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Zahlen, bitte!

Rekorde

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18/02/2019
 

Wussten Sie, dass der langsamste Marathonläufer aller Zeiten gut 54 Jahre vom Start bis ins Ziel brauchte? Dass der menschliche Fuß an einem Tag einen halben Liter Schweiß produziert? Dass ein verrückter Ultraläufer 27.000 Kilometer in einem Jahr lief? Nein? Dann bitte weiterlesen!


100 Jahre alt war der Inder Fauja Singh, als er 2011 beim Marathon in Toronto an den Start ging. Rekord! Als erster Hundertjähriger und somit ältester Marathoni aller Zeiten schrieb Singh an diesem Tag Geschichte. Sein Debüt feierte er übrigens erst elf Jahre zuvor, mit 89 Jahren, beim London Marathon. 2013 beendete er seine Laufkarriere. Sein Spitzname: Turban Tornado.

 

27.011 Kilometer legte der französische Ultramarathonläufer Serge Girard innerhalb von 365 Tagen zurück. Damit hält er den Weltrekord im Dauerlaufen. Jeden Tag spulte er zwischen 2009 und 2010 im Schnitt rund 74 Kilometer ab und durchquerte dabei 25 Länder.

 

15 Prozent Leistungssteigerung sind laut Studien durch das Hören von Musik beim Laufen möglich. Als besonders leistungssteigernd sollen dabei Musiktitel mit 160 Beats pro Minute (bpm) sein, ein gutes Beispiel ist etwa das Lied „Happy“ von Pharrell Williams.

Joggerin mit Musik im Ohr. Foto: Jeff Drongowski

 

1.000.000.000 – in Worten: eine Milliarde – Paar Laufschuhe verkaufen Sportartikelhersteller pro Jahr. Im Durchschnitt legt sich also jeder achte Mensch auf der Erde jährlich ein neues Paar Sneaker zu.

Laufschuhe sind ein begehrtes und gut verkäufliches Gut. Adidas kooperiert mit Continental – der Reifenhersteller entwickelt Laufsohlen mit besonders gutem Grip. Foto: Continental

 

12 Paar Schuhe verbrauchte der britische Ultraläufer Jeremy "Jez" Bragg, als er 2013 auf dem 3054 Kilometer langen Te Araroa Trail Neuseeland lief. Dabei benötigte er für die Strecke nur 53 Tage und unterbot den vorigen Rekord um 12 Tage.

 

16 Bären begegneten Joe McConaughy, als er 2017 über den Appalachian Trail in den USA lief. Die 3524 Kilometer schaffte der 26-jährige US-Amerikaner in Rekordzeit. Dabei war er komplett ohne Unterstützung unterwegs. Seine Zeit: 45 Tage, 12 Stunden und 15 Minuten. Den finalen Sprint absolvierte er in 37 schlaflosen Stunden. Mit einem Tagesdurchschnitt von 77 Kilometern durchquerte er 14 Bundesstaaten und traf, wie er später berichtete, auf sechzehn Bären und vier Klapperschlangen. Normalerweise benötigen Wanderer für den gesamten Trail rund sechs Monate, der bisherige Rekordhalter brauchte ganze neun Tage länger als McConaughy.

Der legendäre Appalachian Trail in den USA. Foto: Paul Balegend

 

44 Minuten und 22 Sekunden benötigte Marathonläufer Geoff Wightman (Bestzeit bei normalen Marathon-Wettbewerben: 2:13:17 Stunden) im Jahr 2004 für einen ganz speziellen "Lauf"-Rekord und einen Eintrag ins Guinness Buch: Auf Händen und Knien schob er eine Apfelsine mit seiner Nasenspitze 1600 Meter weit.

 

200 Muskeln arbeiten im menschlichen Körper für nur einen Schritt. Unser Fuß ist ein komplexes Kunstwerk: 26 Knochen, 33 Gelenke, 112 Bänder und ein Netzwerk von Sehnen, Nerven und Adern müssen dabei koordiniert werden.

 

500 Milliliter Schweiß kann allein ein Fuß täglich produzieren.

 

44,72 Km/h ist die höchste jemals gemessene Spitzengeschwindigkeit eine Läufers, und zwar des jamaikanischen Sprinters Usain Bolt. Erreicht hat er sie 2009 beim 100-Meter-Finale der Leichtathletik-WM in Berlin, wo er insgesamt drei Goldmedaillen und zwei Weltrekorde holte.

Schnellster Sprinter der Welt: Usain Bolt. Foto: Puma

Mikhail Tyurin, bester Golfer des Universums. Foto: NASA

 

102 Kalorien verbrennt ein Läufer im Schnitt pro Kilometer – eine Läuferin nur 89. Wer an kalten Wintertagen seinen inneren Schweinehund nicht überwinden will, der findet auch daheim schlankmachende Tätigkeiten. Eine Stunde Hausarbeit zum Beispiel. Männern winkt dabei ein Verbrauch von 300, Frauen ein Verbrauch von 240 Kalorien.

 

48 Mal umkreiste der Golfball die Erde, den der russische Astronaut Mikhail Tyurin 2006 von der Raumstation ISS abschlug. Das ist Welt-, nein, das ist sogar Weltraum-Rekord! Auch der Astronaut Tim Peake nutze die Raumstation für einen Rekordversuch: 2016 lief er parallel zum London-Marathon seinen ganz persönlichen Marathon auf einem Laufband – und wurde zum schnellsten Marathoni des Universums. Seine Zeit: 3:35:51 Stunden.

Shiso_Kanaguri_1924
 

54 Jahre, 8 Monate, 6 Tage, 3 Stunden, 32 Minuten und 20,3 Sekunden – das ist eine echte Rekordzeit. Und zwar die des langsamsten Marathonlaufs aller Zeiten. Stockholm, 1912: Kanaguri Shiso ist der erste Olympiateilnehmer Japans – in Asien ist er ein Star, gilt dort als „Vater des Marathons“. Nach 18-tägiger Anreise und fünf Tagen Regeneration geht er endlich an den Start seines ersten offiziellen Olympia-Wettbewerbs – bei über 30 Grad. Als ihm also bei Kilometer 30 eine Familie am Streckenrand anbietet, in ihrem Garten ein Glas Saft zu trinken und sich auszuruhen, zögert er nicht. Jedoch: Er schläft ein und verpasst den Zieleinlauf. 1967 kehrt Kanaguri, mittlerweile 75 Jahre alt und Universitätsprofessor, zurück nach Stockholm und setzt seinen Lauf genau dort fort, wo er ihn seinerzeit beendete. Und er kommt ins Ziel. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beim langsamsten Marathon aller Zeiten: 8,4 Zentimeter pro Stunde.

4 Jahre alt war Budhia Singh, als er sich als jüngster Langstreckenläufer der Welt einen Rekord sicherte. Der Inder lief 2006 vom Jagannath-Tempel in der Stadt Puri bis in das 65 Kilometer entfernte Bhubaneswar in rund sieben Stunden – ohne Pause. Sechs Halbmarathons standen bis dahin schon in seiner Vita. Nachdem sich aber die Menschenrechtskommission einschaltete und durch Ärzte ein gesundheitlich kritischer Zustand festgestellt wurde, ordnete die indische Regierung ein Laufverbot bis 2013 an. Danach hatte er die Lust am Laufen verloren, er startet heute kaum noch bei Laufwettbewerben.