen am besten bei 3 mm sowie Winterreifen bei 4 mm Restprofiltiefe austauschen). Denn diese ist beim Bremsen auf rutschigen Untergründen für eine gute Bodenhaftung bzw. Kontakt zur Straße ausschlaggebend.

Mit guter Bodenhaftung die Kurve kriegen
Bremsen Sie bereits vor der Kurve ab, solange die Räder noch gerade stehen. Das erhöht die Bodenhaftung.

Die Haftung des Reifens zum Boden nimmt mit der Reifenbreite zu. Das macht sich vor allem in der Kurvenlage bezahlt. Eine breitere Aufstandsfläche erhöht die Sicherheit in der Kurve und bringt mehr Leistung. Natürlich ist ausschlaggebend, mit welcher Geschwindigkeit und bei welchen Wetterbedingungen Sie unterwegs sind. Allerdings wirken sich breitere Reifen negativ auf den Rollwiderstand aus und der Spritverbrauch wird erhöht. 

Wichtiger Tipp: Continental empfiehlt, bereits vor der Kurve abzubremsen, solange die Räder noch gerade stehen. In der Kurve sollten Sie es nach Möglichkeit vermeiden zu bremsen. Beim Bremsen wird der vordere Bereich des Fahrzeugs nämlich stark belastet, wohingegen der hintere an Bodenhaftung verliert und ein Ausbrechen des Fahrzeugs riskiert wird, besonders in einer Kurve und bei nasser Fahrbahn. Beim Herausfahren aus der Kurve sollten Sie dann erst wieder beschleunigen, wenn die Reifen wieder gerade stehen.


Laufleistung der Reifen
Tauschen Sie Ihre Reifen aus, wenn die Gummimischung bzw. das Reifenprofil abnimmt.

Eine allgemeine Angabe der möglichen Laufleistung kann Continental nicht machen, da – unabhängig vom Reifentyp – dies immens von den Fahrgewohnheiten und dem Untergrund abhängt. Ein Reifen sollte spätestens dann gewechselt werden, wenn die Gummierung bzw. das Reifenprofil eine gewisse Abnutzung erreicht hat: Sommerreifen sollten Sie am besten bei 3 mm sowie Winterreifen bei 4 mm Restprofiltiefe austauschen. Generell empfiehlt Continental Ihnen, alle Reifen (einschließlich Reservereifen), deren Herstellungsdatum mehr als zehn Jahre zurückliegt, durch neue zu ersetzen.

Auswirkungen bei schlechtem Reifen-Grip

Schlechter Reifen-Grip kann fatale Folgen haben. Unter Berücksichtigung Ihres Fahrverhaltens und der Wetterbedingungen sind der Reifentyp, der Reifenverschleiß und das Reifenalter stets zu beachten, um eine optimale Bodenhaftung, sowie eine sichere Fahrt mit dem Pkw zu gewährleisten.

Durch einen schlechten Grip können sich die Bremswege deutlich verlängern und längere Bremswege bedeuten immer erhöhtes Unfallrisiko – besonders bei schwierigen Wetterbedingungen wie Regen, Schnee und Eis. Des Weiteren kann schlechter Grip auch mit einer zu geringen Profiltiefe zusammenhängen. Bei hohem Reifenverschleiß ist zudem von erhöhtem Spritverbrauch auszugehen. Lassen Sie sich jetzt vom Fachmann beraten und setzen Sie auf Reifen mit perfektem Reifen-Grip.

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