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Rosberg X Racing gewinnt den Island X Prix der neuen Extreme-E-Rennserie

 
  • Begeisternder Motorsport auf Sardinien
  • Extreme Herausforderung für die Teams und das Material
  • Rennserie auf Continental-Spezialreifen CrossContact Extreme E

Hannover, 24. Oktober 2021. An ihrem vierten Rennwochenende gastierte die spektakuläre neue Offroad-Rennserie Extreme E erstmals in Europa. Rund 200 Kilometer vor der Küste Italiens sicherten sich Johan Kristoffersson und Molly Taylor von Rosberg X Racing den dritten Sieg im vierten Rennen und wichtige Punkte für die Gesamtwertung. Dabei profitierten sie auch vom Pech der direkten Verfolger. Denn die Strecke, die durch ein militärisches Sperrgebiet am Kap von Teulada führte, erwies sich als äußerst tückisch. Einerseits ermöglichten langgezogene Geradeausfahrten auf steinigen Untergründen maximale Geschwindigkeiten, andererseits stellten eine Vielzahl von Bodenwellen Reifen und Fahrzeuge auf eine harte Belastungsprobe. Dessen ungeachtet erhöhten die Verfolgerteams im letzten Rennen vor dem Saisonfinale noch einmal das Risiko, um den Abstand auf die Gesamtführenden weiter zu verkürzen. Die spannende Ausgangslage führte schon im Qualifying zu zahlreichen Defekten. Im Halbfinale erlitt Carlos Sainz einen Schaden an der Servolenkung. Noch dramatischer entwickelte sich das andere Halbfinale, als Timmy Hansen nach einem waghalsigen Manöver unmittelbar nach dem Start erst den ODYSSEY 21 von Kyle LeDuc touchierte und anschließend den Boliden von Cristina Gutiérrez. Nur Kyle LeDuc überstand das Manöver unbeschadet. Die Fahrzeuge der Konkurrenz blieben schwer beschädigt auf der Strecke. Die Rennleitung entschied anschließend zu Gunsten der Spanierin. So zog Lewis Hamiltons Team X44 ins Finale ein und traf dort mit einem in Windeseile notdürftig reparierten ODYSSEY 21 auf Rosberg X Racing, JBXE von Jenson Button, ABT Cupra XE und Segi TV Chip Ganassi Racing.

Den besten Start im Finale erwischte Kyle LeDuc vor Sébastien Loeb und Molly Taylor. Jutta Kleinschmidt startete mit drei Sekunden Verzögerung als Letzte, schob sich dann aber an Mikaela Åhlin-Kottulinsky vorbei und lieferte sich ein packendes Kopf-an-Kopf-Duell mit Molly Taylor. Nach einem technischen Defekt bei Sébastien Loeb rückten die beide Pilotinnen auf die Plätze zwei und drei vor und erreichten zeitgleich die Wechselzone. Spektakulär verlief auch der zweite Abschnitt. Denn nachdem Sébastien Loeb an Cristina Gutiérrez übergeben hatte, schied die Spanierin in Führung liegend mit einem Fahrzeugschaden aus. Johan Kristoffersson und Mattias Ekström, die nach dem Fahrerwechsel den Zweikampf von Molly Taylor und Jutta Kleinschmidt fortsetzten, kämpften plötzlich um den Sieg. Entschieden wurde das Duell erst, als Mattias Ekström die Beifahrertür verlor und anschließend insbesondere bei den Wasserdurchfahrten das Tempo reduzieren musste. So sicherte Johan Kristoffersson den Sieg für Rosberg X Racing vor dem Team ABT Cupra XE und JBXE von Jenson Button, das nach einem frühen Defekt am Fahrzeug von Mikaela Åhlin-Kottulinsky zwar nicht mehr ins Renngeschehen eingreifen konnte, aber über die Runden kam und wichtige Punkte für das Gesamtklassement sammelte.

 

In der Gesamtwertung führt weiterhin das Team von Johan Kristoffersson und Molly Taylor vor Sébastien Loeb und Cristina Gutiérrez. Auf dem dritten Rang bleiben Timmy Hansen und Catie Munnings, die nur noch einen einzigen Punkt mehr auf dem Konto haben als Kevin Hansen und Mikaela Åhlin-Kottulinsky auf Platz vier. Auf den fünften Platz klettert nach der ersten Finalteilnahme der Saison das Team von ABT Cupra XE mit Mattias Ekström und Jutta Kleinschmidt. Die rote Laterne abgegeben haben Kyle LeDuc und Sara Price. Das Team Segi TV Chip Ganassi Racing rückt zwei Ränge rauf und steht nun auf Platz sieben.

Weiter geht es am 18. und 19. Dezember mit dem Jurassic X Prix in England. In Bovington an der Südküste entscheidet sich dann im letzten Rennen der Saison, welches Team sich am Ende zum ersten Extreme-E-Champion der Motorsportgeschichte kürt. Das Finale sollte ursprünglich in Tierra del Fuego ausgetragen werden, mussten aber wegen der dortigen Corona-Lage verlegt werden.


1. Rosberg X Racing (Johan Kristoffersson / Molly Taylor) 129 Punkte

2. X44 (Sébastien Loeb / Cristina Gutiérrez) 113 Punkte

3. Andretti United (Timmy Hansen / Catie Munnings) 93 Punkte

4. JBXE (Jenson Button / Mikaela Åhlin-Kottulinsky) 92 Punkte

5. ABT Cupra XE (Mattias Ekström / Jutta Kleinschmidt) 83 Punkte

6. ACCIONA | Sainz XE Team (Carlos Sainz / Laia Sanz) 78 Punkte

7. Segi TV Chip Ganassi Racing (Kyle LeDuc / Sara Price) 63 Punkte

8. Veloce Racing (Stéphane Sarrazin / Emma Gilmour) 60 Punkte

9. XITE ENERGY RACING (Oliver Bennett / Christine GZ) 55 Punkte