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Mann im Auto auf der Autobahn

Presse

Meister für extreme Aufgaben

21/08/2020


  • Interview mit Andreas Schlenke, Entwickler des PremiumContact 6
  • Continental rüstet alle offiziellen Fahrzeuge mit Pkw-Reifen aus

​​Sicheres und verlässliches Material ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Tour de France. Das gilt besonders auch für die Begleiter der Rennfahrer: Betreuer, Ärzte und Rennleitung vertrauen auf Pkw-Reifen von Continental. Andreas Schlenke hat das Modell PremiumContact 6 entwickelt, ohne das bei der Frankreich-Rundfahrt nichts läuft.

Herr Schlenke, alle offiziellen Fahrzeuge der Tour de France sind mit dem Reifenmodell PremiumContact 6 von Continental unterwegs. Das muss für Sie als Entwickler des Reifens ein besonderes Gefühl sein…

Andreas Schlenke: Ja, das macht mich wirklich stolz. Es ist ja fast wie ein Ritterschlag, dass bei einem so wichtigen Sportereignis unsere Reifen eine wichtige Rolle spielen. Natürlich stehen vor allem die Radrennfahrer im Fokus. Doch gerade auch die Begleiter müssen sich hundertprozentig auf ihre Fahrzeuge und somit auch auf ihre Reifen verlassen können.

Ihr Produkt rollt drei Wochen vor den Augen der Weltöffentlichkeit durch Frankreich. Haben Sie als Reifen-Entwickler nicht Sorge, dass bei einer Live-Übertragung ein Reifen platzt?

Andreas Schlenke: Nein, diese Sorge habe ich überhaupt nicht. Ich weiß ja, wie sicher und verlässlich unser Produkt ist. Auch deshalb setzen die Veranstalter auf den PremiumContact 6.

Andreas Schlenke, Direktor Technical Benchmark & Customer Interface Management

Die Tour de France ist eine besondere Herausforderung. 2019 hatten die Sportler – und alle Begleitfahrer – mit Orkanböen, Wüstenhitze, Hagelsturm, spiegelglatten Eispisten und sogar Schlammlawinen zu kämpfen. Wie kann ein Reifen solche Extremsituationen meistern?

Andreas Schlenke: Unsere Technologien sind in aufwändigsten Testverfahren abgeprüft. Gummimischung und Reifenkonstruktion müssen hohen und niedrigen Temperaturen standhalten, die verschiedensten Straßenverhältnisse meistern. Wir haben alle denkbaren Einsatzbedingungen, auf die ein Reifen treffen kann, durchgespielt.

Haben Sie bei der Entwicklung des Reifens die Bedingungen bei der Tour de France berücksichtigt? Eigentlich ist der PremiumContact 6 ja ein Reifen für den Alltagseinsatz, mit dem weltweit unzählige Autofahrer unterwegs sind.

Andreas Schlenke: Nein, der Reifen wurde nicht speziell für die Tour entwickelt, sondern für den Alltagseinsatz. Doch gerade das bedeutet, dass der PremiumContact 6 alle Herausforderungen bei der Tour de France locker beherrscht. Er ist ein Meister für extreme Aufgaben. Während der Entwicklung war er sogar noch deutlich schwierigeren Situationen gewachsen. Bei unseren Trockenhandling-Tests auf dem Nürburgring oder auf unserer hauseigenen Teststrecke, dem Contidrom, erwarten einen Reifen vielfach extremere Bedingungen, zum Beispiel was Seitenkräfte betrifft.

Es gibt also keine „Tour de France“-Edition mit spezieller Pyrenäen-Pass-Gummimischung?

Andreas Schlenke: Nein (lacht). Der einzige Unterschied zum normalen Modell ist ein hübscher, gelber Continental-Schriftzug auf der Seitenwand der Reifen. Ansonsten ist der Tour-Reifen identisch mit dem Reifen, wie er im Handel für jedermann erhältlich ist.

Mit 20 Prozent Gefälle, extremen Haarnadelkurven und überraschenden Wintereinbrüchen gehört die Gipfelstraße des Jura-Berges Grand Colombier zu den Highlights der Tour: Kann das ein normaler Sommerreifen schaffen?

Andreas Schlenke: Natürlich. Der PremiumContact 6 ist ein Reifen, der in ganz Europa funktioniert. Da gehören die Pyrenäen oder die Alpen mit dem französischen Jura genauso dazu wie der Norden von Skandinavien oder das sommerlich-heiße Spanien.

Ein moderner Reifen ist ein Hightech-Produkt mit integrierten Sensoren, etwa des Reifendruckkontrollsystems. Wie wichtig sind solche Funktionen für die Sicherheit der Tour?

Andreas Schlenke: Der Reifen weiß Dinge, die der Fahrer nicht weiß. Der Reifen ist der einzige Kontakt des Fahrzeugs zur Straße. Fahrbahnzustände und der Zustand des Reifens selbst können so detektiert werden, zum Beispiel Luftdruck und die Temperaturen, die im Reifen herrschen. Im Einsatz für die Tour de France sind solche Funktionen sehr wichtig, damit alle Begleitfahrzeuge sicher und ohne Probleme ins Ziel kommen.

Sind Sie eigentlich ein Tour-Fan?

Andreas Schlenke: Ja, definitiv. Der Fahrradsport hat mich schon immer fasziniert. Deshalb war ich auch schon einige Male bei der Tour de France dabei – am Straßenrand, versteht sich. Die Stimmung unter den Fans, die ist wirklich einmalig. Von daher hat es mich besonders gefreut, dass Continental zu einem der Partner der Tour geworden ist.

Fahren Sie denn selbst auch Rennrad, etwa bei Jedermann-Rennen?

Andreas Schlenke: Soweit geht es mit der Leidenschaft dann doch nicht. (lacht) Ich fahre privat aber dennoch viel mit dem Rad. Zum Beispiel, ganz banal, jeden Morgen zur Arbeit. Das erfrischt, und man hat seine tägliche Dosis Sport.

Kontakt
Klaus Engelhart
Klaus Engelhart

Pressesprecher - Pkw-/Zweiradreifen D/A/CH
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