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Hallo, Robo-Taxi!

VisionZeroNews

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24/09/2019
 

Die Zukunft der Mobilität: Mit der Entwicklungsplattform CUbE testet Continental die Technologie für künftige Robo-Taxis.

Auch so sieht die sichere Mobilität der Zukunft aus: Per App bestellt, rollt ein autonom fahrendes Taxi heran, vollelektrisch und ohne Fahrer. An Bord: Technologie von Continental, die bereits heute in Pilotprojekten im Einsatz ist.

Die Situation erscheint paradox: Immer mehr Menschen in immer größeren Ballungsgebieten müssen mobiler sein denn je. Die logischen Folgen sind überfüllte Straßen, verstopfte Wege und zunehmend Staus. Ein Lösungsansatz, um individuelle Mobilität in Metropolen auch in Zukunft sicher, zügig und zuverlässig zu organisieren, sind Robo-Taxis. Denn diese autonom fahrenden Shuttle-Fahrzeuge mit mehreren Sitzplätzen können zahlreiche Pkw ersetzen und benötigen keinen Parkraum – denn sie sind ständig unterwegs. Wer von A nach B möchte, fordert unkompliziert mit dem Smartphone ein Robo-Taxi an. Der Wagen rollt heran, und schon beginnt die Fahrt zum eingegebenen Zielort. Eine Vielzahl solcher vollautomatisierten Fahrzeuge könnte den Straßenverkehr in Städten künftig deutlich flüssiger, umweltfreundlicher, effizienter
– und zudem sicherer machen.

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Sicher, zuverlässig, effizient

Robo-Taxis gelten als eine Lösung, um den Straßenverkehr in Ballungszentren künftig umweltfreundlich und unkompliziert zu organisieren.

 

Die Technologie, mit der Robo-Taxis in Zukunft für eine intelligentere Mobilität sorgen sollen, ist nahezu vollständig vorhanden. Bei Continental arbeiten Forscher und Entwickler in fünf Kompetenzzentren in Deutschland, Japan, Singapur, China und den USA an jeweils unterschiedlichen Projekten zu diesem Thema. Die zentrale, an allen Standorten genutzte Entwicklungsplattform ist der CUbE, ein fahrerloser Kleinbus auf Basis des Robo-Taxis EZ10 des Unternehmens Easy Mile. An dem französischen Hersteller von fahrerlosen Fahrzeugen ist Continental seit 2017 beteiligt.

an allen Standorten genutzte Entwicklungsplattform ist der CUbE, ein fahrerloser Kleinbus auf Basis des Robo-Taxis EZ10 des Unternehmens Easy Mile. An dem französischen Hersteller von fahrerlosen Fahrzeugen ist Continental seit 2017 beteiligt.

Konkrete Beispiele dafür sind Technologien, mit denen ein Fahrzeug seine Umgebung erfassen kann. Vor allem bei Robo-Taxis muss dies absolut verlässlich, präzise und lückenlos der Fall sein, damit sie sich ohne Fahrer sicher durch den Straßenverkehr bewegen können. Continental hat daher mit Hilfe des CUbE ein Radarsystem für autonome Fahrzeuge zur Serienreife entwickelt. Ein Robo-Taxi verfügt dabei über unterschiedliche Sensorsysteme wie Kamera, Radar und Laser, um ein 360-Grad-Umfeldmodell zu erstellen. Der Radartechnologie kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Sie kann sogar unter Objekten – zum Beispiel einem am Straßenrand geparkten Auto – hindurchsehen, um etwa einen Fahrradfahrer dahinter zu erkennen.

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Angela Merkel testet den CUbE: Bei der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt ließ sich die Bundeskanzlerin von Continentals CEO Elmar Degenhart (links) die Vorzüge des autonom fahrenden Shuttle-Busses erläutern. Bei der Test- fahrt mit an Bord: Ariane Reinhart (rechts, Personalvorstand Continental) sowie Gilbert Gagnaire, CEO des Entwicklungspartners EasyMile. Foto: Continental

 

Damit fahrerlose Transportsysteme jederzeit sicher unter Kontrolle sind, ergänzt neben einer mindestens doppelten Ausführung der Sensorik ein redundantes Bremssystem die Ausstattung. Auch hier bietet Continental bewährte und für den Einsatz im Robo-Taxi adaptierbare Komponenten an, etwa das One-Box-Bremssystem MK C1, in dem die Funktionen ABS, ESC sowie Bremskraftverstärkung integriert sind. Um die Bremsfunktion unter allen Bedingungen sicherzustellen, wird diese Serienbremse mit einer sogenannten Hydraulic Brake Extension kombiniert und ist für den Einsatz in fahrerlosen Anwendungen serienreif.

Unterwegs sind die CUbE-Fahrzeuge mit Continental-Technologie bereits auf Betriebsgeländen. Noch in diesem Jahr startet darüber hinaus ein Piloteinsatz eines autonomen fahrenden Shuttles in Auburn Hills im US-Staat Michigan. Continental, EasyMile, die Oakland University und die Stadt Auburn Hills wollen in dem auf sechs Monate angelegten Projekt neue Technologien für Robo-Taxis auf dem hügeligen Campus der Oakland University im Alltagsbetrieb testen. Studierende, Dozenten sowie Universitätsbesucher können dabei den autonomen Shuttle-Service nutzen. Es ist ein weiterer Schritt, um die Technologie robust und fit zu machen für die urbane Mobilität von morgen. Continental-Experte Andree Hohm sagt: „Fahrerlose Fahrzeuge bedeuten eine Revolution. Und diese Revolution muss in evolutionären Schritten stattfinden.“